Gegessen werden die Hanfsamen, die als Hanfnüsse oder Hanfkorn bezeichnet werden. Man streut sie am besten über´s Müsli, auf´s Butterbrot oder nascht sie zwischendurch. Mit 3 bis 6 mm sind sie kleiner als andere Nüsse aber groß in ihrer Wirkung.
Vom Hanf zum Öl
Für den Anbau werden extrem THC-arme Hanfsorten verwendet. Aus den reifen Samen wird Hanföl schonend kaltgepresst. Die wertvollen Inhaltsstoffe und ungesättigten Fettsäuren bleiben dabei in ihrer einzigartigen Zusammensetzung erhalten. Kaltgepresstes Hanfnussöl ist grünbraun und schmeckt würzig-nussig.
Restlose Verwertung im Kuchen
Nach dem Pressen wird wertvolles Hanfmehl gewonnen, es ist besonders reich an Eiweiß und Ballaststoffen. Es ist vielseitig einsetzbar, man kann mit Hanfmehl Saucen binden und beim Backen bis zu 15 % Mehl gegen Hanfmehl tauschen und bringt so einen nussigen Geschmack in die Speisen. Hanfmehl reinigt den Darm, und beugt Verstopfung vor.
Die Fische mal im Teich lassen und die besten Nüsse herausfischen
Unser Fischkonsum übersteigt die Kapazitäten der Meere, nach Schätzung der Welternährungsorganisation FAO sind inzwischen fast 90 Prozent der wirtschaftlich wichtigen Fischbestände komplett ausgebeutet, überfischt oder erschöpft. Auch Aquakultur ist keine Lösung, da für die Fütterung meist Meeresfisch verwendet wird.
Hanfnüsse und das daraus gepresste Hanföl sind reich an Alpha-Linolensäure, aus dieser Omega-3-Fettsäure können in geringer Menge auch die nur in Fischen und anderen Meerestieren vorkommenden Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure gebildet werden. Omega-3-Fettsäuren bilden im Körper Gewebshormone die bei Rheuma entzündungshemmend wirken. Auch die Blutgerinnung wird gehemmt, somit das Blut verdünnt, und die Zellmembranen werden elastischer. Das schützt vor Herz-Kreislauferkrankungen. Der Vorteil: Hanfnüsse sind nicht wie Meeresfisch mit Schwermetallen belastet und wachsen in Österreich.