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Photovoltaik - Tipps für die Angebotseinholung

Angebote von zertifizierten PlanerInnen und Installateurbetrieben zahlen sich aus. Wir zeigen Ihnen worauf es bei der Planung ankommt und in welchem Zeitraum sich eine Photovoltaik-Anlage amortisiert.

179_Netzgekoppelte

Für die Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage ist sorgfältige Planung notwendig. Wählen Sie PlanerInnen aus, die über eine Spezialausbildung für die Errichtung und Planung von PV-Anlagen verfügen und entsprechende Referenzen aufweisen. Zertifizierte Unternehmen sind beim österreichischen Photovoltaikverand gelistet. Holen Sie mindestens drei Angebote ein. Um ein aussagekräftiges Angebot zu erhalten, ist ein Vor-Ort-Termin unumgänglich. Dabei werden folgende Daten erhoben:

  • Standort des Gebäudes
  • Ausrichtung, Abmessungen und Neigung des Daches
  • Eindeckung und Belastbarkeit des Daches
  • Kabelführungen
  • Zustand des Hausanschlusses / Hauptstromverteilers (freie Plätze für Sicherungen)
  • Vorhandensein eines zusätzlichen Zählerschranks
  • existiert ein Potentialausgleich (Überspannungsschutz)?
  • ist ein Blitzschutz bzw. eine Erdung vorhanden?

Angebote sollten für die Vergleichbarkeit folgendes enthalten:

  • alle Anlagenkomponenten (inkl. Montagematerial)
  • Netzanschlusskosten
  • Planungs-, Transport- und Materialkosten
  • E-Befund, Förderabwicklung und Bauanzeige
  • Leistungs- und Produktgarantien
  • Ertragsberechnungen
  • Lieferbedingungen
  • Bindefrist

Förderungen von PV-Anlagen

Für Anlagen bis zu 5kWp Leistung im Netzparalellbetrieb kann die Förderung des Klima-Energiefonds der österreichischen Bundesregierung beantragt werden. Anlagen mit mehr als 5 kWp fördert das Land Wien in Form eines einmaligen Investitionskostenzuschusses. Die aktuellen Förderungen und die Antragsabwicklung können unter www.umweltfoerderung.at abgerufen werden. Manche Gemeinden bieten noch zusätzliche Förderungen die im jeweiligen Gemeindeamt zu erfragen sind.

Amortisation

Eine netzgekoppelte PV-Anlage auf einem Einfamilienhaus amortisiert sich bei Inanspruchnahme einer Förderung innerhalb von 12 bis 15 Jahren. PV-Anlagen arbeiten verschleißfrei mehr als 20 Jahre, ohne Wartungs- oder Ersatzkosten. Wechselrichter hingegen haben eine durchschnittliche Lebensdauer von ca. 15 Jahren. Deshalb ist bei der Anschaffung von Wechselrichtern auf eine möglichst lange Herstellergarantie zu achten.

Die schnellste Armortisation einer PV-Anlage wird erreicht, wenn der selbst erzeugte Strom gleich verbraucht wird. Der Ertrag bzw. die Stromproduktion ist über die Mittagsstunden am höchsten. Der Stromverbrauch eines Haushaltes ist jedoch im Schnitt morgens und abends am höchsten. Das bedeutet, dass die Nutzung der Haushaltsgeräte auf ein Optimum angepasst werden sollte. So können z.B.: Waschmaschine, Geschirrspüler, Wärmepumpe oder E-Boiler über eine automatische Steuerung entsprechend aktiviert werden. Das erspart den Stromeinkauf vom Netzbetreiber bzw. reduziert den Verkauf des Überschussstroms. Die Investition in eine PV-Anlage kann über den Einkommenssteuerausgleich als Sonderausgabe abgesetzt werden.

Die energetische Amortisation ist weitaus schneller erreicht. Der Energieaufwand für die Herstellung und die Rohstoffgewinnung wird je nach Modell nach 2,5 bis 5 Jahren durch die Energieproduktion der Anlage gedeckt.

Einspeisetarife

Die meisten Stromhändler stellen bei gewünschter Einspeisung die Bedingung, dass man auch gleichzeitig KundIn bei diesem Energielieferanten ist. Der Einspeisetarif liegt zwischen 5 und 10 ct/kWh und der Verbrauchspreis zwischen 14 und 23 ct/kWh (inkl. Energie, Netze, Steuern und Abgaben). Einen Überblick über die Stromhändler und deren Bedingungen finden Sie auf www.pvaustria.at und im Tarifkalkulator auf der Website der E-Control.

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