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Ganz Wien isst nachhaltig!

Die Stadt Wien setzt den Milan Urban Food Policy Pact um. DIE UMWELTBERATUNG berät zur nachhaltigen Speisenplanung. Medieninformation DIE UMWELTBERATUNG, 5. Juli 2018

Schöpfer in einer Großküche aufgehängt

Wien ist eine von mehr als 160 Städten weltweit, die das Mailänder Abkommen über städtische Ernährungspolitik unterzeichnet haben, den „Milan Urban Food Policy Pact“. In diesem Vertrag verpflichten sich die Städte dazu, die umweltfreundliche, sozial und wirtschaftlich nachhaltige Ernährung ihrer EinwohnerInnen zu fördern. Informationen dazu auf www.umweltberatung.at/mufpp.

Durch Unterzeichnung des Mailänder Abkommens haben sich die Städte verpflichtet dafür zu sorgen, dass der gesamten Bevölkerung gesunde und leistbare Lebensmittel zur Verfügung stehen. Diese Lebensmittel müssen nachhaltig hergestellt werden – sie sollen das Klima schonen, die Biodiversität fördern und möglichst wenig Müll hinterlassen. Wien hat schon lange vor Unterzeichungung des Abkommens gute Voraussetzungen geschaffen. In dieser Stadt lässt es sich gut genießen, sie bietet bestes Trinkwasser aus der Wasserleitung, Biolebensmittel aus eigener Produktion und serviert nachhaltige Kost aus den städtischen Küchen. „Das starke Bevölkerungswachstum und das Ansteigen ernährungsbedingter Erkrankungen stellt die Stadt jedoch vor große Herausforderungen“, sagt Mag.a Adelheid Sagmeister von der Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22. Sie ist Koordinatorin für nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln und vernetzt alle Initiativen in diesem Bereich.

Initiativen vom Bio-Menü bis zur Food-Coop

In der Verpflegung städtischer Einrichtungen sind 30 % Bio-Anteil der Lebensmittel bereits Pflicht, 50 % werden angestrebt. Auch private Initiativen sprießen gut auf Wiener Boden – Food-Coops kaufen Lebensmittel gemeinschaftlich in der Region ein, in Urban Gardening Projekten ziehen die BewohnerInnen biologisches Obst und Gemüse selbst. Auch ein Ernährungsrat, der den Wandel zu einem gerechten, vielfältigen Ernährungssystem in Wien vorantreibt, steht kurz vor der Gründung.

Gute Beratung für gutes Essen

DIE UMWELTBERATUNG unterstützt die klimafreundliche Küche — mit vielen saisonalen Rezepten, durch persönliche Beratung von Privatpersonen an ihrer Hotline und Schulungen in Großküchen vor Ort. „Egal ob Mittagsmenü in der Kantine oder klimaschonend á la Carte. Nachhaltige Speisenplanung ist mit kleinem und großem Budget machbar und schmeckt!“, sagt Mag.a Michaela Knieli, Ernährungswissenschafterin bei DIE UMWELTBERATUNG.

Weitere Informationen

DIE UMWELTBERATUNG unterstützt Kantinen bei der Umstellung auf ein nachhaltiges Angebot: www.umweltberatung.at/betriebe-ernaehrung
Infos zum Milan Urban Food Policy Pact: www.umweltberatung.at/mufpp

Sabine Seidl

DIin Sabine Seidl
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DIE UMWELTBERATUNG ist eine Einrichtung der VHS Wien, basisfinanziert von der Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22.

Ned deppert: Bier aus Mehrwegflaschen

DIE UMWELTBERATUNG empfiehlt Mehrweg, Bio und Fairness für die WM-Verpflegung. Medieninformation DIE UMWELTBERATUNG, 15. Juni 2018

Team MEHRWEG gewinnt

So ein sportlicher Abend vorm Fernseher braucht entsprechende Stärkung. Die sportliche Fairness spiegelt sich am Couchtisch wider, wenn Knabbergebäck aus fairem Handel und biologischem Anbau und Bier in Mehrwegflaschen kredenzt werden. Von Dosenbier und kleinen Einwegflaschen für die WM-Verpflegung rät DIE UMWELTBERATUNG ab. Einen guten Überblick, welche Getränkeverpackungen nachhaltig und weniger nachhaltig sind, gibt DIE UMWELTBERATUNG im Infoblatt „Getränkeverpackungen auf dem Prüfstand“ auf www.umweltberatung.at/gvp.  

