Weihnachten mit weniger Mist: Batterien einsparen und reparieren lassen

Medieninformation: Tipps der Initiative „natürlich weniger Mist“ für umsichtiges Schenken. 13. Dezember 2021

Spielzeugbügeleisen aus Holz

Bewusste Auswahl der Geschenke steigert die Freude und verringert die Abfallmengen. Kabel statt Batterien sowie Reparatur bzw. Secondhand statt Neukauf lautet das Motto für nachhaltige Weihnachtsgeschenke. Die Initiative „natürlich weniger Mist“ der Stadt Wien hat auf der Website www.wenigermist.at/nachhaltige-weihnachtsgeschenke viele Tipps für ein stimmungsvolles Fest.

Blinkende Schuhsohlen, sprechendes Spielzeug, kabellose Musikboxen: Es gibt viele strombetriebene Verlockungen für Groß und Klein, aber mindestens ebenso viele umweltschonende Alternativen, um zu Weihnachten Freude zu bereiten. „Wegwerfbatterien waren gestern. Moderne Weihnachtsgeschenke sind entweder analog, kommen ganz ohne Strom aus oder werden über Kabel betrieben. Generell sollte bei der Auswahl auf umweltfreundliche Inhaltsstoffe geachtet werden. So gibt es viele Alternativen aus Holz statt Kunststoff. Individuell hergestellte Geschenke haben für die Beschenkten ebenso einen Mehrwert im Vergleich zur gekauften Massenware. Auch einen Gutschein zu schenken, freut nicht nur den beschenkten Menschen, sondern auch die Umwelt“, erklärt Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky.

3 x umweltschonend feiern

  • Sorgfältige Auswahl beim Schenken: Möglichst Geschenke ohne Batterien aussuchen! Das schont im Gegensatz zu bunt blinkenden Spielsachen die Umwelt und auch die Nerven. Wenn es ein strombetriebenes Geschenk sein soll, dann mit Stromkabel. Auf Spielzeug mit fix verbauten Batterien sollte generell verzichtet werden. Langlebige Qualitätsprodukte, die im Idealfall auch repariert werden können, machen länger Freude als Wegwerfprodukte!
  • Romantik ohne Batterien: Weihnachtsbeleuchtung mit Kabel zur Steckdose spart jede Menge Batterien oder Akkus ein. Und wenn niemand im Raum ist oder alle schlafen, hilft Ausstecken bzw. Abdrehen beim Energiesparen. Die schönste, romantische Alternative ist die gute, alte Kerze.
  • Unliebsame Überraschungen ersparen: Mit den Beschenkten vorab die Wünsche zu besprechen, spart Retoursendungen beim Onlinekauf oder Dinge, die unbenutzt in der hintersten Ecke bzw. im Restmüll landen.

Gutscheine liegen im Trend und machen keinen Mist

Am liebsten legen Österreich*innen Gutscheine unter den Christbaum. Bei einer Analyse von Statista aus dem Vorjahr haben 52 % der Befragten angegeben, Gutscheine zu verschenken. Das hat den großen Vorteil, dass die Beschenkten selbst auswählen können und der Umtausch bzw. im Onlinehandel die Retoursendung entfällt. Rund ein Viertel der Pakete, die in Österreich im Auftrag des Online-Handels transportiert werden, beinhaltet Retourware. Hier sind Gutscheine eine elegante Lösung. Sie ersparen nicht nur unnötige Transportkosten, sondern vermeiden auch Verpackungsmüll.

Nachhaltige Geschenkideen: Reparatur und Secondhand

Eine schöne Alternative zu einem neuen Geschenk ist die Reparatur eines liebgewonnenen Gegenstands oder ein individuelles Secondhand-Stück: zum Beispiel ein neuer Bezug fürs bequeme Sofa, die Reparatur des Fernsehers oder authentische 70er-Jahre-Deko vom Secondhandmarkt. Einzigartige Gebrauchtstücke bieten unter anderem der 48er-Tandler und die Betriebe des Reparaturnetzwerks Wien.

Auch nach Weihnachten an die Umwelt denken

Und wenn die gut gemeinten Geschenke doch nicht brauchbar sind, dann muss man diese nicht entsorgen, sondern kann damit anderen eine Freude bereiten: Entweder gibt man diese an Freunde oder Bekannte weiter oder an sozial-ökonomische oder kommunale Sammeleinrichtungen. So ist jeder Wiener Mistplatz mit 48er-Tandlerboxen ausgestattet, wo gut erhaltene Waren unkompliziert abgeben werden können. Die Waren werden anschließend im 48er-Tandler günstig verkauft oder bei Bedarf an soziale Einrichtungen weitergegeben.

Weitere Informationen

Zahlreiche Tipps für Weihnachten mit wenig Abfall aber viel Freude bietet die Initiative „natürlich weniger Mist“ auf www.wenigermist.at/nachhaltige-weihnachtsgeschenke und auf www.wenigermist.at/batteriefreie-stimmungsvolle-weihnachten.

„natürlich weniger Mist“, eine Initiative der Stadt Wien, forciert richtungsweisende Aktivitäten zur Schonung wertvoller Ressourcen und für ein umweltfreundliches Leben.

Sabine Seidl
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DIin Sabine Seidl
DIE UMWELTBERATUNG

Telefon: 01 803 32 32 - 72
mobil: 0699 189 174 65
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Beim Online-Shopping auf die Umwelt achten

Medieninformation: DIE UMWELTBERATUNG empfiehlt, überlegt einzukaufen und hat Adressen für den ökologischen Online-Einkauf von Textilien, Lebensmitteln und Gartenprodukten. 25. November 2021

Shopping am Tablet zuhause

Black Friday-Angebote und Lockdown kurbeln den Online-Handel an. DIE UMWELTBERATUNG gibt auf ihrer Website Tipps, was vor, bei und nach dem Online-Shopping für den Umweltschutz getan werden kann: www.umweltberatung.at/umweltschonendes-shopping

Neun von zehn Onlineshops in der Schweiz und Österreich sind während der Pandemie gewachsen und die Hälfte der befragten Onlinehändler*innen hat laut einer Umfrage  viele Neukund*innen gewonnen. Bewusstes Auswählen statt spontan einkaufen trägt dazu bei, die Umweltauswirkungen der Online-Käufe zu reduzieren. „Die 3 wichtigsten Punkte vor jedem Kauf sind: Zuerst überlegen, was wirklich gebraucht wird, außerdem Reparaturmöglichkeiten abklären und Secondhand-Angebote suchen“, erklärt Christian Fenz, Ressourcenexperte von DIE UMWELTBERATUNG.

VOR dem Online-Kauf

Um Retoursendungen und damit Transportwege zu vermeiden, ist gute Information vor dem Kauf wichtig, also: Produktbeschreibungen genau durchlesen und überlegen, ob das Produkt den Ansprüchen genügt. Auch Umwelt- und Sozialstandards zu berücksichtigen, ist ein großes Plus beim Einkauf. Gerade für Mode gibt es ein großes Angebot an ökologisch und fair produzierten Textilien und Secondhandware.

Bestellung und Abholung

Auch viele kleinere Geschäfte haben inzwischen Online-Shops. Wer bei Händler*innen um die Ecke bestellt, trägt dazu bei, Arbeitsplätze in der Region zu erhalten. Wer Standardlieferung statt Express-Zustellung auswählt, trägt zum Umweltschutz bei. Denn bei der Standardlieferung kann das Paket mit einem optimal ausgenutzten LKW transportiert werden. Und wenn die Zustellung nicht geklappt hat: Wer kleine Waren zu Fuß oder mit dem Fahrrad statt mit dem Auto von der Abholstation holt, hält sich fit und schont die Umwelt.

Weitere Informationen

Shopping am Tablet zuhause

Weitere Informationen zum Onlineshopping sind auf www.umweltberatung.at/onlineshopping-ein-trend zu finden.

