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Wärme aus der Steckdose

Neues Infoblatt über Stromheizungen und ihre Vor- und Nachteile. Medieninformation DIE UMWELTBERATUNG, 31. Mai 2017

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Nach der Heizsaison ist vor der Heizsaison … Stromheizungen sind beliebt, weil sie meist einfach zu installieren und relativ günstig in der Anschaffung sind. Für die Kaufentscheidung ist das Wissen über die Vor- und Nachteile von Stromheizungen wichtig. Denn vorschnelle Entscheidungen können sich ökologisch und ökonomisch als Bumerang erweisen. Das Infoblatt „Wärme aus der Steckdose“ stellt verschiedene Systeme von Stromheizungen vor und zeigt, warum hoher Stromverbrauch gerade im Winter problematisch ist. Es kann auf www.umweltberatung.at/waerme-aus-der-steckdose kostenlos heruntergeladen werden.

Stromheizungen können aus Strom direkt oder indirekt Wärme gewinnen. Elektrische Konvektoren, Speicherheizungen, strombetriebene Fußbodenheizungen und Infrarotheizungen zählen zu den Stromdirektheizungen - sie wandeln Strom direkt in Wärme um, ihr Stromverbrauch ist hoch.

Indirekte Stromheizungen sind zum Beispiel Wärmepumpen: Sie brauchen Strom nur, um Umgebungswärme in Heizwärme umzuwandeln, daher verbrauchen sie wesentlich weniger Strom als die Stromdirektheizungen. Sie wandeln mit wenig Stromeinsatz Umgebungswärme in die 3 – 4 fache Menge an Heizenergie um.

Das neue Infoblatt „Wärme aus der Steckdose“ zeigt, welche Stromheizungstypen für welchen Einsatzbereich geeignet sind. Wärmepumpen sind die effizienteste Form mit Strom zu heizen. Elektrische Konvektoren sind zum Beispiel als Zusatzgeräte für kurzzeitige Anwendung in kleinen Räumen zweckmäßig. Als Hauptheizung eigenen sie sich aus ökologischen Gründen und aufgrund der hohen laufenden Kosten nicht.

Stromheizungen sind nicht CO2-neutral

„Gerade im Winter ist Strom bei uns ein knappes Gut. Österreich produziert Strom in dieser Zeit verstärkt in Kohle- und Gaskraftwerken und importiert Strom. Ein großer Teil des Importstroms stammt aus fossilen Energieträgern. Das Heizen mit Strom heizt – solange er nicht vollständig aus erneuerbaren Quellen stammt – also dem Klima ein“, stellt Sabine Vogel, Energieberaterin von DIE UMWELTBERATUNG fest.

Stromdirektheizung verursacht deutlich mehr CO2 als andere Heizsysteme

Stromdirektheizungen wie zum Beispiel Konvektoren sind große Stromfresser und verursachen 276 Gramm CO2 pro kWh. Indirekte Stromheizungen wie zum Beispiel Wärmepumpen sind viel sparsamer. - Sie emittieren nur 69 Gramm CO2 pro kWh. Zum Vergleich: Bei Fernwärme beträgt der CO2-Ausstoß nur 28 Gramm, bei Ölheizungen 311 Gramm.

Zu allererst: Heizbedarf senken!

Wenn in einem Haushalt eine neue Heizung installiert werden soll, empfiehlt DIE UMWELTBERATUNG:

  • Vor der Planung eines neues Heizsystems auf alle Fälle den Heizwärmebedarf senken, zum Beispiel durch Wärmedämmung und Fenstersanierung.
  • Den Einsatz effizienter Wärmepumpen und Alternativen auf Basis der vorhanden Infrastruktur (z.B. Fernwärme) bzw. auf Basis erneuerbarer Energieträger prüfen.
  • Wenn schon eine Stromheizung vorhanden ist, die Installation einer Photovoltaik-Anlage überlegen bzw. einen Grünstromanbieter wählen.

Weitere Informationen

Das Infoblatt „Wärme aus der Steckdose“ gibt es auf www.umweltberatung.at/waerme-aus-der-steckdose zum kostenlosen Herunterladen. DIE UMWELTBERATUNG hat das Infoblatt im Auftrag der MA 20 – Energieplanung erstellt.

DIE UMWELTBERATUNG berät firmenunabhängig und individuell zu ökologisch und ökonomisch sinnvollen Heizsystemen und zur Senkung des Heizwärmebedarfs: Tel. 01 803 32 32. 

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DIE UMWELTBERATUNG Wien ist eine Einrichtung der VHS Wien, basisfinanziert von der Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22.

Sabine Seidl
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