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Die Energieabrechung durchschauen und sparen

Die Energie-Jahresabrechungen flattern ins Haus. Wir verschaffen den Durchblick bei der Abrechnung und geben Energiespartipps, damit die Kosten sinken.

Junger Mann liest voller Entsetzen die Rechnung

Die Jahresabrechung hilft beim Energiesparen: im Detailblatt der Abrechnung können zwei bis vier Verrechnungsposten enthalten sein – Grundkosten, Raumheizung, Warmwasser und Kalt-Abwasser. Ein wichtiges Detail sind die Verbrauchsunterschiede zum Vorjahr. Daran ist schnell erkennbar, ob das Heizen, der Warmwasserverbrauch, oder das Kaltwasser hohe Kosten verursachen.

Grundkosten

Die Grundkosten werden für Raumheizung und Warmwasser ausgewiesen. Sie sind unabhängig vom Verbrauch, ausschlaggebend ist nur die Größe der Wohnung. Je größer die Wohnung, desto höher sind die Grundkosten.

Raumheizung

Wurden für die Heizung mehr Verbrauchsanteile gemessen als im Vorjahr, kann das verschiedene Gründe haben -  zum Beispiel gekippte Fenster im Winter oder dass auf die Nachtabsenkung vergessen wurde. Manchmal ist Luft im Heizsystem oder der Heizköper hinter Möbelstücken und Vorhängen versteckt. Ein Hitzestau zwischen Heizkörper und Möbelstück verfälscht nicht nur das Messergebnis des Verdunstungsröhrchens, sondern hindert die Wärme sich gleichmäßig im Raum zu verteilen. Maßnahmen:

  • Die Heizkörper von Möbeln und Vorhängen befreien.
  • Jeder Raum braucht unterschiedliche Temperaturen. Am einfachsten regulieren das Thermostatventile. Sie sorgen selbständig für die eingestellte Temperatur. Auch eine Nachtabsenkung um 3-4°C ist einfach umzusetzen und spart weitere Heizkosten. Ist ein Ventil kaputt, einfach bei Fernwärme Wien melden und es wird ausgetauscht.
  • Fenster im Winter nicht kippen, sondern kurz und kräftig durchlüften und dann wieder zumachen. Ist das Thermostatventil direkt unter dem offenen Fenster, den Heizkörper während dem Lüften abdrehen.

Warmwasser

Bei ihren Vor-Ort-Beratungen haben die UmweltberaterInnen die Erfahrung gemacht, dass oft der Warmwasserverbrauch die Jahresabrechnung in die Höhe treibt. Pro Person und Jahr gilt folgende Verbrauchseinstufung:

bis 10 m³ - niedrig
10 – 15 m³ - durchschnittlich
über 15 m³ - hoch

Der Verbrauch kann einfach selbst während des Jahres überprüft werden. Der Warmwasserzähler befindet sich entweder in der Verteilstation unterhalb der grauen Abdeckung, im Wasserleitungsschacht (WC oder Bad), oder im Stiegenhaus. In manchen Wohnungen gibt es einen zusätzlichen Zähler für die Küche. Eine regelmäßige Zählerkontrolle verschafft einen Überblick und sollte bei 0,8 – 1,25 m³ pro Person und Monat liegen. Maßnahmen:

  • Vermeiden von unnötig fließendem Wasser beim Zähneputzen, Rasieren und Geschirrabwaschen
  • den Hebel des Einhandmischers immer auf kalt drehen und nur auf warm umstellen, wenn tatsächlich warmes Wasser benötigt wird
  • Einbauteile für die Armaturen sind im Bauhandel günstig zu kaufen und reduzieren den Wasserverbrauch bis zu 50 Prozent Dazu zählen Luftsprudler, Durchflussbegrenzer und Sparbrausen.
  • kurzes Duschen statt Vollbad

Kaltwasser und Abwasser

Auf manchen Fernwärmerechnungen wird auch das Kalt- und Abwasser mitverrechnet. Der Zähler befindet sich meistens im Wasserleitungsschacht der Wohnung. Durchschnittlich liegt der Kaltwasser-Verbrauch bei rund 32 m³ pro Person und Jahr oder 2,6 m³ pro Monat. Maßnahmen:

  • Sparmaßnahmen wie beim Warmwasser
  • Fallen im Haushalt viele Waschmaschinen- und Geschirrspülläufe pro Woche an, reduziert das Energiesparprogramm den Wasserverbrauch.
  • Ist ein Garten zu gießen, lohnt sich die Anschaffung einer Regenwassertonne.

Weitere Informationen

Viele Spartipps: www.umweltberatung.at/spartipps

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