DIE UMWELTBERATUNG hat Links für den Online-Einkauf von Ökomode, Lebensmitteln, und Gartenprodukten zusammengestellt:

www.umweltberatung.at/themen-einkaufen-textilien/einkaufsquellen-fuer-oekotextilien
www.umweltberatung.at/bio-essen-lieferservice
www.umweltberatung.at/biofleisch-abhof-geliefert
www.umweltberatung.at/themen-essen-biolebensmittel/biokistl-anbieterinnen-aus-oesterreich
www.umweltberatung.at/online-shops-biologisch-gaertnern   

Individuelle Beratung zum ökologischen Leben bietet DIE UMWELTBERATUNG an der Hotline 01 803 32 32.

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Besser leben – nichts verschwenden: 7 Videos zeigen Initiativen für weniger Mist in Wien

Medieninformation 19. November 2021

Fahrradreparatur

Reparieren, Tauschen, Teilen und Selbermachen hilft Müll zu vermeiden und die Umwelt zu schützen. Sieben Videos über Wiener Initiativen, bei denen man gemeinsam aktiv werden kann, werden auf www.wenigermist.at/7Initiativen vorgestellt. Die kurzweilige und charmante Videoreihe macht Lust aufs Mitmachen und Nachmachen. Unter allen Facebook-User*innen, die weitere solcher Initiativen in Wien nennen, werden kleine Preise verlost.

„natürlich weniger Mist“, eine Initiative der Stadt Wien, forciert richtungsweisende Aktivitäten zur Schonung wertvoller Ressourcen und für ein umweltfreundliches Leben. Zum Alltag einer nachhaltigen Stadt der Zukunft gehören Orte an denen man gemeinsam zu tüfteln, werkeln und Dinge teilen kann, sowie ein gutes Secondhand-Angebot. Die sieben neuen Videos auf www.wenigermist.at/7Initiativen und facebook.com/wenigermist zeigen konkrete Möglichkeiten, um Gegenstände möglichst lange zu nutzen - vom Leihladen bis zur Kleidertauschbörse.

„Wer Abfall vermeidet, trägt aktiv zum Klimaschutz bei“, ist Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky überzeugt: „Unsere Initiative zeigt, dass sich das oft ganz einfach mit Kreativität und der Möglichkeit, Neues kennen zu lernen, verbinden lässt!“

„Engagement, Kreativität und einfach keine Lust drauf, so viel wegzuschmeißen – das ist diesen Initiativen gemeinsam. Sie sind zu Institutionen geworden, die aus Wien nicht mehr wegzudenken sind. Die neuen Videos zeigen die Menschen, die dahinterstecken, und diejenigen, die das Angebot gerne annehmen“, sagt Daniela Einsiedler von DIE UMWELTBERATUNG.

Die 7 Initiativen im Überblick:

  1. Material-Koje, 1160: ein Umschlagplatz für Reststoffe, die als Ausgangsmaterial für etwas Neues dienen können
  2. Kleidertausch Wiener Wäsch: Kleidertauschbörsen an vielen verschiedenen Orten in Wien
  3. Nähsalon Nahtlos, 1070: eine Werkstatt mit Nähplätzen und Siebdruckatelier zum Mieten und Workshops rund um die Themen Nähen und Siebdruck
  4. Leila Wien, 1160: Wiens erste Bibliothek der Dinge, um Dinge auszuborgen statt sie zu kaufen
  5. Die Absteige, 1020: eine Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt mit großem Ersatzteillager
  6. Offene Werkstatt für Leder und Design im WUK, 1090: Vermittlung alter Handwerkstechniken und Unterstützung bei der Reparatur
  7. Offener Bücherschrank Matznerpark, 1140: eine ausrangierte Telefonzelle mit Büchern zum Mitnehmen und Bringen

Mitmachen: Ausprobieren und ein kleines Dankeschön gewinnen

Gesucht sind Wiener Initiativen, bei denen gemeinsam getauscht, geteilt und gewerkelt wird. Reparaturcafés und offene Bücherschränke werden langsam mehr. Kleidertauschbörsen gibt es aber eher selten und Zentren für gebrauchte Materialen oder Leihläden sind kaum zu finden. Das Team von wenigermist.at sucht neue und alteingesessene Initiativen, die das lange Nutzen von Gegenständen ermöglichen und damit Neukäufe ersparen. Wer bis zum 9. Dezember 2021 auf facebook.com/wenigermist solche Initiativen nennt, nimmt an der Verlosung von kleinen Preisen teil, wie Gutscheine vom 48er-Tandler, Trinkflaschen und 48er-Christbaumanhänger. 

Nachmachen: eine Initiative gründen

Für all jene, die im eigenen Grätzl noch nicht die richtige Initiative fürs Reparieren, Tauschen, Teilen oder Selbermachen gefunden haben, gibt es einen Ausweg: Gleichgesinnte finden und selbst eine Initiative auf die Beine stellen. Damit das klappt, wurden im Projekt „Repair und Do-it-yourself Urbanism“ Anleitungen zusammengestellt. Sie sind auf www.wenigermist.at/besser-leben-nichts-verschwenden zu finden.

Weitere Informationen

Die 7 Videos sind auf der Website www.wenigermist.at/7Initiativen zu finden.

Die Videos werden auch auf Facebook zu sehen sein. Unter allen Facebook-User*innen, die weitere Wiener Initiativen posten oder teilen, werden bis 9. Dezember 2021 kleine Geschenke als Dankeschön verlost.
 

Sabine Seidl
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Erfolgreich reparieren: Let'sFIXit erhält den Energy Globe Wien

Medieninformation: Let'sFIXit − ein Projekt von RepaNet, Österreichisches Ökologie-Institut und DIE UMWELTBERATUNG − erhielt den Energy Globe Wien in der Kategorie Jugend. 5. November 2021

Preisverleihung: Maximilian Wagner (RepaNet, Let’sFIXit Projektleiter), Wolfgang Neumann (Geschäftsführer Energy Globe Foundation)

Reparieren bringt´s! Das bestätigt auch die Jury des Energy Globe Awards mit ihrer Entscheidung, das Projekt Let'sFIXit auszuzeichnen. In diesem Projekt wurde das Thema Reparatur für den anschaulichen Schulunterricht aufbereitet. Vom Radlcheck über die Laptopwartung bis zur Fleckentfernung sind viele Tipps zur Instandhaltung von Alltagsgegenständen und auch Hintergrundinformationen zu Nutzungsdauer und Ressourcenschonung in den Let’sFIXit-Unterrichtsmaterialien beschrieben. Sie stehen auf www.repanet.at/letsfixit zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Der Energy Globe Award zeichnet jährlich herausragende, nachhaltige Projekte aus, die den Fokus auf Ressourcenschonung, Energieeffizienz und Einsatz erneuerbarer Energien richten. Im November 2021 wurde das Projekt Let'sFIXit mit dem Energy Globe Award Wien in der Award-Kategorie Jugend ausgezeichnet. „Diese Auszeichnung zeigt, dass wir mit unserer Intention, die Reparaturkultur von Jugend an wieder in den Alltag zu integrieren, den Nerv der Zeit treffen“, freut sich Matthias Neitsch, Geschäftsführer von RepaNet Österreich.

Tatkräftige Unterstützung beim Selbermachen

Die Let'sFIXit-Lernunterlagen machen deutlich, wie Wartung und Reparatur den Ressourcenverbrauch verringern. Die von Lehrenden in den Regelunterricht integrierbaren Module enthalten zahlreiche Anleitungen, um Wartungsarbeiten und kleine Reparaturen mit den Schüler*innen durchzuführen. „Bewusst weniger kaufen und Dinge reparieren und dadurch länger nutzen, so schaut umweltschonender, kostensparender Konsum aus. Mit Let‘sFIXit haben wir ein Zukunftsthema für den Unterrichtsalltag aufbereitet“, erklärt Mag. Elmar Schwarzlmüller, Ressourcenexperte von DIE UMWELTBERATUNG.

