Regionale Nüsse knacken: die muss man erst mal finden!

Medieninformation: DIE UMWELTBERATUNG gibt Tipps für den nachhaltigen Einkauf von Nüssen. 1. Dezember 2021
 

Geknackte Walnüsse

Egal ob für den Nikolo, die Weihnachtskekse oder den gesunden Snack für Zwischendurch: Nüsse und Samen liefern wertvolle Vitamine und Mineralstoffe. Doch wer sie regional kaufen möchte, muss im Handel ganz genau schauen und das Kleingedruckte kritisch lesen. Nur die wenigsten Produkte stammen nämlich tatsächlich aus Österreich. DIE UMWELTBERATUNG empfiehlt, auf Märkten und bei regionalen Anbieter*innen einzukaufen.

In vielen weihnachtlichen Keksrezepten sind Haselnüsse, Walnüsse oder Mandeln für feinen Geschmack oder zur Verzierung gefragt. „Im Supermarkt findet man Nüsse häufig beim saisonalen Obst- und Gemüseregal. Doch der Schein trügt: Es handelt sich hier nicht um regionale Ware. Bei unserer Marktrecherche in drei Filialen großer Supermarktketten fanden wir von 13 angebotenen Walnusspackungen nur ein Produkt, das Nüsse aus Österreich enthielt! Alle anderen hatten einen weiten Weg aus Chile, Bolivien oder der Ukraine hinter sich“, ist Umweltberaterin Gabriele Homolka enttäuscht.

Bei den Haselnüssen gab es kein einziges regionales Produkt, obwohl diese auch in unseren Breiten wachsen. Mandeln kommen häufig aus Übersee, wie den USA oder Australien. Nur bei den Kürbiskernen gab es ein zufriedenstellendes Angebot aus der Region.

Nachhaltige Ernährung mit Nüssen

Um die Ernährung nachhaltig mit Nüssen und Samen aufzupeppen, empfiehlt DIE UMWELTBERATUNG:

  1. Nussarten, die in unseren Breiten nicht oder nur in kleinen Mengen wachsen, nur selten essen - z. B. Macadamia, Cashew oder Erdnüsse.
  2. Heimische Nüsse und Samen bevorzugen, wie Walnüsse, Haselnüsse, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne und Leinsamen.
  3. In der Nachbarschaft oder sozialen Medien fragen, ob jemand Nüsse im Garten übrighat.
  4. Nüsse und Samen von regionalen Direktvermarkter*innen beziehen, am besten in Bio-Qualität, entweder ab Hof oder online, Bezugsquellen für regionale Lebensmittel unter www.umweltberatung.at/regionale-lebensmittel
  5. Bauernmärkte besuchen und nach der Herkunft der Nüsse fragen.
  6. Nüsse von öffentlichen Plätzen sammeln (Plätze werden zum Beispiel auf der Plattform „Mundraub“ veröffentlicht).
  7. Falls Nüsse gekauft werden, die nicht bei uns wachsen, unbedingt auf biologische Landwirtschaft und FAIRTRADE-Gütesiegel achten.

Um den Bedarf zu decken, wird es notwendig sein, dass in Österreich neue Nussbäume und Haselnusssträucher gepflanzt werden - nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch auf öffentlichen Plätzen und in privaten Gärten. Das ist auch für Wildtiere wie Eichhörnchen und Vögel eine wichtige zusätzliche Nahrungsquelle.

Vitamin-Booster

Nüsse sind eiweißreich und damit auch bei veganen Mahlzeiten ein guter Ersatz für tierisches Protein. Walnüsse stechen mit ihrem hohen Gehalt an wertvollen Omega-3-Fettsäuren besonders hervor. Die lebenswichtigen Omega-3-Fettsäuren zählen zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren und können vom Menschen nicht selbst gebildet werden. Sie sind wichtig für elastische Zellmembranen und halten Herz und Hirn gesund. Bei Pekanuss, Erdnuss & Co kommen diese kaum vor, Walnüsse haben davon jedoch reichlich!

Laut der Planetary Health Diet sollten jeden Tag etwa 50 g am Speiseplan stehen, das entspricht einer Menge von etwa 2 Handvoll Nüssen und Samen, die zum Beispiel im Müsli, gebraten als Topping über den Salat oder als Würze in Aufstrichen verwendet werden. Gerade bei der überwiegend pflanzlichen Ernährung sind Nüsse eine gute Quelle für Eisen, Calcium, Zink, Selen, Vitamin B1, B6 und Vitamin E und Eiweiß – ein absolutes Superfood!

Weitere Informationen

Informationen und Links zu saisonalen Rezepten mit Walnüssen, Haselnüssen, Sonnenblumenkernen, Kürbiskernen & Co bietet DIE UMWELTBERATUNG auf www.umweltberatung.at/nuesse.

Regionale Direktvermarkter, Bauernmärkte, Ab-Hof-Läden und Onlineshops für regionale Produkte sind auf www.umweltberatung.at/regionale-lebensmittel zu finden.

Individuelle Fragen zu nachhaltiger Ernährung beantwortet DIE UMWELTBERATUNG an ihrer Hotline, Tel. 01 803 32 32.

Sabine Seidl
Sabine Seidl

DIin Sabine Seidl
DIE UMWELTBERATUNG

Telefon: 01 803 32 32 - 72
mobil: 0699 189 174 65
sabine.seidl@umweltberatung.at

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