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So ist Bio leistbar

Beim direkten Vergleich ist bio meist teurer, aber durch kluge Speiseplangestaltung ist ein hoher Bio-Anteil ohne Mehrkosten möglich! Hier ein paar Tipps für die leistbare Umsetzung im Alltag.

Münzen und Geldscheine

Ist es möglich, den Biolebensmittel-Anteil in unserem Einkaufskorb zu erhöhen, ohne mehr zu bezahlen? Ja, bestätigt eine Studie des WWF. Bei einer 4-köpfigen Familie ist eine Erhöhung der Bioprodukte auf bis zu 70% möglich, wenn die Ernährungsempfehlungen des österreichischen Gesundheitsministeriums eingehalten werden: weniger Fleisch, mehr Gemüse und Hülsenfrüchte.

Bio leistbar, wenn man zu mehr Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten greift und weniger Fleisch, Wurstwaren, Fertigprodukte und Softdrinks kauft. Der Umstieg auf die Bio-Alternativen trägt auch zur Gesundheit und zum Klimaschutz bei.

So klappt´s

  • mehr Pflanzliches statt Tierisches essen
  • saisonales Obst und Gemüse bevorzugen
  • Hülsenfrüchte und Getreide als Sattmacher essen
  • sorgsam mit den Lebensmitteln umgehen
  • Fertiggerichte und verpackte Getränke reduzieren
  1. Mehr Pflanzliches statt Tierisches essen

Wie wäre es mit einem orientalischen Linseneintopf statt Hühnercurry? Oder Kraut- statt Fleischstrudel? Es gibt unzählige Möglichkeiten für saisonale, fleischlose Alternativen. Gemüse lässt sich vielseitig verwenden. Kochen Sie mehr Hülsenfrüchte, wie z.B. Linsen, Erbsen, Fisolen, oder Bohnen. In Verbindung mit saisonalen Salaten, Kräutern und Gewürzen ergeben Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchte köstliche Gerichte, die eine Fleischreduktion erleichtern.

Verspürt man doch ab und zu den Gusto auf einen Schweinsbraten, Schnitzel & Co, dann sind Bio-Produkte aus Österreich die erste Wahl. Wer die Mengen reduziert, zum Beispiel auf ein bis zwei Portionen Fleisch und Wurst in der Woche, kann sich Bio-Qualität aus artgerechter Haltung gönnen. Einkaufsquellen für Bioprodukte: www.bio-austria.at/biomaps und www.umweltberatung.at/frisch-vom-biobauernmarkt

2. Saisonales Obst und Gemüse bevorzugen

Himbeeren aus Argentinien, Heidelbeeren aus Peru und Weintrauben aus Südafrika haben aufgrund der weiten Transportwege nicht nur einen schweren ökologischen Rucksack zu tragen, sie sind auch teuer. Lieber im Sommer zu heimischem Obst und Gemüse greifen und sich damit satt essen, sodass man im Winter auf Weitgereistes verzichten kann! Die meisten Früchte lassen sich gut einkochen, sodass man sich im Winter den fruchtigen Sommergeschmack zurückholen kann.

Am günstigsten ist es, direkt bei den LandwirtInnen ohne Zwischenhandel einzukaufen, zum Beispiel über Foodcoops. Das sind private Einkaufsgemeinschaften, die den Einkauf von den ProduzentInnen direkt ab Hof organisieren. Zusätzlich haben einige Bio-Kistl AnbieterInnen spezielle „regionale“ oder „saisonale“ Abokisten im Programm.

3. Hülsenfrüchte und Getreide als Sattmacher essen

Getrocknete Linsen, Bohnen, Kichererbsen und Co sind günstig in der Anschaffung, lange haltbar und einfach in der Zubereitung. Hülsenfrüchte und Getreide machen satt und liefern viel wertvolles Protein. Deshalb sind sie eine sehr gute Alternative zu Fleisch. Viele Hülsenfrüchte und verschiedene Getreidesorten aus Österreich gibt es in Bio-Qualität zu kaufen. Als Alternative zu den Supermärkten bieten sich verpackungsfreie Läden an, in denen man Lebensmittel unverpackt im eigenen Mehrweggeschirr mit nach Hause nehmen kann. Unsere große Auswahl an Rezepten hilft bei der Auswahl des passenden Gerichtes.

4. Sorgsam mit den Lebensmitteln umgehen

Pro Jahr und Einwohner kommen rund 40 kg Lebensmittelabfälle im Wert von mehreren hundert Euro in den Restmüll. Wer weniger wegschmeißt, kann sich um dieses Geld hochwertigere Lebensmittel leisten. Übringens: In gesamt Österreich sind es rund 157.000 Tonnen Lebensmittelabfälle pro Jahr an. Diese Zahl wäre noch um einiges höher, würde man jene Lebensmittelabfälle dazuzählen, die im Bioabfall, in der Eigenkompostierung, im Kanal etc. entsorgt werden. Dabei wären viele Produkte noch genießbar und sind zum Teil sogar noch original verpackt. Unsere Ideen zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen helfen wertvolle Lebensmittel vor dem Verderb zu retten.

5. Fertiggerichte und verpackte Getränke reduzieren

In der Mittagspause schnell zum Supermarkt, ein Mikrowellenfertiggericht kaufen und vorm PC verzehren. Dazu ein zuckerhaltiges Getränk, das wieder munter machen soll. So sieht der Alltag oft aus. Neben Zucker, Zusatzstoffen und vielen Kalorien fallen bei Fertiggerichten häufig große Mengen an Verpackungen an. Gesünder ist es, frische Lebensmittel zu kaufen, diese selbst zu verarbeiten und ins Büro mitzunehmen. Das spart Geld und Umweltressourcen. Rezepte finden Sie auf unserer Website: Jausenrezepte

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