Praxis und Theorie ansprechend aufbereitet

Let'sFIXit ist für die Altersstufe 10 – 14 Jahre geeignet. Die verschiedenen Module der Let'sFIXit-Unterrichtsmaterialien erklären, was Reparieren mit Umweltschutz und nachhaltiger Ressourcennutzung zu tun hat. Im Unterricht werden damit Fragen behandelt wie: Was muss ich mir schon beim Einkauf überlegen? Wie können wir die Lebensdauer unserer Produkte verlängern? „Die frühzeitige und praxisnahe Auseinandersetzung mit Ressourcenschonung und Nachhaltiger Produktgestaltung ist wesentlich für das eigene Konsum- und Nutzungsverhalten“, bekräftigt DI Maria Kalleitner-Huber, langjährige Kreislaufwirtschaftsexpertin am Österreichischen Ökologie-Institut.

Die Lernunterlagen bestehen aus Unterrichtsmodulen zu Elektro(nik)geräten, Textilien und Fahrrädern sowie einer Toolbox mit Tipps für passendes Werkzeug. Die Praxisaufgaben zeigen Möglichkeiten zur Lebensdauerverlängerung durch Wartung und Reparaturen.

Weitere Informationen

Logo Let'sFIXit

Informationen und kostenloser Download der Let'SFIXit-Unterrichtsmaterialien:

Auch Workshops für Multiplikator*innen zur Integration der Module in den Unterricht werden angeboten. Informationen bei DIE UMWELTBERATUNG, Tel. 01 803 32 32

Die Let'sFIXit-Lernunterlagen wurden von RepaNet (Leadpartner), dem Österreichischen Ökologie-Institut und DIE UMWELTBERATUNG entwickelt. Dieses Projekt wurde von der Abfallvermeidungs-Förderung der Sammel- und Verwertungssysteme für Verpackungen VKS gefördert.

Sabine Seidl
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Essen retten – Klima schützen

Medieninformation: DIE UMWELTBERATUNG zeigte bei einer Online Veranstaltung Lösungen zum Vermeiden von Lebensmittelabfällen an Schulen auf. 29. Oktober 2021

Jausenbox mit Semmel und Gemüse

Weltweit werden von der Herstellung über den Verkauf bis zu den Kund*innen rund 30 % der genießbaren Lebensmittel weggeworfen. Rund die Hälfte davon fällt in privaten Haushalten an. Umso wichtiger ist es, dass schon Kinder und Jugendliche den Wert der Lebensmittel erkennen und die kreative Resteküche kennenlernen. Viele Möglichkeiten dazu stellten die hochkarätigen Expert*innen bei der Online-Tagung „Lebensmittelabfallvermeidung in der Schule“ vor.

Mehr als eine Million Tonnen Lebensmittelabfälle wären in Österreich jährlich vermeidbar. Weggeworfenes Essen ist sowohl ethisch als auch ökologisch bedenklich. „Zum moralischen Dilemma kommt noch hinzu, dass bei der Produktion von Lebensmitteln Treibhausgase freigesetzt werden – und das völlig umsonst, wenn die Lebensmittel nicht gegessen werden. Besonders schwer wiegt das bei tierischen Lebensmitteln, wie Fleisch, Wurst und Käse, weil ihre Herstellung mit hohem Treibhausgasausstoß verbunden ist“, machte Umweltberaterin Mag. Gabriele Homolka bei der Tagung auf die Dringlichkeit des Themas aufmerksam. Es referierten Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis - von der Universität für Bodenkultur, der Wiener Tafel, der Best oft the Rest ACADEMY, ATM Abfallwirtschaft Tirol Mitte, United Against Waste, dem Landeselternverband Wien, dem Ökologie Institut und DIE UMWELTBERATUNG. Sie motivierten die 200 Teilnehmer*innen aus allen Bundesländern, den wertschätzenden Umgang mit Lebensmitteln fächerübergreifend im Unterricht einzubauen − von der Volksschule bis zum Lehrlingsabschluss oder der Matura.

Lebensmittelabfälle sind vermeidbar

Das Credo der Veranstaltung lautete: Jeder Lebensmittelabfall ist vermeidbar! Es braucht nur Wissen, Motivation dazu und positive praktische Erfahrungen. „Es ist so wichtig, den Menschen den Wert der Lebensmittel näher zu bringen. Von klein auf sollten Kinder beim Kochen mit dabei sein und mitbekommen, wie aus schrumpeligen Karotten noch eine wohlschmeckende Karottensuppe wird“, überzeugte Elke Oberhauser von Best of the Rest die Zuhörer*innen.

Vom Sensorik Labor bis zur Schatzsuche am Feld

Die Teilnehmer*Innen lernten Methoden kennen, um den Unterricht zum Thema Vermeidung von Lebensmittelabfällen interaktiv und lebendig zu gestalten. Egal ob Verkostungen von Naturjoghurts mit verschiedenen Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD), das Nachernten am Feld oder Spiele zur richtigen Lagerung im Kühlschrank, der sorgsame Umgang mit Lebensmitteln kann spannend und spielerisch erlernt werden. Die Wiener Tafel zeigte mit dem Sensorik Labor, dass man sich auf die eigenen Sinne verlassen kann: Joghurt, das eine Woche über dem MHD ist, schmeckt einwandfrei. Auch Methoden für den digitalen Unterricht und für hybrides Lernen sowie digitale Tools für das Smartphone wurden vorgestellt.

Flexible Küche reduziert Abfälle

61.000 Tonnen Lebensmittelabfälle fallen in Österreichs Großküchen pro Jahr an. Ein Teil davon stammt aus Schulkantinen. Grund genug, sich mit Vertretungen aller Beteiligten, wie Schüler*innen, Pädagog*innen, Eltern und natürlich auch mit den Schulverpfleger*innen an einem Tisch zu setzen und Verbesserungspotentiale auszuloten. Lösungen wie variable Portionsgrößen, Einzelgerichte statt fixer Menüs, ausgeklügelte Bestellungen und verstärkte Kommunikation über abfallreduzierende Maßnahmen bringen raschen Erfolg.

Inspirationen online

Die Informationen der Referent*innen und Linkempfehlungen sind nun auf der Website von DIE UMWELTBERATUNG zu finden. So profitieren weitere Schulen von diesem Wissen und können Maßnahmen zur Reduktion der Lebensmittelabfälle an ihrer Schule umsetzen.

Weitere Informationen

Präsentationen und Handouts zu den Vorträgen und Linksammlung zu didaktischen Methoden für den Unterricht: www.umweltberatung.at/webinar-lebensmittelabfaelle-inderschule

Weitere Unterrichtsmaterialien und Veranstaltungen zu verschiedenen Umweltthemen sind auf www.umweltberatung.at/bildung zu finden.

Das Webinar wurde durch die Abfallvermeidungs-Förderung der österreichischen Sammel- & Verwertungssysteme für Verpackungen finanziert.

Sabine Seidl
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Einwegpfand ist gut, Maßnahmen pro Mehrweg zu mutlos

Medieninformation: DIE UMWELTBERATUNG sieht Nachbesserungsbedarf bei der Förderung von Mehrwegsystemen. 27. Oktober 2021

Flaschen, Getränkekarton, Dose

DIE UMWELTBERATUNG begrüßt die für 1. Jänner 2025 festgelegte Einführung eines Pfands auf Einweg-Getränkeverpackungen. Einweg-Pfand wirkt der Vermüllung der Natur entgegen und die Einweg-Abfälle können durch die sortenreine Erfassung auch besser recycelt werden. Schwere Mängel ortet DIE UMWELTBERATUNG jedoch bei der ebenfalls angekündigten Regelung für Mehrweg-Getränkeverpackungen.