Im Match um die ökologischste Verpackung für das edle Hopfengebräu gewinnt eindeutig die Mehrweg-Glasflasche. Bier in Dosen schneidet ökologisch sehr schlecht ab. Aus kleinen Einwegglasflaschen ist es sogar noch schlechter fürs Klima! „Bierdosen sind ca. dreimal klimaschädlicher als regionales Bier in Mehrwegflaschen. Und die kleinen Einwegglasflaschen, die oft irrtümlich als umweltfreundlich angesehen werden, verursachen sogar ca. vier- bis fünfmal mehr Treibhausgasemissionen als Mehrwegflaschen“, erklärt Mag. Elmar Schwarzlmüller, Ressourcenexperte von DIE UMWELTBERATUNG.

Glasflaschen verdienen mehr als Recycling

Glas hat zu Recht den Ruf eines hochwertigen Verpackungsmaterials und viele BiertrinkerInnen in Österreich schwören auf die Glasflasche. Umweltfreundlich ist diese allerdings nur im Mehrwegsystem. Einwegglasflaschen können zwar auch recycelt werden, dennoch wird dabei jede Flasche wieder neu erzeugt und das braucht viel Energie. Eine Glasflasche einzuschmelzen und neu zu formen ist energieintensiver, als sie gründlich auszuwaschen.
Oft wird entgegengehalten, dass Mehrwegflaschen ja wieder zum Abfüller zurücktransportiert werden müssen. Das stimmt, gilt aber genauso für Einwegflaschen. Nur machen diese dabei noch den Umweg zum Glaswerk, wo die alten Flaschen eingeschmolzen und neue Flaschen für die Abfüller produziert werden. Ökobilanzen zeigen es ganz klar: Glasflaschen sind nur als Mehrwegflaschen wirklich umweltfreundlich. Sie sind ein hochwertiges Produkt, das es sich verdient hat, nicht „nur“ recycelt, sondern richtig wiederverwendet zu werden.

Faire Bio-Knabberei – auch selbst gemacht

Nüsse aus fairem Handel und Knabbergebäck aus biologischer Landwirtschaft bringen Fairplay in ökologischer und sozialer Hinsicht. Eine kostengünstige und köstliche Alternative sind selbst gemachte Brotchips oder Potato Wedges aus dem Backrohr.

Rezept Brotchips:

Altes Brot ist zu schade zum Wegwerfen! Einfach in dünne Scheiben schneiden, mit Olivenöl und Knoblauch knusprig braten – fertig sind die Brotchips.

Rezept Potato Wedges:

  • 1 kg festkochende Bio-Erdäpfel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 4 EL Olivenöl
  • 1 EL Paprika, edelsüß
  • Reichlich frische Kräuter: Rosmarin, Oregano, Thymian, Schnittlauch
  • Salz, Pfeffer.

Erdäpfel waschen, in grobe Spalten schneiden und auf einem Blech verteilen. Kräuter und Knoblauch fein hacken, mit Öl und Gewürzen vermengen und gut mit den Erdäpfelspalten vermischen. Bei 180°C circa 45 Minuten knusprig backen.

Weitere Informationen

Im Infoblatt „Getränkeverpackungen auf dem Prüfstand“ stellt DIE UMWELTBERATUNG die ökologischen Auswirkungen von Getränkeverpackungen dar. Kostenloser Download auf www.umweltberatung.at.

Rezepte für selbst gebackene Potato Wedges, Käsestangerl und Brotchips bietet DIE UMWELTBERATUNG auf www.umweltberatung.at/rezepte.

