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Hände waschen statt desinfizieren!

Es schnupft und hustet an jeder Ecke. Kein Wunder, dass der Drang nach Selbstschutz steigt, aber von Desinfektionsmitteln rät DIE UMWELTBERATUNG trotzdem ab. Immer brav die Hände waschen, das hilft am besten!

Richtig Hände waschen statt desinfizieren!

Warum denn keine routinemäßige Desinfektionsmittel im Haushalt? Bei jeder Reinigung Produkte mit Aufschriften wie „antibakteriell“, „desinfizierend“, „beseitigt 99,99 % der Bakterien“ sowie „beseitigt Pilze, Schimmel, Algen oder Viren“ zu benutzen fördert die Bildung von resisten Keimen. Resistente Keime sind hartnäckigen Krankheitserreger, die dann beispielsweise auf die Desinfektionsmittel im Krankenhaus nicht mehr abgetötet werden. Das bedeutet, dass alltägliche Desinfektionsmaßnahmen im Haushalt der Gesundheit und Umwelt letztlich mehr schaden als nutzen.

Mehrmals täglich Hände waschen

Die einfachste und wirksamste Vorbeugung ist bei gesunden Menschen immer noch das Händewaschen. Da wir im Alltag viele Gegenstände mit unseren Händen berühren, ist mehrmals am Tag Händewaschen angesagt:

  • beim nach Hause kommen
  • vor und während der Zubereitung von Speisen
  • vor und nach dem Essen
  • nach dem WC-Besuch
  • nach dem Naseputzen, Husten oder Niesen
  • vor und nach dem Kontakt mit Erkrankten
  • nach dem Kontakt mit Tieren
  • nach dem Entsorgen von Abfall

Die Hände richtig waschen

Zum richtigen Händewaschen gehört fließendes Wasser, Seife und ein sauberes Handtuch:

  1. Die Hände und Seife unter fließenden Wasser anfeuchten und danach das Wasser wieder abdrehen.
  2. Den Seifenschaum 20 bis 30 Sekunden auf den nassen Händen verreiben und dabei Handrücken, Fingerzwischenräumen, Daumen und Fingernägeln besondere Aufmerksamkeit schenken.
  3. Dann unter fließenden Wasser die Hände abwaschen.
  4. Mit einem sauberen Handtuch abtrocknen.

Wäsche nicht „bakterizid“ oder „desinfizierend“ spülen!

Eine Studie im Auftrag der Wiener Umweltanwaltschaft hat belegt, dass vor allem die Verwendung eines Hygienespülers beim Wäschewaschen gesundheitliche Folgen haben kann. Der Hygienespüler dient der Wäschedesinfektion und kommt wie Weichspüler beim letzten Spülgang der Wäschemaschine zum Einsatz. Da das Mittel aber nach dem Waschen auf der Kleidung verbleibt, kann es den nützlichen Bakterien auf der Haut schaden. Zusätzlich können die Chemikalien in Hygienespülern Allergien auslösen. Problematisch ist das, weil ihre Inhaltsstoffe bereits in hoher Menge in den Lüftungsanlagen und im Hausstaub von Schulen nachgewiesen wurden.

Weitere Informationen zur Hygiene und ökologischen Reinigung finden Sie in unserem Beitrag Richtige Hygiene im Haushalt

Weitere Informationen

In einer Studie der Wiener Umweltanwaltschaft wurden desinfizierende Haushaltprodukte getestet.

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