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Lästig aber nützlich: So kommt man mit der Wespe aus

Wenn einem beim Essen und Trinken im Freien die Wespen um die Ohren fliegen, vergisst man schnell, wie nützlich die Plagegeister eigentlich sind. DIE UMWELTBERATUNG hat Tipps, wie es mit dem Zusammenleben klappt.

„Achtung, Wespe!“ ist eine Warnung, die wir im Sommer häufig hören. Dabei ist die Angst vor dem schwarz-gelben Insekt meist unbegründet. Versuchen wir sie aber durch panisches Schlagen zu vertreiben, fühlt sie sich bedroht und kann zustechen. Damit das nicht passiert, gibt es einige Tipps zu beachten. In der Panik vergessen wir oft, welche wichtigen Aufgaben Wespen übernehmen. Sie bestäuben Pflanzen und befreien uns von Schädlingen.

Bestäubung und Insektenfänger

Erwachsene Wespen ernähren sich von Nektar und von Pflanzensäften. Beim Besuch der Blüten bestäuben sie die Pflanzen. Umso wichtiger also, dass die Wespen fleißig unterwegs sind.

Im Gegensatz zu den ausgewachsenen Wespen ernähren sich ihre Larven nicht von Nektar und Pollen, sondern von anderen, kleineren Insekten bzw. einem Brei aus diesen. Die erwachsenen Wespen fangen zum Beispiel Raupen, Fliegen und Spinnen. Dadurch tragen sie zu einer Reduzierung von unbeliebten Besuchern bei. Ein einziges Wespenvolk kann an einem Tag bis zu 5.000 Fliegen verspeisen! Im Gegenzug dienen Wespen oft als Futterquelle für Vögel.

Einfacher Schutz vor Wespen

Eigentlich sind nur zwei der unzähligen Wespenarten für Menschen lästig: die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe. Im Gegensatz zur Biene stirbt die Wespe nicht, wenn sie einmal zusticht. Sie zieht den Stachel einfach heraus. Damit sie nicht zustechen, sind ein paar Dinge zu beachten:

  • Ruhig bleiben! Nicht auf die Wespe draufschlagen, sondern abschütteln.
  • Kindern nach dem Essen Mund und Hände abwaschen.
  • Getränke abdecken und undurchsichtige Gefäße vor dem Trinken kontrollieren.
  • Speisen nicht offenstehen lassen und Reste so bald wie möglich abräumen.
  • Fallobst im Garten regelmäßig beseitigen.
  • Insektenschutz am Fenster anbringen.

Nester meiden

Nestern sollte man möglichst nicht zu nah zu kommen, denn die Wespen könnten ihre Brut in Gefahr sehen und angreifen. Befindet sich ein Wespennest am Haus, ist das nicht von langer Dauer. Denn jedes Jahr im Herbst stirbt das Volk ab. Nur die Königinnen überleben den Winter und gründen im darauffolgenden Jahr an einem anderen Ort ein neues Nest. Verlassene Nester werden nicht wieder besiedelt.

Vorsicht bei Stichen im Rachenraum

Die Stiche von Wespen sind grundsätzlich genauso ungefährlich wie die von Bienen. Erfolgt ein Stich allerdings in der Mund- bzw. Rachengegend, sollte schnellst möglich ein Arzt aufgesucht bzw. ein Notruf getätigt werden! Das gleiche trifft bei einer Allergie zu!

Wir beraten Sie gerne persönlich!

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