Einweg-Pfandsysteme sind in Europa seit Jahren auf dem Vormarsch und es ist erfreulich, dass nun endlich auch in Österreich ein Pfand auf Einweg-Getränkeverpackungen eingeführt wird. Am wenigsten Abfall entsteht allerdings bei Mehrwegflaschen, die zuerst viele Male wieder befüllt werden, bevor schließlich auch sie ins Recycling gelangen. Daher ist es wichtig, die Einführung eines Einweg-Pfands mit ambitionierten, verbindlichen und effektiven Maßnahmen für eine deutliche Steigerung des Mehrweg-Anteils zu kombinieren.

„Wir begrüßen ausdrücklich das Bemühen, ein Pfand auf Einwegverpackungen einzuführen und Maßnahmen zur Förderung von Mehrwegsystemen zu setzen. Die Neuregelung für Mehrwegsysteme im Abfallwirtschaftsgesetz reicht jedoch nicht, um tatsächlich eine deutliche Steigerung der Mehrwegquote sicherzustellen. Man hofft offenbar weiterhin auf den guten Willen der Handelsunternehmen“, erklärt Mag. Elmar Schwarzlmüller, Ressourcenexperte von DIE UMWELTBERATUNG.

5 Kritikpunkte betreffend Mehrwegregelung

  • Startverzögerung: Die Mehrweg-Regelung gilt mit Einschränkungen ab 2024 und erst ab Anfang 2025 in vollem Umfang – bis dahin verstreicht wertvolle Zeit.
  • Mehrwegquoten viel zu niedrig: Die Ziele reichen nicht, um den Mehrweganteil merklich zu steigern. Bis 2025 sollen 25% der Getränke in Mehrflaschen verkauft werden, das wäre aber auch schon bis 2023 möglich. Und bis 2030 sollen 30% der Getränke in Mehrweggebinden verkauft werden, dabei wären 55% machbar - wie ursprünglich im sogenannten „3-Punkte-Plan“ vorgesehen.
  • Extrem niedrige Vorgaben für Mineralwasser und Bier: Für Bier und Wasser wurde der vorgegebene Mindestanteil an angebotenen Mehrwegprodukten im Vergleich zum ursprünglichen Entwurf der Regelung massiv gesenkt – von 60% auf 15% (!) bei Bier und von 20% auf 15% bei Wässern. Eine Steigerung dieser niedrigen Prozentsätze im Lauf der Zeit ist nicht vorgesehen.
  • Kleine Verpackungen bei Berechnungen einfach ignoriert: In die Berechnung der Vorgaben für das Mehrwegangebot bei Wasser, Saft und alkoholfreien Erfrischungsgetränken werden Getränke in Verpackungen bis zu 0,5l nicht miteinbezogen! Das betrifft etwa die Hälfte der Einweggebinde in diesen Getränkekategorien, also fast 1 Milliarde Verpackungen. Dabei machen gerade diese Kleinstgebinde besonders viel Müll.
  • Der Erfolg wird am Angebot gemessen statt am tatsächlichen Verkauf! Die Mehrwegregelung legt nur fest, wieviel % der Getränke vom Handel in Mehrweggebinden angeboten werden müssen. Sie schreibt aber nicht vor, wie hoch der Mehrweganteil bei den tatsächlich verkauften Getränken sein muss, obwohl gerade das entscheidend für den Umweltschutz wäre! Wenn beispielsweise Getränke in Mehrwegflaschen teurer verkauft werden als solche in Einwegflaschen und sich deshalb schlecht verkaufen, sind Mehrwegquote und Umweltwirkung gering, auch wenn die Prozentsätze betreffend Angebot erfüllt sind.

„Positiv sehen wir neben der Einführung des Einweg-Pfands, dass nun auch die Diskonter erste Schritte in Richtung Mehrweg gehen müssen. Aber das sind aus unserer Sicht zu kleine Schritte um eine echte Trendwende weg von der Wegwerfgesellschaft hin zu einer echten Kreislaufwirtschaft, Abfallvermeidung und nachhaltigem Konsum zu schaffen. Wir hätten uns mehr Mut und ambitioniertere Schritte zur Förderung von Mehrweg erwartet“, so Schwarzlmüller.

Weitere Informationen

Im Infoblatt „Ranking der Getränkeverpackungen“ vergleicht DIE UMWELTBERATUNG Getränkeverpackungen und gibt Empfehlungen zur ökologischen Wahl der Verpackung. Kostenloser Download des Infoblattes auf www.umweltberatung.at/gvp 

Individuelle Beratung zum ökologischen Leben bietet DIE UMWELTBERATUNG an ihrer Hotline, Tel. 01 803 32 32.

Sabine Seidl
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Gans wohl auf dem Teller und im Kleiderschrank

Medieninformation: DIE UMWELTBERATUNG bietet Hintergrundinfos und praktische Tipps, um beim Einkaufen das Tierwohl zu berücksichtigen, 15. Oktober 2021

Gänse auf der Weide

Müssten wir unsere Daunen selber rupfen oder die Gans schlachten, würden wir wohl die Finger von Daunenjacken lassen und zu Martini Maroni braten. Unser Lebensstil erzeugt viel Tierleid. Wie sich das bei Lebensmitteln, Textilien und Kosmetik ganz einfach vermeiden lässt, zeigt DIE UMWELTBERATUNG auf www.umweltberatung.at/tierwohl.

Tierwohl durch den persönlichen Lebensstil zu steigern, ist ganz einfach. Sei es durch eine Ernährungsumstellung hin zu weniger tierischen und mehr pflanzlichen Lebensmitteln oder durch den Griff zu nachhaltig produzierten Textilien oder tierversuchsfreien Kosmetikartikeln. Es gibt im Alltag viel Spielraum für Verbesserung! DIE UMWELTBERATUNG zeigt, wie mehr Fairness gegenüber den Tieren und der Umwelt möglich ist.

Mehr Tierwohl beim Essen

„Ein wichtiger Schritt zum eigenen Wohl und zum Tierwohl ist, mehr von der Pflanze und weniger vom Tier zu essen“, erklärt Michaela Knieli, Ernährungswissenschafterin bei DIE UMWELTBERATUNG. Doch man muss nicht zwingend vegan leben, um das Tierwohl zu verbessern. Wer beim Einkauf ausschließlich Bioprodukte oder Produkte mit höheren Tierwohlstandards kauft, sorgt schon für deutliche Verbesserung. Auf eine Ernährung mit reichlich Gemüse, Linsen, Bohnen und Vollkorn sollte trotzdem nicht vergessen werden.

Mehr Tierwohl im Kleiderschrank

Felle, Wolle, Daunen und Seide waren früher kostbares Gut, doch mittlerweile werden sie als Massenware produziert und der steigende Konsum feuert die schlechten Haltungsbedingungen bei Schafen, Gänsen & Co an. Früher hat die Suche nach tierwohlgerechten Alternativen nur zu Kunstfasern geführt, daran hat sich viel geändert. „Alternative Angebote gibt es mittlerweile viele. Wer auf Tierwohl Wert legt, muss sich nicht mehr in Plastik hüllen“, weiß Michaela Knieli. Bio-Wolle, der himmlisch weiche Kapok oder recycelte Fasern sind gute Alternativen aus der Natur.

Mehr Tierwohl im Kosmetiktiegel

Tierversuche in der Kosmetik sind für tierliebende Menschen schon lange ein rotes Tuch. Durch bewusste Produktwahl bei der Körperpflege lässt sich viel unnötiges Tierleid vermeiden. Die beste Wahl ist zertifizierte Naturkosmetik oder Biokosmetik, die zusätzlich auch das Gütesiegel für Tierwohl auf der Verpackung trägt. Wer Naturkosmetik selbst herstellt, weiß genau, was drin ist, und kann damit auch Tierwohl vermeiden.