Sabine Seidl

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Selbst ist der Hase - Bio-Ostereier mit Naturfarben färben

DIY: DIE UMWELTBERATUNG leitet mit Video und Fotoanleitungen beim Eierfärben mit natürlichen Zutaten an. Medieninformation DIE UMWELTBERATUNG, 16. März 2018

Ostereier Gabriele Homolka, DIE UMWELTBERATUNG

Knallige Ostereierfarben können Allergien auslösen, Farben aus der Natur sind sogar gesund. Selber färben mit Gewürzen, Wildkräutern oder Wildfrüchten geht ganz einfach. Leuchtendes Gelb entsteht durch Kurkuma, sattes Rot mit Zwiebelschalen, frisches Grün mit Brennnesseln. Holunderbeeren färben Eier schokobraun. DIE UMWELTBERATUNG bietet auf www.umweltberatung.at/ostereierfarbe-aus-der-gewuerzlade Anleitungen für bunte, gesunde Eier in vielen Farben.

Selber Färben mit der Farbpalette der Natur ist ganz einfach und bringt´s, denn die natürlichen Farben dürfen mitgegessen werden, wenn das Ei nicht ganz dichthält. „Kurkuma regt die Verdauung an und die Bitterstoffe mindern die Lust auf Süßes. Zwiebelschalen sind reich an Flavonoiden, welche die Gefäße schützen und krebsvorbeugend wirken. Holunderbeeren sind reich an B-Vitaminen und gut für Nerven und Stoffwechsel. Dringen diese Naturfarben ins Ei, ist das sogar gesund“, erklärt Mag.a Michaela Knieli, Ernährungswissenschafterin von DIE UMWELTBERATUNG.

So einfach geht‘s

Zum Färben Zwiebelschalen, Holunderbeeren oder Brennnesseln mit Wasser kochen, abseihen und die Eier in der Brühe ca. 10 Minuten hart kochen. Oder die Eier direkt mit den Pflanzen im Sud kochen, dann erzeugen die schwimmenden Zwiebelschalen oder Brennnesseln hübsche Muster auf der Eierschale. Unterschiedliche Farbvarianten lassen sich durch das Färben von weißen und braunen Eiern erzielen.

Bio-Eier: auf die Null achten

Die Zahl Null an erster Stelle im Stempelaufdruck von Eiern steht für Bio-Qualität: Null bedeutet, dass das Ei aus biologischer Landwirtschaft kommt - Biofutter für die Hühner und reichlich Auslauf sind garantiert. Vorsicht: Für eierhaltige Lebensmittel ist eine Kennzeichnung nicht verpflichtend, doch auch im Ostergebäck sind Eier drin. Biogebäck garantiert Biofütterung und ausreichend Auslauf für die Hühner.

Weitere Informationen

Eine Videoanleitung zum Färben von Ostereiern mit Holunder, Curcuma und Zwiebelschalen und Links zu Fotoanleitungen bietet DIE UMWELTBERATUNG auf www.umweltberatung.at/ostereierfarbe-aus-der-gewuerzlade.

Eier sind viel zu schade zum Wegwerfen! Rezepte für köstliche Eiaufstrich-Varianten und gefüllte Eier sind unter dem Stichwort Ostern auf www.umweltberatung.at/rezepte zu finden.

Beratung zur ökologischen Ernährung an der Hotline von DIE UMWELTBERATUNG unter Tel. 01 803 32 32

Sabine Seidl

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Erntezeit: frisches Grün aus dem Wald

DIE UMWELTBERATUNG hat Sammeltipps und köstliche Rezepte für Bärlauch und andere Wildpflanzen. Medieninformation DIE UMWELTBERATUNG, 15. März 2018

Bärlauchrisotto

In den Geschäften kommt frisches Grün meist per Flugzeug aus Übersee. Wer Frisches will, erntet am besten selbst im Wald. Der Bärlauch sprießt und seine Blätter schmecken pur aufs Jausenbrot oder im Strudel. Sie fördern die Durchblutung, desinfizieren und entgiften. In der Broschüre „Wilde Sachen zum Selbermachen“ unterstützt DIE UMWELTBERATUNG mit einem Wildpflanzenposter und vielen Rezepten beim Sammeln, Kochen und Haltbarmachen von Wildpflanzen: www.umweltberatung.at/wilde-sachen-zum-selbermachen

Der Bärlauch läutet den Frühling ein und ist das erste essbare Grün, das uns nach dem Winter Kraft gibt. „Bärlauch ist vitaminreicher Genuss aus der Region. Frischer und aromatischer geht’s nicht!“ sagt Mag.a Michaela Knieli, Ernährungswissenschafterin von DIE UMWELTBERATUNG. Wildpflanzen wie Bärlauch werden nicht künstlich gedüngt, dadurch wachsen sie langsamer und lagern wenig Wasser aber viele Vitamine ein. 

