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Wespen: lästig und doch so nützlich!

Medieninformation: DIE UMWELTBERATUNG rät zum ruhigen Umgang mit den nützlichen Wespen. 13. August 2019

Wespe frisst Rollwespenlarve

Herrlich ist das im Sommer: im Freien sitzen und genüsslich essen und trinken. Oft dauert es aber nicht lang, bis sich die ersten unliebsamen Besucher einfinden. Ganz oben auf der Liste stehen dabei die Wespen. Dass diese einen wichtigen Beitrag für die Umwelt liefern, vergessen wir gern, wenn wir unser Essen in Gefahr sehen. DIE UMWELTBERATUNG hat Tipps zum Umgang mit den unerwünschten Gästen im Infoblatt „Wespen“ zusammengefasst, das auf www.umweltberatung.at/wespen kostenlos heruntergeladen werden kann.

„Achtung, Wespe!“ ist eine Warnung, die wir im Sommer häufig hören. Dabei ist die Angst vor dem schwarz-gelben Insekt meist unbegründet. Versuchen wir sie aber durch panisches Schlagen zu vertreiben, fühlt sie sich bedroht und kann zustechen. Damit das nicht passiert, gibt es einige Tipps zu beachten. „In der Panik vergessen wir oft, welche wichtigen Aufgaben Wespen übernehmen. Sie bestäuben Pflanzen und befreien uns von Schädlingen“, erklärt DI (FH) Harald Brugger MSc.

Bestäubung und Insektenfänger

Erwachsene Wespen ernähren sich von Nektar und von Pflanzensäften. Beim Besuch der Blüten bestäuben sie die Pflanzen. Umso wichtiger also, dass die Wespen fleißig unterwegs sind.

Im Gegensatz zu den ausgewachsenen Wespen ernähren sich ihre Larven nicht von Nektar und Pollen, sondern von anderen, kleineren Insekten bzw. einem Brei aus diesen. Die erwachsenen Wespen fangen zum Beispiel Raupen, Fliegen und Spinnen. Dadurch tragen sie zu einer Reduzierung von unbeliebten Besuchern bei. Ein einziges Wespenvolk kann an einem Tag bis zu 5.000 Fliegen verspeisen! Im Gegenzug dienen Wespen oft als Futterquelle für Vögel.

Einfacher Schutz vor Wespen

Eigentlich sind nur zwei der unzähligen Wespenarten für Menschen lästig: die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe. Im Gegensatz zur Biene stirbt die Wespe nicht, wenn sie einmal zusticht. Sie zieht den Stachel einfach heraus. Damit sie nicht zustechen, sind ein paar Dinge zu beachten:

  • Ruhig bleiben! Nicht auf die Wespe draufschlagen, sondern abschütteln.
  • Kindern nach dem Essen Mund und Hände abwaschen.
  • Getränke abdecken und undurchsichtige Gefäße vor dem Trinken kontrollieren.
  • Speisen nicht offenstehen lassen und Reste so bald wie möglich abräumen.
  • Fallobst im Garten regelmäßig beseitigen.
  • Insektenschutz am Fenster anbringen.

Nester meiden

Nestern sollte man möglichst nicht zu nah zu kommen, denn die Wespen könnten ihre Brut in Gefahr sehen und angreifen. Befindet sich ein Wespennest am Haus, ist das nicht von langer Dauer. Denn jedes Jahr im Herbst stirbt das Volk ab. Nur die Königinnen überleben den Winter und gründen im darauffolgenden Jahr an einem anderen Ort ein neues Nest. Verlassene Nester werden nicht wieder besiedelt.

Vorsicht bei Stichen im Rachenraum

Die Stiche von Wespen sind grundsätzlich genauso ungefährlich wie die von Bienen. Erfolgt ein Stich allerdings in der Mund- bzw. Rachengegend, sollte schnellst möglich ein Arzt aufgesucht bzw. ein Notruf getätigt werden! Das gleiche trifft bei einer Allergie zu!

Weitere Informationen

Im Infoblatt „Wespen“ und in der Broschüre „Ameisen, Motten und Co“ gibt DIE UMWELTBERATUNG Tipps zum Umgang mit diesen nützlichen Tieren. Kostenloser Download des Infoblattes und der Broschüre auf www.umweltberatung.at/shop. Die Broschüre kann auch gegen Versandkosten bestellt werden.
Beratung zum Umgang mit lästigen Tieren ohne Einsatz der chemischen Keule gibt es bei DIE UMWELTBERATUNG unter Tel. 01 803 32 32.

Wir beraten Sie gerne persönlich!

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