Weitere Informationen

An ihrer Hotline bietet DIE UMWELTBERATUNG individuelle Beratung rund um den ökologischen Lebensstil: Tel. 01 803 32 32

Sabine Seidl
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Mit Umwelt-Know-how ins neue Schuljahr

Medieninformation: DIE UMWELTBERATUNG hat ihre Website mit umfassenden Angeboten für Pädagog*innen soeben aktualisiert. 13. September 2021

Sprechblasen als Symbol für Umweltbildung

DIE UMWELTBERATUNG bietet eine große Auswahl an Materialien, Methoden und Hintergrundinfos zum Umwelt- und Klimaschutz für den Unterricht. Der Themenbogen spannt sich von Klimaschutz über Lebensmittelproduktion bis hin zu Reparatur und Ressourcenschonung. Im Oktober findet eine Weiterbildung zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen an Schulen statt, es sind noch Plätze frei. Den Überblick über sämtliche Angebote gibt DIE UMWELTBERATUNG auf ihrer Umweltbildungswebsite, die rechtzeitig zum Schulbeginn aktualisiert wurde: www.umweltberatung.at/bildung

Multiplikator*innen, die in den Bereichen Schule, Freizeitpädagogik und Erwachsenenbildung arbeiten, bekommen bei ihrer Arbeit von DIE UMWELTBERATUNG Unterstützung. „Anschauliche, praxisorientierte Wissensvermittlung sorgt dafür, dass die Umweltthemen in den Köpfen und Herzen der Menschen ankommen. Das möchten wir den Pädagog*innen so leicht wie möglich machen und entwickeln daher laufend neue pädagogische Materialien und Methoden“, erklärt Mag.a Manuela Lanzinger von DIE UMWELTBERATUNG. Anlässlich des Schulbeginns präsentiert DIE UMWELTBERATUNG ihre Bildungsangebote auf der Website www.umweltberatung.at/bildung neu.

Weiterbildungen

Bei den angebotenen Weiterbildungen können Lehrende ihr Wissen rund um Klimaschutz und Bildung für nachhaltige Entwicklung erweitern. In den kommenden Webinaren werden Lösungsansätze zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen in der Schule vorgestellt und diskutiert. Sie finden am 18. und 19. Oktober 2021 statt und sind kostenlos. Lehrende aller Schulen, Studierende der Pädagogik, Direktor*innen, Schulverpfleger*innen und Elternvertreter*innen sind herzlich dazu eingeladen.

Eine große Auswahl an Downloads

Neben Unterrichtsbeispielen, Leitfäden für den Unterricht und Hintergrundinformationen stehen auch Arbeitsblätter und Spiele als Download zur Verfügung. Die Methodensets bieten Inspirationen für den anschaulichen Unterricht zu Themen wie Lebensmittelabfälle, Reparatur oder Auswirkungen der Modeindustrie. Die Lernunterlagen für den energie-führerschein® begleiten junge Menschen auf dem Weg zu Energiekompetenzen am Arbeitsplatz und im Alltag. Poster mit schönen Bildern und komprimierten Informationen, z.B. über Klimawandel, Schmetterlinge, Wassertiere und Bienen, können heruntergeladen und auch in gedruckter Form bestellt werden.

Beratungsangebote

DIE UMWELTBERATUNG berät und begleitet Kindergärten, Schulen und Bildungseinrichtungen auf ihrem Weg zum Österreichischen Umweltzeichen und zur Umsetzung von ökologischen Festen. Darüber bietet die Umweltbildungswebsite ebenso Informationen wie über Ausbildungen im Umweltbereich. Auch Netzwerke und Plattformen für nachhaltige Entwicklung werden vorgestellt.

Weitere Informationen

Informationen zu den Bildungsangeboten bietet DIE UMWELTBERATUNG auf www.umweltberatung.at/bildung und an ihrer Hotline: Tel. 01 803 32 32.

Die Details zu den Webinaren „Vermeidung von Lebensmittelabfällen in der Schule“ sind auf www.umweltberatung.at/webinar-lebensmittelabfaelle-inderschule zu finden.

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„Earth Overshoot Day“ am 29. Juli – ein Weckruf für bewusstes Leben

Medieninformation: DIE UMWELTBERATUNG gibt Tipps zum ressourcenschonenden Konsum. 29. Juli 2021

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Der “Earth Overshoot Day” erinnert uns jährlich an den extremen Ressourcenverbrauch auf der Welt. Ab diesem Tag ist das Ressourcendepot ausgeschöpft, welches die Erde in einem Jahr zur Verfügung stellen kann. Den Rest des Jahres leben wir auf Pump – zum Schaden künftiger Generationen. Damit in Zukunft der „Earth Overshoot Day“ auf einen späteren Tag des Jahres fällt, müssen wir bewusster konsumieren und die Ressourcen schonen. Dazu braucht es bewusstes Verwenden von langlebigen Produkten anstatt spontane Schnäppchenkäufe in Onlineshops.

Der Anstieg des Onlineshoppings bringt viel Verpackungsabfall mit sich und kann zu starkem Transportaufkommen führen – das liegt unter anderem an den hohen Rücksendequoten. Ein Viertel der Onlinebestellungen wird wieder zurückgesendet. Da es in Österreich keine gesetzlichen Rahmenbedingungen zum Umgang von Retourware gibt, können Unternehmen diese aus Kostengründen sogar entsorgen. Oftmals haben Onlineshops keine passenden Kartons für alle Produktgrößen, wodurch kleinste Dinge in riesigen Kartons geliefert werden. “Wer im regionalen Einzelhandel kauft, spart Kartonagen, Füllmaterial und Retoursendungen. Noch ressourcenschonender als ein Neukauf sind Reparaturen und Secondhand-Ware“, appelliert DI Christian Fenz, Ressourcenexperte von DIE UMWELTBERATUNG.

Vier Schritte zur verantwortungsvollen Konsumentscheidung:

  • Brauche ich das wirklich? Impulskäufe durch verlockende Werbeschaltungen vermeiden, indem man sich die zentrale Frage vor dem Kauf stellt: „Brauche ich das wirklich?“
  • Ist eine Reparatur möglich? Reparieren von defekten Dingen anstatt sie wegzuwerfen, spart Ressourcen und verringert Abfall. Außerdem schaffen Reparaturwerkstätten Arbeitsplätze und wahren das Know-how und die Wertschöpfung in der Region. Letztlich spielt die Lebensdauer des Produktes eine wichtige Rolle. Zum Beispiel entstehen 72% der Umweltauswirkungen eines Handys nicht während der Nutzungsphase, sondern bei Herstellung und Entsorgung! Umso wichtiger ist eine Reparatur, um das Gerät möglichst lange zu nutzen.
  • Secondhand statt Neukauf! Wenn etwas gebraucht wird, sind Secondhand-Geschäfte, Flohmärkte oder Freunde und Familie die erste Anlaufstelle. Refurbished-Shops bieten generalüberholte Geräte in Top-Zustand an. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch die Geldbörse.
  • Sorgfältig aussuchen! Durch sorgfältige Auswahl der Produkte schon beim Bestellen können Retoursendungen vermieden werden. Anstatt Kleidungsstücke in mehreren Größen zu bestellen, kann man jetzt wieder die Geschäfte in der Nähe besuchen: einfach durchprobieren und dabei persönliche Beratung genießen – so lässt sich leicht das Passende finden.

Weitere Informationen

Im Artikel www.umweltberatung.at/onlineshopping-ein-trend nennt DIE UMWELTBERATUNG Zahlen und Fakten zum Onlinehandel in Österreich.

Tipps zum verantwortungsvollen Shopping sind auf www.umweltberatung.at/umweltschonendes-shopping gelistet.

Adressen von Reparaturprofis und Termine von Repair-Cafés sind auf www.reparaturnetzwerk.at zu finden.

Informationen zu Modegeschäften mit ökologischer Kleidung gibt es in der Öko-Textil Datenbank auf www.umweltberatung.at/einkaufsquellen-fuer-oekotextilien.

Beratung für ein rundum ökologisches Leben bietet DIE UMWELTBERATUNG an der Hotline 01 803 32 32.