Vorsicht: giftige Doppelgänger

Wichtig beim Sammeln: nur Bekanntes pflücken! Bärlauch erkennt man an der matten Blattunterseite mit erhabener Mittelrippe und am typischen Geruch nach Knoblauch. Doch Vorsicht beim Sammeln – die Hände nehmen nach kurzer Zeit den Bärlauchgeruch an und täuschen den Geruchssinn, wenn sich andere Pflanzen dazu geschummelt haben. Wer nicht sicher ist, nimmt besser jemand Erfahrenen zum Sammeln mit oder wartet auf die allseits bekannten Brennnesseln. Sie wachsen bald auf jeder G´stettn. Brennnesseln werden mit Gummihandschuhen geerntet, in heißem Wasser blanchiert brennen sie nicht mehr.

Wohlschmeckende Medizin 

Gerade in den ersten Frühlingswochen ist das Wildgemüse noch zart und besonders fein im Geschmack. Viele Kräuter wirken blutreinigend, entgiftend und stärken das Immunsystem. Das Kochen mit Wildpflanzen ist einfach: In den meisten Gerichten können Spinat oder Petersilie durch Bärlauch ersetzt werden. Wer milderen Geschmack bevorzugt, mischt die intensiv schmeckenden Wildkräuter unter den weniger aromatischen Spinat. Wer reichlich Gemüse isst und den Speiseplan mit Wildkräutern ergänzt, schützt sich vor Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. 

Dinkelreis-Bärlauchrisotto

Bio-Zutaten für 4 Personen:
•    1/2 Kilo Dinkelreis
•    2 kleine Zwiebel gehackt
•    1 große Karotte gewürfelt
•    2 dag Butter oder etwas Öl
•    200 ml Weißwein trocken
•    3/4 l Suppe
•    8 dag Bärlauchblätter
•    15 dag Bergkäse gerieben

Zubereitung: Zwiebel und Karotten in Butter andünsten. Dinkelreis dazu und kurz mitdünsten Mit dem Weißwein ablöschen und mit der Suppe auffüllen. 20 bis 40 Min. auf leichter Flamme kochen lassen - Angaben zur Kochzeit auf der Verpackung beachten! Den Bärlauch beigeben, nochmals umrühren und servieren. Geriebenen Bergkäse zum Drüberstreuen bereitstellen. Als Beilage passt Salat.

Weitere Informationen

Die Broschüre „Wilde Sachen zum Selbermachen“ inklusive Wildpflanzenposter umfasst 56 Seiten im A5-Format. Sie ist um € 4,50 plus € 3,- Versandkosten erhältlich bei DIE UMWELTBERATUNG, Tel. 01 803 32 32, www.umweltberatung.at/wilde-sachen-zum-selbermachen.

Das Infoblatt Vitamine aus Wildpflanzen und Keimlingen gibt Tipps zum Selberziehen von Keimlingen und zum Sammeln und Verarbeiten von Wildpflanzen. Kostenloser Download auf www.umweltberatung.at.  

Viele Rezepte mit Wildkräutern und Wildgemüse sind auf www.umweltberatung.at/rezepte zu finden.

Sabine Seidl

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Knuspriges, Duftendes und Herzhaftes aus selbst gemachtem Teig

DIE UMWELTBERATUNG bietet Anleitungen zum Selbermachen von Teig für Pizza, Strudel und Brot auf www.umweltberatung.at/diy-essen. Medieninformation DIE UMWELTBERATUNG, 18. Jänner 2018