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Die Morgenkanne schmeckt Pflanzen am besten

Ein bisschen früher aufzustehen, zahlt sich im Sommer aus – nicht nur, weil die Temperaturen morgens angenehmer sind. Das Gießen in der Früh ist besser für die Pflanzen und schlechter für die Nacktschnecken. Also: auf, auf!

Gießkannen hängen kopfüber im Gemüsegarten

Durstig? So geht es in heißen Zeiten nicht nur uns, sondern auch vielen Pflanzen. Mit ein paar einfachen Grundregeln optimieren Sie das Gießen und bringen den Garten gut durch den Sommer. Übrigens: Viele Tipps zum naturnahen Gärtnern finden Sie in unserer Broschüre Naturnische Hausgarten.

Vier Grundregeln fürs Gießen

  • Selten und mehr: Durch weniger häufiges und dafür kräftiges Gießen, bei dem das Wasser tief in den Boden eindringt, werden die Wurzeln angeregt, sich in die Tiefe auszubreiten. Dadurch können die Pflanzen besser mit trockenen Perioden umgehen.
  • Morgenstund macht Pflanzen g‘sund: Zeitig am Morgen anstatt abends gießen, denn abendliches Gießen lockt die Nacktschnecken an. Das nasse Laub fördert zudem Pilzkrankheiten. In der Früh trocknen die Pflanzen schneller ab und der Unterschied zwischen der Temperatur der Pflanzen und des Wassers ist geringer. 
  • Nicht von oben herab: Nur am Wurzelhals direkt beim Erdreich gießen, um Verbrennungen von Blättern und Pflanzenteilen zu vermeiden.
  • Tropfen oder Brause: Um das Abschwemmen der Erde zu verhindern, ist bei Bewässerungsanlagen die Tröpfchenbewässerung die beste Wahl. Auch das Gießen mittels Brause ist besser als ein starker Wasserstrahl.

Vorbeugen statt gießen

Mulchen hilft Wasser zu sparen. Die Mulchschicht wirkt isolierend, sie gleicht Temperaturunterschiede aus und verhindert das Austrocknen des Bodens. Zusätzlich wird auch das Bodenleben geschützt. Wer bei der Auswahl der Pflanzen darauf achtet, dass sie an den Standort angepasst sind, erspart sich viel Gießen. Ein englischer Rasen ist hinsichtlich Wasserverbrauch und Artenvielfalt keinesfalls empfehlenswert. Eine Blumenwiese oder ein pflegeleichter Blumenrasen brauchen weniger Wasser, blühen wunderschön und tragen zur natürlichen Vielfalt bei. 

Regenwasser ist am besten

Wenn sich der Regen nicht so rar macht wie im heurigen Sommer, ist Regenwasser für Pflanzen besser geeignet als Brunnen- oder Leitungswasser, weil es kalkfrei und meist wärmer ist. Die Gießkanne in der Regentonne anzufüllen, ist die einfachste Form der Regenwassernutzung. Für den Anschluss des Gartenschlauchs eignen sich geschlossene Regentonnen mit einer vorgeschalteten Filterung. Regenwasseranlagen für die Gartennutzung arbeiten mit einem unterirdischen Tank, einer mechanischen Filterung und einer Pumpe.

Weitere Informationen

Die Broschüre Naturnische Hausgarten wurde von DIE UMWELTBERATUNG im Auftrag des Ministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus erstellt.

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