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Im Herbst für den Bienenfrühling vorsorgen

Medieninformation: DIE UMWELTBERATUNG empfiehlt, weniger aufzuräumen und mehr Bienenpflanzen zu setzen. 23. Oktober 2018

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Bei schönem Wetter sind die Bienen immer noch fleißig, und zeitig im Frühjahr geht’s schon wieder los. Damit sie immer genug Nahrung und Nistplätze finden, heißt es jetzt: Stängel stehenlassen und Pflanzen setzen, auf die Bienen fliegen. Welche Pflanzen bei den Bienen besonders beliebt sind, zeigt DIE UMWELTBERATUNG im Poster „Bunte Bienenweiden“ auf www.umweltberatung.at/bunte-bienenweiden.

Im Herbst stehen einige Gartenarbeiten an. Das Laub will zusammengerecht werden, die Beete warten auf die Vorbereitung für den Winter. Herbstzeit ist aber auch Pflanzzeit: Jetzt können rasch noch Blumenzwiebeln eingesetzt werden. „Viele dieser Zwiebelpflanzen sind überlebenswichtig für Bienen, weil sie zeitig im Frühling blühen und den Bienen dann die erste Nahrung zur Verfügung stellen“, erklärt Mag.a Bernadette Pokorny, Gartenexpertin von DIE UMWELTBERATUNG. Besonders beliebt bei Bienen sind Blaustern, Wildkrokus, Traubenhyazinthe, Wildtulpen und Schneeglöckchen. Sie bieten Wildbienen und Honigbienen Nektar und Pollen, wenn in der Natur noch wenig blüht, und sind gleichzeitig erste Farbtupfer nach dem winterlichen Grau.

Im Herbst Stauden und Gehölze für Bienen setzen

Auch Bäume, Sträucher und viele mehrjährige Stauden werden im Herbst gepflanzt. Für Bienen bieten Obstbäume und heimische Laubgehölze wie die Weiden Nahrung. Besonders wichtig sind jene Pflanzen, die im zeitigen Frühling blühen, zum Beispiel Haselnuss, Dirndlstrauch und Salweide. Auch im Spätsommer oder Herbst blühende Kletterpflanzen wie Wilder Wein oder Efeu werden von den Bienen fleißig umschwärmt.

Viele Wildstauden sind ebenfalls hochwertige Bienenweiden. Sie haben gegenüber einjährigen Blumen den Vorteil, dass sie nur einmal gepflanzt werden und dann jedes Jahr blühen. Am besten wählt man Pflanzen mit unterschiedlichen Blühzeiten, damit die Bienen die ganze Gartensaison über einen gedeckten Tisch vorfinden. Beispiele für beliebte Stauden sind Katzenminze, Küchensalbei, diverse Glockenblumenarten, Mauerpfeffer, Steinkraut, Thymian, Lavendel, Sonnenhut oder Astern.

Giftfreie Biopflanzen für Bienen

Der Gartenfachhandel bietet ein großes Angebot an Biosaatgut und Biopflanzen, sogar Zwiebelpflanzen sind in Bioqualität erhältlich. Die Bio-Qualität hat den großen Vorteil, dass im Gegensatz zu vielen konventionellen Pflanzen keine bienenschädigenden Pestizide eingesetzt werden – garantiert giftfreie Bienennahrung also!

Quartiere für Wildbienen erhalten

Auch beim Aufräumen des Gartens im Herbst kann man einiges tun, um Bienen zu fördern. Einige Pflanzen blühen bis spät in den Herbst hinein und werden dann gerne von hungrigen Bienen und Hummeln angeflogen. Am besten lässt man diese blühenden Pflanzen bis zum Frost stehen, um für Herbstnahrung zu sorgen! Besonders beliebt sind im Herbst zum Beispiel Malven, Borretsch, Astern, Wegwarte und Efeu.

Einige Wildbienenarten nisten in verholzten, markhaltigen Blumenstängeln oder Ranken von Brombeeren und Himbeeren. Notwendig ist eine Bruchstelle, durch die die Bienen zum Pflanzenmark gelangen können. Also abgestorbene Königskerzen, Kletten, Beifuß und Disteln im Herbst einfach im Garten stehen lassen und im Frühling unter dem verblühten Blütenstand kappen, damit die Bienen Zugang zum Pflanzenmark bekommen. Von Bienen besiedelte Stängel sollten dann mindestens ein Jahr lang an Ort und Stelle stehen bleiben, bis die Jungbienen die Pflanzen wieder verlassen.

Manche Wildbienenarten legen ihre Nistzellen in totem Holz an. Totholz, das an einem geschützten, sonnigen Ort belassen wird, schafft wertvolle Nistplätze für Wildbienen.

Nisthilfen bauen

Im Winter ist Zeit, um Bienennisthilfen anzufertigen. Die wichtigsten Materialien dafür sind Hartholzblöcke und hohle Stängel, sie können im Herbst im Garten gesammelt werden. Geeignet sind zum Beispiel hohle Stängel und Halme, wie Bambusröhrchen und Schilfhalme. Markhaltige Pflanzenstängel und auch verholzte Brombeer- und Himbeerranken können abgeschnitten und senkrecht an einem Pfosten im Garten angebracht werden.

Weitere Informationen

Wie man Bienen und andere Nützlinge im Garten fördern kann, zeigt das Infoblatt Bienen und andere Nützlinge fördern.

Beim Pflanzen einer Hecke aus heimischen Gehölzen unterstützt das Poster „Lebensraum Hecken“: www.umweltberatung.at/laubhecken-poster

Welche Pflanzen für Bienen als Nahrungsquelle wichtig sind, zeigt das Poster „Bunte Bienenweiden“: www.umweltberatung.at/bunte-bienenweiden

Bestellung der Poster um € 2,40 Versandkosten, der Download ist kostenlos.

Die „Heckenscheibe“ hilft bei Auswahl, Pflanzung, Kombination und Schnitt von Sträuchern. 26 Sträucher, die nicht nur Blickfang im Garten, sondern auch ein wichtiger Lebensraum und in Österreich heimisch sind, werden darin vorgestellt. Sie ist um 4,90 Euro plus 3 Euro Versandkosten erhältlich: www.umweltberatung.at/die-heckenscheibe

Beratung zum biologischen Gärtnern bietet DIE UMWELTBERATUNG an ihrer Hotline, Tel. 01 803 32 32.  

Sabine Seidl
Sabine Seidl

DIin Sabine Seidl
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