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AK-Check zu Halloweenkosmetik

Das Schminken des Gesichts zu einer gruseligen Fratze gehört für viele zu Halloween dazu. Doch was ist drin in diesen Produkten? Der Konsumentenschutz der AK Oberösterreich hat in Kooperation mit DIE UMWELTBERATUNG 15 Produkte bewertet und immerhin 5 davon als empfehlenswert eingestuft. Weitere 5 zählen als „bedingt empfehlenswert“ und 5 Produkte sind „nicht empfehlenswert“. Mit den empfehlenswerten Produkten kann der Halloween-Spaß also beginnen.

Kind wird für Halloween geschminkt

Halloweenschminke im Test

5 von 15 Produkten empfehlenswert

Die Bandbreite von Halloweenkosmetik ist mit Schminkstiften, Schminkpaletten, Lippenstiften, Puder und Kunstblut groß, farbenfroh und stark deckend. Der Verdacht, dass es sich dabei um wenig hautfreundliche Chemie handelt, bestätigte sich aber erfreulicherweise bei 5 von 15 Produkten nicht. Die Inhaltsstoffe, die auf den Verpackungen der Schminkprodukte angegeben waren, bewertete die AK Oberösterreich gemeinsam mit DIE UMWELTBERATUNG. Ziel der Expert*innen war es herauszufinden, ob Inhaltsstoffe in den Produkten stecken, die für die Gesundheit und/oder Umwelt bedenklich sind. Denn auch wenn diese Schminkprodukte nur wenige Tage im Jahr benutzt werden, sollten sie nicht den Spaß verderben.

Moderate Preisspanne für ein einmaliges Fest

Es wurde eine Markterhebung in Super- und Drogeriemärkten von Action, Billa, BIPA, Libro, Müller und Spielwaren Heinz gemacht. Das günstigste Produkt war ein Teufel-Schminkset, es kostete nur € 2,79. Das Teuerste waren 500 ml Kunstblut um € 13,99.

5 Produkte sind empfehlenswert

Einige Produkte enthalten keine bedenklichen Inhaltsstoffe und sind daher empfehlenswert. Mit diesen Produkten heißt es Bahn frei für das Schlüpfen in andere Rollen und fürs ausgelassene Feiern.

5 Produkte wegen Kunststoffen nur bedingt empfehlenswert

Weil sie vor allem verschiedene Kunststoffe enthalten, wurden 5 Produkte aus ökologischen und gesundheitlichen Gründen als nur bedingt empfehlenswert eingestuft. Kunststoffe gelangen nach dem Abspülen von der Haut in das Abwasser und werden dort nur schlecht abgebaut.

5 Produkte nicht empfehlenswert

5 der 15 Produkte wurden als „nicht empfehlenswert“, da sie bedenkliche Inhaltstoffe beinhalten:

  • Butylhydroxytoluol (BHT), Methylparaben und Propylparaben. Diese stehen wegen ihrer hormonverdächtigen Eigenschaften auf „Endocrine-Disruptor-Listen“ nationaler Umweltbehörden, da die Stoffe im Körper wie natürliche Hormone wirken und Gesundheitsprobleme verursachen können. Zum Beispiel steht BHT im Verdacht die Schilddrüsenfunktionen, Wachstum und Fruchtbarkeit in Lebewesen einzuschränken. Bei Methylparaben wird vermutet, dass es hormonelle Störungen wie Veränderungen der Geschlechtsorgane bei Tieren verursacht. Ein Rückgang der Spermienqualität bei Tieren wurde hingegen bei Propylparaben dokumentiert.  Da die Stoffe jedoch nur sehr langsam und in minimalen Mengen über die menschliche Haut in die Blutbahn gelangen, stuft die europäische Gesundheitsbehörde EFSA das hormonelle Risiko durch Kosmetik als vernachlässigbar ein.
  • Imidazolidinyl Urea gehört zu den sogenannten Formaldehydabspalter. Diese Stoffe geben in kleinsten Mengen Formaldehyd ab, damit das Produkt haltbar bleibt.  Formaldehyd ist aber als krebserregend eingestuft.

Tipps:

  • Genau schauen: Nicht alle Produkte sind für Kinder geeignet und erst ab einem gewissen Alter freigegeben. Wichtig ist, die Anweisungen auf den Verpackungen unbedingt zu lesen und zu befolgen. Manche Produkte müssen nämlich vorab auf einem kleinen Hautareal ausprobiert werden, um die Hautverträglichkeit zu testen, bevor die Schminke großflächig eingesetzt wird. Andere dürfen nicht in Nähe von Augen und Lippen gelangen. Eine erwachsene Person sollte am besten bei der Anwendung unterstützen.
  • An Tests orientieren: Der AK Konsumentenschutz veröffentlicht regelmäßig Bewertungen von Kosmetikprodukten. Alternativ dazu gibt es auch noch zahlreiche andere Tests von Kosmetika, die eine gute Orientierung für Konsument:innen bieten.
  • ToxFox-App nutzen: Konsument:innen mit Smartphones können mit der ToxFox-App im Geschäft Produkte auf Inhaltsstoffe scannen. Über den Barcode, der sich auf dem Produkt befindet, identifiziert die App Produkte, die sie empfiehlt oder als gefährlich einstuft – wegen hormonell verdächtiger Schadstoffe, Nanopartikel, PFAS, Mikroplastik und anderer Kunststoffe. Die App kann auf www.bund.net/themen/chemie/toxfox heruntergeladen werden.

Bei Fragen kontaktieren Sie bitte:

Sandra Papes

+43 1 803 32 32

Ansprechperson:

Sandra Papes

DIE UMWELTBERATUNG


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