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LED-Leuchten als Wegwerfprodukt?

LEDs gelten als ökologische Leuchtmittel, weil sie sehr wenig Energie verbrauchen. Doch Vorsicht: Oft sind die LED-Lampen fix in Schreibtischlampen, Stehlampen und anderen Leuchten verbaut und können nicht getauscht werden. Werden sie kaputt, muss die ganze Leuchte weggeworfen werden, und das ist ganz und gar nicht ökologisch. Achten Sie beim Kauf darauf, ob die Lampen tauschbar sind.

LED-Lampe an der Decke

LED ist die Abkürzung für das englische Wort Light Emitting Diode, das Leuchtdiode bedeutet. LED-Lampen sind auf dem Vormarsch, egal ob Wohn- oder Arbeitsbereich, als Decken-, Wand- und Tischleuchten. LEDs haben zahlreiche Vorteile gegenüber anderen Leuchtmitteln: Sie sind langlebiger, energiesparender und quecksilberfrei im Gegensatz zu Energiesparlampen.

Lampen, die in Leuchten leuchten

Zur besseren Verständlichkeit: Die Wörter Lampe und Leuchte werden umgangsprachlich oft gleich verwendet, bedeuten aber genau genommen etwas Unterschiedliches: Lampe ist der korrekte Begriff für das Leuchtmittel, also z.B. eine Glühbirne oder eine LED. Als Leuchte hingegen bezeichnet man das gesamte Gerät, wie z.B. eine Stehlampe, die also eigentlich besser „Stehleuchte“ heißen müsste.

Viele Vorteile – aber ein zunehmendes Problem

Obwohl aus derzeitiger Sicht die Verwendung von LEDs zu Beleuchtungszwecken die umweltfreundlichste Alternative darstellt, lässt sich zunehmend ein problematischer Trend erkennen: Leuchten mit fix verbauten LEDs, die nicht austauschbar sind.

Fest verbaute LED-Leuchten meiden!

LEDs haben eine sehr lange Lebensdauer von bis zu 50.000 Stunden, vergleichsweise beträgt die Brenndauer von Halogenlampen ca. 2.000 Stunden. Trotzdem kann es passieren, dass LEDs zum Teil deutlich vor der angegebenen Lebensdauer ausfallen oder an Leuchtkraft nachlassen. Im Falle von fest verbauten LEDs bedeutet das in der Regel das Ende für die gesamte Leuchte - vielen Konsumentinnen und Konsumenten ist dieses Problem beim Kauf nicht bewusst. Nur in manchen Fällen gibt es die Möglichkeit die defekten LEDs beim Hersteller meist sehr kostspielig reparieren zu lassen, aber größtenteils können sie nicht ausgetauscht werden – die vermeintlich umweltfreundliche Leuchte verwandelt sich dadurch zum Wegwerfprodukt, wodurch sowohl Ressourcen als auch Geldwert vorzeitig verloren gehen.

Tipps für den Kauf von LED-Leuchten

  • Fragen Sie beim Kauf nach Leuchten mit austauschbaren LEDs – diese können bei einem Defekt ersetzt werden, Sie können daher die Leuchte länger verwenden.

  •  Achten Sie auf das Energielabel: Leuchten mit fix verbauten LEDs müssen hier mit folgendem Hinweis gekennzeichnet sein: „Die Lampen können in der Leuchte nicht ausgetauscht werden.“

  • Vergleichen Sie die Qualität der verschiedenen LED-Leuchtmittel: z.B. in Hinblick auf Helligkeit, Lichtfarbe, Lichtausbeute und Lebensdauer. Vergleichsdaten und Tests dazu finden Sie z.B. auf www.topprodukte.at: LED Lampen Test 2018

Entsorgung von LED-Leuchten und -Lampen

LED-Leuchten, also Stehlampen, Schreibtischlampen, etc., die nicht mehr repariert werden können (z.B. wegen defekten, fix verbauten Leuchtmitteln), müssen als Elektroaltgeräte über die Altstoffsammelzentren bzw. Mistplätze entsorgt werden.

LED-Lampen, also z.B. einzelne „Birnen“ oder „Röhren“, sind wie die Gasentladungslampen über die Problemstoffsammlung zu entsorgen, z.B. bei den Altstoffsammelzentren bzw. Mistplätzen, damit sie recycelt werden können.

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