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Wohnungsoffensive für Wildbienen

Äste, Stängel und Halme sind beliebte Nistplätze für Wildbienen. Im Herbst können sie zum Bau von Nisthilfen gesammelt werden - oder sie bleiben einfach im Garten stehen, damit die Bienen im Frühling drin ihre Kinderstube einrichten können.
 

Stauden im  Herbst

Im Herbst gibt's viel zu tun. Das Laub wird zusammengercht. Gehölze, Sträucher und Stauden werden vereinzelt zurückgeschnitten, der Großteil sollte jedoch als Winterquartier und Rückzugsort für Nützlinge einfach stehenbleiben. Es bleibt aber noch genügend Pflanzenmaterial, um Nisthilfen für Wildbienen damit zu befüllen. Speziell hohle Pflanzenstängel sollten jetzt gesammelt werden.

Geeignete Pflanzen für Nisthilfen

Um den unterschiedlichen Ansprüchen der einzelnen Wildbienenarten gerecht zu werden, ist es wichtig, dass die hohlen Stängel und Halme einen Innendurchmesser von 2-9 mm haben. Hohle Pflanzstängel mit einem Innendurchmesser von mehr als 10 mm werden nicht besiedelt. Hohlraumbewohnende Wildbienen siedeln gerne in Stängeln von Bambus, Schilfrohr, der Wilden Karde oder Gewürzfenchel. Sauber zugeschnitten und gebündelt können die Stängel in Nützlingsunterkünften gestapelt oder in leeren Dosen aufgehängt werden.

Einige Wildbienenarten nisten in verholzten, markhaltigen Blumenstängeln oder Ranken von Brombeeren und Himbeeren. Notwendig ist eine Bruchstelle, durch die die Bienen zum Pflanzenmark gelangen können. Also Brombeeren und Himbeeren genauso wie abgestorbene Königskerzen, Kletten, Beifuß und Disteln im Herbst einfach im Garten stehen lassen und im zeitigen Frühling unter dem verblühten Blütenstand kappen, damit die Bienen Zugang zum Pflanzenmark bekommen. Von Bienen besiedelte Stängel sollten dann mindestens ein Jahr lang an Ort und Stelle stehen bleiben, bis die Jungbienen die Pflanzen wieder verlassen.

Nisthilfen für Totholzbewohner

Unter den Wildbienen gibt es einige spezialisierte Arten, die ihre Nistgänge in Totholz nagen. Als Nistgelege werden vor allem Äste verschiedener Laubgehölze wie beispielsweise von Obstbäumen angenommen. Typische Totholzbewohner sind die Schwarzblaue Holzbiene oder die Garten-Blattschneiderbiene.

Haufen von Rindenstücken, Totholz und Strauchschnitt sind auch wichtige Überwinterungsquartiere für Amphibien wie Erdkröten und Teichmolche. Sie bieten zudem Unterschlupf für Käfer und Larven. Diese dienen dann wiederum als Nahrung für hungrige Vögel im Winter.

Im Herbst schon ans Frühjahr denken

Wer noch keine heimische Wildobsthecke hat, kann im Herbst eine pflanzen. Dort finden Wildbienen und andere Insekten im Frühjahr Nahrung. Die Wildobststräucher bieten Vögeln ein geschütztes Versteck und Platz für den Nestbau. Ideal sind Sträucher, die Früchte tragen und dadurch Nahrungsquelle für viele nützliche Gartenhelfer sind. Dazu gehören zum Beispiel Kornelkirsche, Liguster, Weißdorn und Wildrose.

Blumenzwiebel kommen jetzt in die Erde. Frühblüher wie Krokus, Winterlinge oder Blausterne sind wunderschöne Farbtupfer im zeitigen Frühjahr und bieten den Wildbienen wichtigen Nektar und Pollen, wenn in der Natur noch wenig blüht!

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