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Mauersegler: Lasst sie in Ruhe brüten!

DIE UMWELTBERATUNG informiert über Maßnahmen zum Schutz der Mauersegler. Medieninformation DIE UMWELTBERATUNG, 15. Mai 2018

Mauersegler am Himmel

Jetzt ist in Wien wieder das typische "srieh, srieh" zu hören – die Mauersegler sind aus Afrika zurück! Sie suchen geschützte Nischen an Gebäuden als Brutplätze. Bauarbeiten können die Tiere am Brüten hindern. DIE UMWELTBERATUNG gibt Tipps zum Schutz der Mauersegler und unterstützt die Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22 bei der Erhebung der Brutplätze. Alle WienerInnen sind zum Mitmachen eingeladen: www.umweltberatung.at/mauersegler-melden

Die Mauersegler verbringen den Großteil ihres Lebens in der Luft – sie fressen und schlafen sogar im Flug! Zum Brüten brauchen sie aber einen festen Platz, zum Beispiel unter Dachziegeln, in Mauerspalten, in hohlen Zierkonsolen oder auf Dachsparren. „Umbauten und Sanierungen können die Brutplätze der Mauersegler gefährden. Einfache Maßnahmen beim Bau und die Meldung von Brutplätzen an die Wiener Umweltschutzabteilung helfen, die Bestände des streng geschützten Mauerseglers zu schützen“, erklärt Mag.a Bernadette Pokorny von DIE UMWELTBERATUNG.

Brutplätze der Mauersegler melden

Um die Brutplätze der Mauersegler zu erhalten, müssen diese zuerst bekannt sein. Die Wiener Umweltschutzabteilung führt derzeit eine Erhebung durch: Bürgerinnen und Bürger sowie Schulklassen sind herzlich eingeladen, Brutplätze zu melden.

Daran sind die Tiere erkennbar: Der Mauersegler sieht einer Schwalbe ähnlich, ist aber mit einer Flügelspannweite von 40 cm größer als diese. Im Unterschied zur Mehlschwalbe ist der Mauersegler einheitlich braun–schwarz gefärbt, nur an der Kehle befindet sich ein weißer Fleck. Markant sind die langen, sichelförmigen Flügel, die ihn zum wahren Flugkünstler machen. Blitzschnell und mit lauten "srieh, srieh"-Rufen saust er durch die Lüfte.

So werden Mauersegler geschützt

  • GebäudebesitzerInnen sind verpflichtet, bei der Sanierung ihrer Gebäude auf Quartiere von brütenden Mauerseglern Rücksicht zu nehmen und für zerstörte Quartiere Ersatz zu schaffen. Im Idealfall bleiben die ursprünglichen Nistplätze am Gebäude erhalten. Ersatz-Maßnahmen sollten sich stark an der Lage und der Art der ursprünglichen Nistplätze orientieren.
  • Zierkonsolen an Wiener Altbauten können als Mauersegler-Nistplätze adaptiert werden.
  • Wenn BürgerInnen auffällt, dass Mauersegler ihre „Wohnung“ durch Sanierungsmaßnahmen verlieren oder durch Baugerüste daran gehindert werden, ihre Jungen zu versorgen, melden sie dies der Wiener Umweltschutzabteilung -  MA 22 an post@ma22.wien.gv.at oder direkt an die ausführenden Bauunternehmen. Viele Baufirmen sind bereit, am Gebäude Öffnungen für Mauersegler freizulassen.

Weitere Informationen

Mehr Informationen bietet DIE UMWELTBERATUNG auf www.umweltberatung.at/mauersegler-melden und die Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22 auf www.mauersegler.wien.at

Sabine Seidl
Sabine Seidl

DIin Sabine Seidl
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