Dieser heiße und trockene Sommer hat uns gezeigt, dass auch bei der Garten- und Balkonbepflanzung ein Umdenken nötig ist. Viele Pflanzen, die häufig gegossen werden müssen, leiden unter den Temperaturen und kommen nur schwer über die heißen Sommermonate. Wir haben Tipps für robuste Pflanzen für Sie gesammelt, die mit Trockenheit und Hitze gut zurecht kommen. So können Sie bereits diesen Herbst pflanzen. Die Pflanzen haben dann genug Zeit, Wurzeln auszubilden und sind für die kommende Sommersaison gut vorbereitet.
1. Naturgarten mit heimischen Wildpflanzen
Ein Naturgarten mit heimischen Wildpflanzen, die gut mit Trockenheit und Hitze zurechtkommen, braucht wenig Pflege. Wildpflanzen können auch in Pflanzgefäßen erfolgreich gezogen werden. Je größer die Gefäße, umso einfacher die Pflege. Pflanzen mit ähnlichen Ansprüchen können zusammengesetzt werden. Geeignetes Substrat ist eine Mischung aus torffreier Erde, Kies und Sand. Wiesensalbei, Natternkopf, Wegwarte oder Lichtnelke gedeihen besonders gut in nährstoffarmen Substratmischungen.
2. Gewürze- und Heilpflanzen benötigen oft trockene Böden
Diese Pflanzen benötigen trockene und magere Böden bei voller Sonne. In der Natur finden sie sich entlang von Wegrändern und Mauern oder auf trockenen Brachflächen und Berghängen. Sie können jedoch auch im eigenen Garten oder am Balkon gezogen werden. Einige Beispiele sind Rosmarin, Bergminze, Moschusmalve, Färber-Hundskamille, Dunkle Königskerze, Echter Dost oder Tüpfel-Johanniskraut.
3. Sukkulenten sind schön und genügsam
Sukkulente Pflanzen speichern Wasser in Wurzeln und Blättern, um Trockenzeiten zu überstehen. Sukkulente Stauden wie Hauswurz, Fetthenne oder Mittagsblume sind daher für Steingärten oder zur Dachbegrünung geeignet und ergeben durch ihre Vielfältigkeit ein wunderschönes Bild.
4. Blumenrasen statt englischem Rasen
Ein klassischer englischer Rasen kommt mit Hitze und Trockenheit schlecht zurecht: Die kurz geschnittenen, flach wurzelnden Gräser bleiben nur mit Bewässerung grün. Das häufige Gießen braucht viel Wasser, was zu noch mehr Wasserknappheit führt.
Die bessere Wahl ist ein klimaresistenter Blumenrasen. Tiefwurzelnde, robuste Kräuter und Gräser müssen oft nicht gegossen werden. Gleichzeitig wird seltener gemäht, nicht gedüngt und die Blüten bieten Nahrung für Insekten. Eine ausgewogene Saatgutmischung bietet beispielsweise der BOKU-Blumenrasen.
5. Kleine Laubbäume für Gartenbesitzer
Manche Baumarten sind widerstandsfähig gegen Hitzewellen, Trockenheit und auch starke Fröste. Sie kühlen die Umgebung und liefern willkommenen Schatten. Dazu gehören beispielsweise Baumhasel, Hainbuche, Feldahorn, gewöhnliche Mehlbeere, Steinweichsel und Zierapfel. Sie sind für kleine Gärten, Innenhöfe und Vorgärten geeignet. Feldahorn, Hainbuche und Zierapfel können auch im Trog kultiviert werden.
6. Blühende Sträucher trotz wenigem Gießen
Trockenheitsresistente Sträucher fühlen sich bei hohen Temperaturen mit wenig Wasser wohl und sind geeignet für karge, durchlässige Böden. Dazu zählen die Gemeine Felsenbirne, Kornelkirsche, Rote Heckenkirsche und Rotblättrige Rose.
7. Pflanzen, die Zwiebeln, Knollen oder Rhizome bilden
Pflanzen, die Zwiebel, Knollen oder Rhizome bilden, speichern dort Wasser und Nährstoffe. Mit diesen Speicherorganen sichern sich Pflanzen wie Schwertlilie, Zierlauch oder Wildtulpen das Überleben während trockener Perioden. So haben Sie auch bei Trockenheit eine bunte Blütenpracht im Garten.
Tipp: Gießen Sie mit Regenwasser
Regenwasser ist für die meisten Pflanzen besser geeignet als kalkhaltiges und gechlortes Leitungswasser. Gießen Sie immer morgens und nur den Wurzelbereich. Es gilt: seltener gießen und dafür mehr, so bildet die Pflanze längere Wurzeln.



