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Thermische Solaranlagen

Thermische Solaranlagen unterstützen effizient beim Herstellen von Warmwasser und beim Heizen. Informationen über Funktionsweise und Förderungen  erleichtern die Planung.

 

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Thermische Solaranlagen zur Warmwassererwärmung stellen bis zu 70% des Warmwasserbedarfs bereit. Eine teilsolare Raumheizung kann ca. 30 % des Heizungsbedarfs abdecken. Beide Anlageformen sparen Energiekosten und senken den CO2-Ausstoß.

Je nach Ausführung werden thermische Solaranlagen für Warmwasserbereitung, Heizungsunterstützung, Schwimmbaderwärmung oder für alle drei Anwendungsgebiete gleichzeitig eingesetzt. Die hohen Standards bei der Anlagentechnik und –qualität sind das Resultat der mittlerweile jahrzehntelangen Weiterentwicklung von Solaranlagen. Komplettsysteme sind bereits als sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis erhältlich. Zusätzlich gibt es Förderungen von Bund, Land und Gemeinde, die thermische Solaranlagen preislich noch attraktiver machen.

Solaranlagen zur Warmwasserbereitung

Die Anlagengröße für Warmwassererwärmung richtet sich nach dem ermittelten Warmwasserbedarf bzw. nach der Anzahl der im Haushalt lebenden Personen. Pro Person kann mit durchschnittlich 50 Liter Warmwasser mit 45° C pro Tag gerechnet werden. Die Speichergröße muss so dimensioniert werden, dass der Warmwasservorrat für zwei Tage ohne Sonnenschein ausreicht.

Solaranlagen zur Heizungsunterstützung

Größere Solaranlagen sorgen für Warmwasser und unterstützen gleichzeitig die Raumheizung. Bezüglich der Funktionsweise unterscheiden sich die Systeme kaum. Es bedarf aber einer größeren Kollektorfläche und eines größeren Pufferspeichers. Für ein gut gedämmtes Einfamilienhaus mit 130 m² Wohnfläche sind ca. 15 – 30 m² Kollektorfläche und ein Solarpufferspeicher mit 1000 – 2000 Liter Volumen sinnvoll. Pro Jahr kann diese Anlage ca. 30% der Heizkosten einsparen.

Wichtige Voraussetzung: Um eine teilsolare Raumheizung effizient zu betreiben, sind niedrige Temperaturen im Heizsystem notwendig. Das heißt, die Vorlauftemperatur sollte 30-50°C betragen, das funktioniert am besten mit einer Fußboden- oder Wandheizung.

Solaranlagen für das Schwimmbad

Kostengünstige, einfach konstruierte Schwimmbadabsorber aus Kunststoff eignen sich ausschließlich zur Erwärmung von Schwimmbädern. Die Kollektorfläche muss ungefähr so groß wie die Beckenfläche sein. Das Schwimmbecken dient in diesem Fall als Wärmespeicher. Um die Wärmeverluste in der Nacht zu reduzieren, kann das Becken mit einer Abdeckung versehen werden.

Empfehlung: Wenn Sie Ihr Schwimmbad mit einer Solaranlage beheizen möchten, überlegen Sie sich gleich eine Investition in eine kombinierte Anlage. Dadurch wird das Schwimmbecken wohl temperiert und gleichzeitig ist der Warmwasserbedarf weitgehend gedeckt.

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So funktioniert solare Warmwasserbereitung

Die eingestrahlte Sonnenenergie wird vom Kollektor (1) in Wärme umgewandelt. Diese wird über ein Wärmeträgermedium (Wasser-Frostschutzgemisch) in Rohrleitungen (2) in einen Speicher/Boiler (3) transportiert. Dort überträgt ein Wärmetauscher (4) die Wärme an das Brauchwasser. Bei zu geringer Sonneeinstrahlung kann der obere Teil des Wärmespeichers über einen Heizsystem-Anschluss (5) auf die gewünschte Mindesttemperatur aufgeheizt werden. Das Wasser-Frostschutzgemisch wird von einer Pumpe (6) umgewälzt. Die elektronische Regelung (7) startet die Pumpe, wenn das Medium im Kollektor wärmer ist als das Brauchwasser im Speicher.

Weitere Anlagenkomponenten:
Thermometer (8), Ausdehnunsgefäß (9), Überdruckventil (10), Schwerkraftbremse (11), Entlüftungsventil (12)

Weitere Informationen

Informationen zu Bundesförderungen finden Sie auf der Website Umweltförderung.
Informationen zu Landesförderung der Stadt Wien.
Informationen zu zertifizierten Solar-Installateuren finden Sie auf der Website Solarwärme.
Tipps für die Angebotseinholung.

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