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Natürliche Pflege von Haut und Haar mit wenig Mist

Medieninformation: DIE UMWELTBERATUNG hat Rezepte zum Selbermachen von Naturkosmetik, die Abfall spart. 23. April 2021

Selbstgemachte Naturkosmetik

Die Haut natürlich verwöhnen, Verpackung einsparen, faire und regionale Bio-Zutaten auswählen – das alles ist mit selbergemachter Kosmetik möglich. Im aktualisierten Infoblatt stellt DIE UMWELTBERATUNG naturbelassene Rezepte für die Do-it-yourself Hautpflege vor. Wer doch lieber fertige Produkte kauft, findet im Infoblatt die Gütesiegel für Natur- und Biokosmetik und für Tierwohl: www.umweltberatung.at/naturkosmetik

Bei Duschbad, Deo und Haarpflegemitteln sind Verpackungen aus Plastik oder Aluminium oft Standard. Kosmetik selber machen heißt nicht nur die Zutaten, sondern auch die Verpackung bewusst selbst auswählen zu können. Sandra Papes, Fachexpertin für Kosmetik bei DIE UMWELTBERATUNG, rät: „Am besten Glastiegel oder Sprühflaschen immer wieder befüllen. Für Lippenbalsam eignet sich zum Beispiel ein Mini-Marmeladeglas.“

Zutaten selber bestimmen

Die Wahl der Zutaten beim Selbermachen kann an die persönliche Vorliebe und Lebensweise und an die Saison angepasst werden: duftstofffrei oder wenige Tropfen eines bestimmten ätherischen Öls, vegan oder nicht vegan, mehr oder weniger fettende Hautpflege. DIE UMWELTBERATUNG empfiehlt regionale und faire Bio-Zutaten zu verwenden.

Einkaufen geht immer

Wenn die Lust und Zeit zum Selbermachen fehlt, gibt es im Supermarkt, Drogeriefachhandel, Reformhaus, Bioladen oder Onlineshop eine große Auswahl an natürlicher Kosmetik. Gütesiegel auf der Verpackung kennzeichnen zertifizierte Naturkosmetik und Biokosmetik – zum Beispiel Austria Bio Garantie, Demeter, NATRUE und COSMOS-Standard. Trägt das Produkt noch ein Gütezeichen gegen Tierleid oder ist es vegan, dann ist es ideal. Wichtige Siegel dafür sind der Hase mit schützender Hand, der hoppelnde Hase „Leaping Bunny“ und die Veganblume.

Weniger Verpackungsmüll

Auch beim Kauf fertiger Kosmetikprodukte lässt sich viel Abfall sparen. Eine Plastiktube ohne zusätzliche Kartonverpackung zu kaufen, spart unnötigen Abfall. Feste Kosmetik, wie Seifenstücke oder festes Haarshampoo, ist zu Recht momentan ein Trend! Weil sie kein Wasser enthalten, sind feste Kosmetikprodukte kleiner und brauchen daher weniger Verpackung, die auch noch aus Papier anstatt Plastik besteht.

Weitere Informationen

Das Infoblatt „Haut und Haar natürlich pflegen“ gibt es auf www.umweltberatung.at/naturkosmetik zum kostenlosen Download.

Einfache Anleitungen zum Selbermachen sind auf www.umweltberatung.at/diy-gesicht-koerper zu finden.

Individuelle Beratung zur natürlichen Körperpflege bietet DIE UMWELTBERATUNG an ihrer Hotline 01 803 32 32.

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Neue Mehrwegflaschen im Kommen!

Medieninformation: DIE UMWELTBERATUNG begrüßt die Ankündigung von PET- Mehrwegflaschen für Mineralwasser und fordert verbindliche Mehrwegquoten. 13. April 2021

Mineralwasser aus Plastikflasche

Bald soll es in Österreich Mineralwasser wieder in PET-Mehrwegflaschen geben. 2009 sind die stabilen, wiederbefüllbaren Kunststoffflaschen aus den Regalen verschwunden, jetzt hat Vöslauer das Comeback angekündigt. Damit setzt sich die vorsichtige Trendwende weg von Einweggetränkeverpackungen hin zu Mehrwegflaschen fort. DIE UMWELTBERATUNG begrüßt die Erweiterung des Mehrwegangebotes und fordert einmal mehr verpflichtende Mehrwegquoten.

Wer bei Mineralwasser auf Kunststoffflaschen setzt, weil sie leichter zu tragen sind, wird bald nicht mehr auf Wegwerfprodukte angewiesen sein. Denn voraussichtlich Anfang 2022 wird Vöslauer Mineralwasser in Mehrwegflaschen aus Kunststoff auf den Markt bringen. Die Vorbereitungen dafür sind am Laufen, wie heute verkündet wurde. „DIE UMWELTBERATUNG begrüßt diesen Schritt. Denn Mehrwegflaschen – ob aus Glas oder aus Kunststoff -  sind die nachhaltigsten Getränkeverpackungen“, zeigt sich Mag. Elmar Schwarzlmüller, Ressourcenexperte von DIE UMWELTBERATUNG erfreut.

Endlich wieder mehr Mehrweg!

Nach einer über zwei Jahrzehnte dauernden Talfahrt der Mehrwegsysteme geht es seit rund einem Jahr langsam wieder aufwärts mit den umweltfreundlichen Getränkeverpackungen. Milch und Getreidedrinks und auch Limonaden sind neuerdings in Glas-Mehrwegflaschen erhältlich.

Ohne Unterbrechung gab es Bier und Mineralwasser stets in Glas-Mehrwegflaschen zu kaufen. Bei den Leichtverpackungen war die Mehrweg-Auswahl in Österreich jahrelang gleich Null. Jetzt wird es auch hier wieder eine Mehrweg-Alternative geben. DIE UMWELTBERATUNG gratuliert Vöslauer zu dieser Entscheidung und hofft, dass weitere Hersteller*innen bei PET auf Mehrweg umsteigen. Denn trotz des Aufwandes für die Reinigung und Wiederbefüllung sind PET-Mehrwegflaschen den Einwegsystemen ökologisch überlegen.

Mehrwegflaschen im Langzeiteinsatz

PET-Mehrwegflaschen können 10 bis 20 Mal, Glas-Mehrwegflaschen je nach System 15 bis 50 Mal wieder befüllt werden. Dadurch fällt viel weniger Verpackungsabfall an. Konsument*innen schätzen Leichtverpackungen vor allem wegen des geringen Gewichts.

Gesetzliche Grundlagen schaffen

Die Bewegung in Richtung Mehrweg erfolgt langsam, für die notwendige echte Trendwende sind klare gesetzliche Rahmenbedingungen notwendig. Das würde auch Investitionssicherheit bringen für jene Firmen, die Mehrweg anbieten wollen. Es ist höchste Zeit, die im Regierungsprogramm angekündigten „verbindlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen inklusive konkreter Ziele für den Ausbau von Mehrwegsystemen, insbesondere auch für Getränkeverpackungen“ endlich umzusetzen. Verbindliche Mehrwegquoten wären ein großer Schritt für die Abfallvermeidung und Ressourcenschonung. Das Potenzial ist übrigens groß: Wir verbrauchen in Österreich jährlich rund 4 Milliarden Einweggetränkeverpackungen. Das sind ca. 7.500 Dosen, Einweg-Kunststoffflaschen, Einweg-Glasflaschen und Getränkeverbundkartons pro Minute.

Weitere Informationen

DIE UMWELTBERATUNG informiert auf ihrer Website über Mehrweg-Getränkeverpackungen: www.umweltberatung.at/mehrweg
Individuelle Beratung zum rundum ökologischen Lebensstil bietet DIE UMWELTBERATUNG an der Hotline 01 803 32 32.

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Reparaturnetzwerk: Jetzt den Wiener Reparaturbon nutzen!

