Jährlich 300 Euro sparen
Warum landen angeschlagene Äpfel oder alte Semmeln im Müll? Unglaubliche 21 % der Lebensmittelabfälle werden deshalb weggeschmissen, weil man keinen Überblick über die Vorräte zuhause hat, 20 % weil Supermarktangebote zu verlockend waren oder jemand überraschend Essen mitgebracht hat. Weitere Gründe sind zum Beispiel nachlassen de Frische, falsche Lagerung oder mangelnder Gusto auf die vorhandenen Lebensmittel. So lautet das Ergebnis einer Diplomarbeit an der Universität für Bodenkultur. Wirklich schade um die Lebensmittel!
Dabei wäre es doch so einfach, Abfall zu vermeiden: Ein kurzer Vorrats-Check vor dem Weg zum Super markt und das Schreiben einer Einkaufsliste bewahren vor unüberlegten Großeinkäufen.
DIE UMWELTBE RATUNG empfiehlt regionale Produkte aus der Region in Bio-Qualität. Es zählt die Qualität vor der Quantität! Selber kochen spart Geld, vermeidet Abfall und ist gesund, weil keine Konservierungsstoffe oder andere Zusatzstoffe in den Speisen enthalten sind. Beim kreativen Kochen mit Resten kann sogar aus scheinbar unbrauchbaren, alten Semmeln und angeschlagenen Äpfeln ein wunderbar flaumiger Scheiterhaufen werden. Bessere Planung, Lagerung und Zubereitung können Lebensmittel vor der Entsorgung bewahren. Dadurch kann ein österreichischer Haushalt jährlich um die 300,- Euro sparen.
Verputzen statt verschwenden
- MILCHPRODUKTE:
Milchprodukte wie Topfen, Rahm und Schlagobers halten meist Wochen länger als im Mindesthalt barkeitsdatum angegeben. Reste können, statt Butter oder Margarine, zum Backen verwendet werden. - KÄSE:
Käse findet gerieben zum Überbacken seine kulinari sche Renaissance. Zum Beispiel bei selbstgemachten Piz zen, gefülltem Gemüse oder überbackenen Broten. - GEMÜSE:
Gemüse kann Pizzen vitaminreich verfeinern oder zu Suppen, wie Minestrone oder Cremesuppe verarbeitet werden. Auch in Ofengemüse und bei Curry kann übriges Gemüse ergänz werden. - BROT UND GEBÄCK:
Brot und Gebäck schmeckt im Toaster oder Backrohr aufgebacken wieder wunderbar! Mit Kräutern, Knoblauch und Olivenöl wird es noch aromatischer! - FLEISCH:
Fleisch schmeckt auch am nächsten Tag in einem Burger mit Sauce und Salat, als klassisches Gröstl, in Wurstsalat, Schinken- und Wurstfleckerln oder einfach kalt aufs Brot. - EIKLAR:
Eiklar kann für viele Süßspeisen verwendet werden, z. B. für Schaumrollen, Kokosbusserl oder Schneekuchen. Wer zu viel übrig hat, kann es auch einfrieren und zu einem späteren Zeitpunkt verkochen. - KEKSE:
Kekse können einfach zerstampft und beim nächsten Kuchen statt Mehl mitgebacken werden. - SCHOKOLADE:
Schokolade kann fein gehackt oder gerieben in Kuchenteige oder Glasuren eingearbeitet werden. Oder noch viel einfacher: mit heißer Milch aufgießen, mit Chili und Vanille würzen und fertig ist die Trink-Schokolade, wie sie bereits die Azteken tranken! - OFFENER WEIN UND SEKT:
Wein und Sekt eignen sich bestens zum Verfeinern von Saucen, Risotto, Gulasch oder Eintöpfen. Mit Gewürzen und Honig wird aus Weinresten wärmender Glühwein für kalte Wintertage, mit frischen Früchten vermischt eine spritzige Frucht-Bowle im Sommer.
Köstliche Restlrezepte
Schmökern Sie in unserer Rezepte-Suche und entdecken Sie köstliche Rezepte aus der Restlküche wie Grenadiermarsch, Süßen Scheiterhaufen oder ein aromatisches Kräuterbrot. Wir wünschen guten Appetit!


