www.umweltberatung.at

Die optimale Heizung – Eine Entscheidungshilfe

Die Entscheidung für ein Heizsystem will gut bedacht sein - das Angebot an Brenn­stoffen und Heizsystemen ist groß geworden. DIE UMWELTBERATUNG unterstützt bei der Auswahl.

Kaminfeuer_Rainer_Burger

Altbauten: Sanieren, Tauschen, Umsteigen

Bei Alt­bauten ist es wichtig, VOR der Anschaffung einer neuen Heizung auch den Dämmstandard des Gebäudes zu verbessern. Ist die oberste Geschoßdecke gar nicht oder schlecht gedämmt, sollte sie vor Anschaffung eines neuen Heizsystems auf eine Gesamt­dämmstärke von 30 cm gedämmt werden. Das spart im Schnitt etwa ein Viertel der Heizkosten und rechnet sich aufgrund der niedrigen Investitionskosten sehr rasch.

Ab einem Alter von 15 Jahren zahlt sich ein Heizkes­seltausch aus. Alte Heizkessel sind oft Energiefresser, vor allem, wenn sie überdimensioniert sind, unabhängig vom tatsächlichen Bedarf laufen und wenn die Verteilleitungen in unbeheizten Räumen schlecht ge­dämmt sind.

Der Umstieg von einer Ölheizung auf eine ähnlich kom­fortable Pelletsheizung amortisiert sich bei derzeitigen Ener­giepreisen rasch. Aufgrund der hohen Energiedichte von Pellets ist meist kein zusätzlicher Lagerraum nötig.

Neubauten

Passivhäuser brauchen ein speziell kleines Heizsys­tem! BewohnerInnen von Passivhäusern betreiben eine Wohnraumlüftungsanlage mit Wärmerückge­winnung und eingebauter Luftwärmepumpe, die auch das Warmwasser erzeugt. Diese zentralen Kombigeräte können mittels einer relativ kleinen Fußboden- oder Wandheizfläche den Wärmebe­darf von Passivhäusern und sogar von hocheffizen­ten Niedrigstenergiehäusern abdecken.

Plusenergiehäuser liefern mehr Energie als sie verbrauchen. Achten Sie beim Neubau auf eine sehr gute thermische Qualität des Gebäudes! Das macht Sie krisensicher für die Zukunft und erhält langfristig den Gebäudewert. Mit einem Plusenergiehaus werden Sie zum Energieversorger, weil Sie mehr Energie  ins Netz einspeisen als sie beziehen.

Die richtige Wahl treffen!

  • Langfristig denken und erneuerbare Energie einsetzen: Mit einem Fernwärmeanschluss ans Biomasseheizwerk heizen Sie platzsparend und be­quem zu gleichen Vollkosten wie mit einem eige­nen Heizkessel. Ist kein Anschluss vorhanden, sind alle Arten von Holzheizungen, aber auch Wärme­pumpen, im Hinblick auf die Energiekosten und auf die Umwelt empfehlenswert.
  • Wärmepumpen nur in Niedrigenergiehäusern mit Fußboden- bzw. Wandheizung einbauen! Nur effiziente Wärmepumpen, die maximal ein Viertel der erzeugten Raumwärme an Strom brauchen, sind ökologisch sinnvoll. Wärmepumpen brauchen gera­de im Winter Strom, wo dieser hauptsächlich aus fossi­len Quellen stammt und importiert werden muss. Luft-Wasser-Heizungswärmepumpen sind nur für Passivhäuser empfehlenswert.
  • Biomasseheizungen mit Stückholz, Hackschnitzel oder Pellets eignen sich gut für alle Gebäudetypen. Für Passiv- oder Niedrigstenergiegebäude sind die am Markt erhältlichen Kessel meist überdimensioniert. Deswegen gehört unbedingt ein Pufferspeicher dazu, der die produzierte Wärme speichert.
  • Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung sparen Energie und sorgen rund um die Uhr für frische, reine und angenehm temperierte Luft. Kor­rekt ausgeführt sind sie zugfrei und geräuschlos. Die Energiekennzahl kann mit guten Anlagen je nach Luftdichtheit des Gebäudes in Kombination mit ei­nem Erdreichwärmetauscher oder einem Solekreis­lauf um 10–20 kWh/m²a verringert werden. Der Einbau einer Lüftungsanlage ist empfehlenswert, rechnet sich aber nicht alleine über die Einsparung von Heizkosten.
  • Fossile Brennstoffe nur mit Brennwertgeräten und in Kombination mit einer Solaranlage und einer Niedertemperaturheizung einsetzen! Gas­heizungen haben relativ niedrige Investitionskosten und geringen Platzbedarf. Erdgas und Erdöl sind aber knapp und tragen zur Klimaerwärmung bei. Zudem ist Öl derzeit nach Strom der teuerste Energieträger.
  • Stromdirektheizungen als Hauptheizung vermeiden, dazu zählen z.B. elektrische Radiatoren oder Infrarotpaneelle.

Wir beraten Sie gerne persönlich!

DIE UMWELTBERATUNG

+43 1 803 32 32
service@umweltberatung.at
www.umweltberatung.at

E.Geothermie

Geothermie

Sie kennen Geysire und Thermalquellen? Die Wärme aus dem Erdinneren wird schon lange genutzt. Geothermie als Energiequelle wird zunehmend interessanter.