Medieninformation: Das Reparaturnetzwerk Wien unterstützt die Wiener*innen seit 21 Jahren bei der Vermittlung seriöser Reparaturdienstleistungen. Nun ist das Netzwerk Partner des Förderprogramms „Wien repariert’s – Der Wiener Reparaturbon“. 21. September 2020

Reparaturbons

„Wien repariert’s!“ – nach diesem Motto bietet die Stadt Wien – Umweltschutz, auf Initiative der Umweltstadträtin Ulli Sima, ab sofort den neuen Wiener Reparaturbon an. Dieser Bon macht damit die Reparatur um bis zu 100,- Euro billiger. Einzulösen ist der Bon bei Betrieben des Reparaturnetzwerks, die am Förderprogramm teilnehmen. Das Reparaturnetzwerk Wien unterstützt auch mit Kund*innen-Beratung auf der Website und an der Hotline und achtet auf die Servicequalität der teilnehmenden Betriebe. Infos auf www.reparaturnetzwerk.at/wiener-reparaturbon

Im Reparaturnetzwerk arbeiten Reparaturprofis, die mit Leib und Seele tüfteln und auch die härtesten Reparaturnüsse knacken, und das bereits seit 21 Jahren. Derzeit sind rund 80 Betriebe im Reparaturnetzwerk aktiv. Die Netzwerksbetriebe können beinahe alles reparieren: Mobiltelefone, Möbel, Haushaltsgeräte und vieles mehr. Zum Start des Förderprogramms haben bislang 32 Betriebe  einen Kooperationsvertrag mit der Stadt Wien abgeschlossen. Bei ihnen kann der Wiener Reparaturbon eingelöst werden. „Der Wiener Reparaturbon ist eine großartige Gelegenheit, die Reparatur in Wien langfristig weiter voranzubringen – zum Vorteil von Umwelt, Konsument*innen und Betrieben“, freut sich Umweltberater Markus Piringer, Koordinator des Reparaturnetzwerks Wien.

Partner des Wiener Reparaturbon

Das Reparaturnetzwerk Wien ist Partner der Stadt Wien − Umweltschutz beim Wiener Reparaturbon. Bis zu 50 % der Bruttoreparaturkosten bezahlt die Stadt, wenn ein Bon eingelöst wird − maximal sind es 100 Euro pro Reparatur. Und falls keine Reparatur zustande kommt, werden bis zu 45 Euro für den Kostenvorschlag übernommen. „Sollte es Fragen von Kund*innen zum Wiener Reparaturbon geben, steht unsere Hotline gerne mit Auskunft zur Verfügung“, so Markus Piringer.

Im ersten Aktionszeitraum des Wiener Reparaturbons im Herbst 2020 stehen 100.000 € für die Reparaturförderung zur Verfügung. Für 2021 sind weitere 1,5 Millionen Euro vorgesehen. „Wir laden kompetente Betriebe ein, Teil der Reparaturbewegung in Wien und Partnerbetrieb im Reparaturnetzwerk zu werden“, ruft der Umweltberater auf.

Zusammenschluss seriöser Reparaturspezialist*innen

Reparaturbetriebe, die in das Reparaturnetzwerk Wien aufgenommen werden wollen, müssen strenge Aufnahmekriterien erfüllen. Dazu gehört unter anderem, dass sie ein breites Spektrum unterschiedlicher Marken reparieren und die Reparatur gegenüber dem Verkauf von Neuware im Vordergrund stehen muss. Auch die Kosten für die Erstellung eines Kostenvoranschlags sind nach oben hin gedeckelt. Die Website des Reparaturnetzwerks und die Hotline unterstützen die Wiener*innen dabei, einen passenden Reparaturbetrieb für ihren Reparaturfall zu finden. DIE UMWELTBERATUNG führt anhand der Rückmeldungen der Kund*innen ein laufendes Qualitätsmonitoring durch.

Das Reparaturnetzwerk

Das Reparaturnetzwerk bringt Mobiltelefone, Möbel, Haushaltsgeräte, Fahrräder, Kleidung, Unterhaltungselektronik, Messer, Lederwaren und vieles mehr wieder in Schwung. Informationen: www.reparaturnetzwerk.at

Details zum Wiener Reparaturbon: mein.wien.gv.at/wienerreparaturbon 

Die Hotline des Reparaturnetzwerkes wird von die DIE UMWELTBERATUNG betreut:
Tel. 01 803 32 32 -22, erreichbar Mo-Do 9:00-15:00 und Fr 9:00-12:00

Informationen zu den Aufnahmekriterien für Betriebe sind auf der Website des Reparaturnetzwerks zu finden: www.reparaturnetzwerk.at/mitglied-werden

Das Reparaturnetzwerk Wien wird von der Wiener Umweltstadträtin, der MA 48 und der Stadt Wien − Umweltschutz unterstützt und von DIE UMWELTBERATUNG betreut.

Sabine Seidl
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Fest einseifen!

Medieninformation: DIE UMWELTBERATUNG empfiehlt festes Haarshampoo, das einfach in der Anwendung und umweltschonend ist. 28. August 2020

Feste Shampoos auf Seifenschale

Haarshampoo in Form eines Seifenstückes statt in der Flasche spart die Plastikflasche und enthält kein Wasser und keine Konservierungsstoffe. Trägt das feste Shampoo auch noch ein Bio- oder Naturkosmetik-Gütesiegel, ist es die beste Lösung für die Umwelt und unsere Gesundheit.

Flüssiges Haarshampoo besteht zu mehr als der Hälfte aus Wasser, und das ist im wahrsten Sinne des Wortes überflüssig. „Festes Haarshampoo belastet die Umwelt wesentlich weniger als flüssiges. Weil es kein Wasser enthält, braucht es keine Konservierungsstoffe, keine Plastikverpackung und weniger Platz. Außerdem stecken weniger Duftstoffe und Farbstoffe drin“, erklärt Mag.a Sandra Papes, MSc. Festes Haarshampoo – das sind kleine Stücke in Papier oder Karton verpackt statt in großen Flaschen. Es braucht darum beim Transport weniger Platz als flüssiges Shampoo. Das ist nicht nur im LKW, sondern auch auf Reisen praktisch.

Auf das Gütesiegel achten

Es bieten bereits einige Handelsmarken festes Haarshampoo an, die ein Gütesiegel für Natur- und Biokosmetik wie NATRUE oder ECOCERT tragen. Diese Produkte sind wegen der Inhaltsstoffe aus natürlichem Ursprung besonders empfehlenswert.

Äußerst ergiebig

Das feste Haarshampoo-Stück wird entweder in den Händen aufgeschäumt oder direkt in die nassen Haare einmassiert. Durch das Reiben schäumt es ähnlich gut auf wie die flüssige Variante. Das feste Stück ist sehr ergiebig, da nur eine kleine Menge pro Haarwäsche verbraucht wird. Zum Trocknen kommt das Stück auf eine Seifenablage oder in ein Seifensäckchen.

Der Unterschied zur Haarseife!

Festes Haarshampoo ist anders zusammengesetzt als Haarseife und einfacher in der Anwendung. Nach der Verwendung von Haarseife muss das Haar mit Essigwasser gespült werden, um das Verkleben der Haare zu verhindern. Bei festem Haarshampoo ist diese Essigspülung nicht notwendig.

Nicht zu heiß und nicht zu lang waschen!

Damit der ökologische Nutzen der festen Haarseife nicht durch die Energie- und Wasserverschwendung bei der Haarwäsche zunichtegemacht wird, gilt:

  • Lauwarmes Wasser ist besser für die Haare als heißes. Und es kostet auch weniger Energie und Geld.
  • Das Wasser nur kurz laufen lassen! Haare nass machen und Wasser abdrehen. Dann festes Shampoo auf die Haare reiben, zum Schäumen bringen und kurz einwirken lassen. Schließlich mit Wasser gut ausspülen.

Weitere Informationen

Informationen über Gütesiegel und Rezepte für selbstgemachte Naturkosmetik bietet DIE UMWELTBERATUNG im Infoblatt „Naturkosmetik selbstgemacht“ auf www.umweltberatung.at/naturkosmetik .

Informationen zum Sparen von Warmwasser auf www.umweltberatung.at/gut-fuers-boersl-wasser-sparen.

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Jetzt das Low Waste-Experiment starten!

Medieninformation: www.wenigermist.at zeigt Tipps, wie der verpackungsfreie Einkauf von Lebensmitteln gelingt. 15. Juli 2020

Gewürze im Glas

Komplett überfüllte Restmülltonnen: Corona hat vor Augen geführt, wie viele Lebensmittelverpackungen anfallen, wenn mehr Menschen zuhause sind und sich selbst versorgen müssen. Auf www.wenigermist.at und www.facebook.com/wenigermist gibt es Tipps zum Vermeiden von Einwegverpackungen, zum Beispiel bei Brot, Milch, Käse und  Nudeln.

Paradeiser in der Kartonschale mit Plastikfolie, Brot im Papiersack mit Sichtfenster, Butter im alubeschichteten Papier, Schnittlauch in der Plastikfolie und das Joghurt im Plastikbecker mit Aludeckel: „Selbst eine einfache Jause lässt den Müllberg durch Einweg-Verpackungen gehörig wachsen. Der Aufwand an Material und Energie zur Herstellung der Einwegverpackungen ist für ihre kurze Lebensdauer viel zu hoch. Mehrweg heißt die Alternative“, appelliert Mag.a Gabriele Homolka, Ernährungswissenschaftlerin von DIE UMWELTBERATUNG.

Einkaufen mit weniger Mist: Tipps auf Facebook

Zum Glück gibt es mittlerweile viele Möglichkeiten, den Verpackungswahnsinn im Alltag zu umgehen. Mit einer Grundausstattung an Transportbehältnissen ist man für alle Fälle gerüstet.

Die wichtigsten Basics für den Low-Waste-Einkauf

  • Waschbare Netze: Hier kann Gemüse, Obst oder Gebäck eingefüllt werden. Durch die Maschen des Netzes sieht man an der Kassa gut, was eingepackt wurde und muss es nicht mehr herausnehmen.
  • Waschbare Stoffsackerl: In den Sackerln aus Baumwolle oder Leinen können Brot, Gebäck, aber auch Nudeln und Reis für den Transport platzsparend verpackt werden. Zuhause kann man sie zur Aufbewahrung in saubere Gläser umfüllen. Die waschbaren Sackerl können aus Alttextilien selbst genäht werden. Es gibt sie aber auch bereits fertig zu kaufen.
  • Transportboxen: Behälter aus festem Kunststoff oder Glas sind perfekt für den Heimtransport von Käse, Wurst oder Fleisch. Sie lassen sich gut stapeln und finden so ihren Platz im Kühlschrank.
  • Mehrweg-Glasflaschen: Die Mehrweg-Glasflaschen für Bier, Mineralwasser, Saft, Milch oder andere Milchprodukte werden von den Herstellern bis zu 40-Mal wieder befüllt und reduzieren den Ressourcenverbrauch für Verpackungen erheblich!

Wo kann man so einkaufen?

Die gute Nachricht! So gut wie jeder Supermarkt akzeptiert in der Frischwarenabteilung mittlerweile selbst mitgebrachte Boxen. Und auch wiederverwendbare Netze werden schon in jedem Supermarkt angeboten.

Einkauf auch ganz ohne Verpackung

Unverpackt-Läden sind auf den verpackungsfreien Einkauf spezialisiert. Hier bekommt man das gesamte Lebensmittel-Sortiment in individuellen Mengen. Auch Hofläden, Naturkostläden und Biokisten haben ein wachsendes Sortiment an unverpackten Lebensmitteln bzw. Lebensmitteln in Pfandgläsern. Und auf Märkten wird es immer üblicher, dass sich die Kund*innen ihre eigenen Sackerl für den Transport mitnehmen. Also nur Mut, und einfach ausprobieren!

Weitere Tipps für den verpackungsfreien Einkauf auch auf Facebook

Informationen zum verpackungsfreien Einkauf für verschiedene Lebensmittelkategorien bietet die Website www.wenigermist.at/lebensmittel-verpackungen.
Auf www.facebook.com/wenigermist erscheinen im Sommer wöchentlich 2 Tipps, die zum Einkaufen mit weniger Mist motivieren. Die Facebook-User*innen sind auch eingeladen, dort ihre persönlichen Tipps zu posten.

Sabine Seidl
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Reparaturnetzwerk Wien: Reparieren erhält regionale Arbeitsplätze

Medieninformation: Reparieren statt Wegwerfen hält Arbeitsplätze und Wertschöpfung in der Region. 4. Juni 2020

Fahrradreparatur

Die Corona-Pandemie hat weltweit eine Menge Jobs gekostet, auch in Wien sind viele Arbeitsplätze betroffen. Reparieren erhält Arbeitsplätze und belässt die Wertschöpfung in der Region. Aus ökologischer Sicht schneidet die Reparatur auch wesentlich besser ab als der Neukauf. Die rund 80 Betriebe im Reparaturnetzwerk Wien reparieren so gut wie alles -  vom Laptop bis zur Ledertasche. Infos dazu auf www.reparaturnetzwerk.at und an der Hotline 01 803 32 32 – 22.

Auch Reparaturbetriebe wurden durch die Ausgangsbeschränkungen hart getroffen. „Reparaturen wurden während der Ausgangssperre oft kurzerhand durch Neukauf in Online-Shops ersetzt. Dass künftig wieder weniger gekauft und mehr repariert wird, ist wichtig für die Umwelt, das Klima und die regionale Wirtschaft“, erklärt Markus Piringer von DIE UMWELTBERATUNG.

Reparieren hält Arbeitsplätze und Wertschöpfung in der Region

Wenn Haushaltsgeräte und Gebrauchsgegenstände über Online-Shops eingekauft werden, fließt der Großteil der Wertschöpfung aus der Region ab. Die Produkte werden in der Regel nicht in Österreich produziert, und auch die großen Online-Versandhandelsunternehmen sind internationale Unternehmen, die keine Steuern in Österreich zahlen. Hingegen bleibt bei einer Reparatur vor Ort die Wertschöpfung im Land.

Das Reparaturnetzwerk Wien hat dazu ein breites Angebot: Egal ob Fahrräder, Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik, Möbel, Handtaschen, Schneidwerkzeuge oder vieles mehr - im Reparaturnetzwerk Wien werden unterschiedlichste Reparatur-Nüsse geknackt. Die Suche nach Reparaturbetrieben ist einfach. Über die Service-Hotline 01 803 32 32 - 22 oder www.reparaturnetzwerk.at finden Interessierte rasch den passenden Reparaturbetrieb.

Geld und Know-how bleiben vor Ort

Wer Kaputtes in Betrieben des Reparaturnetzwerkes Wien reparieren lässt, statt etwas Neues zu kaufen, tut damit nicht nur der Umwelt und dem Klima einen Gefallen, sondern leistet auch einen Beitrag zum Erhalt von Arbeitsplätzen in der Region. Die Reparaturbetriebe gewährleisten zudem, dass wichtiges Reparatur-Knowhow auch für die Zukunft in der Region erhalten bleibt. Das ist mit ein Grund, warum das Reparaturnetzwerk Wien von der Wiener Umweltstadträtin, der MA 48 und der Stadt Wien - Umweltschutz unterstützt wird.

Das Reparaturnetzwerk Wien

Im Reparaturnetzwerk Wien bieten rund 80 Betriebe Reparaturdienstleistungen mit viel Know-how an: www.reparaturnetzwerk.at
Die Hotline des Reparaturnetzwerkes Wien, die DIE UMWELTBERATUNG betreut, ist unter 01 803 32 32 -22 erreichbar, und zwar Mo-Do 9:00-15:00 und Fr 9:00-12:00

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