
Aluminium wird sehr häufig eingesetzt: in Getränkedosen, Alufolie, Camping-Kochgeschirr und Baumaterial. Aber auch in Kosmetika, Impfstoffen, Zusatzstoffen von Nahrungsmitteln und Medikamenten kann es enthalten sein.
Ökologische und soziale Probleme bei der Produktion
Das Mineral wird in einem energieaufwändigen elektrolytischen Verfahren aus dem Aluminiumerz Bauxit gewonnen. Der Energie- und Chemikalieneinsatz ist enorm und der anfallende Rotschlamm erzeugt viele Umweltprobleme. Die ungebremste Nachfrage am Weltmarkt führt dazu, dass rohstoffreiche Gebiete wie die Urwaldgebiete im Amazonas ausgebeutet werden. Der Abbau erfolgt meist unter fragwürdigen sozialen Bedingungen.
3 Tipps für die Ressourcenschonung
- Setzen Sie auf Mehrweg-Verpackungen und lassen Sie die Aludosen im Supermarktregal stehen.
- Entscheiden Sie sich für wiederverwendbare Kerzenbecher aus Glas statt Teelichter mit einer Einweg-Aluhülle.
- Bringen Sie Aluminiumabfall zur Altmetallsammelstelle! Das Recyclieren des Stoffes verbraucht im Vergleich zur Erzeugung weniger Energie.
3 Tipps für die Gesundheit
- Stark saure oder salzhältige Lebensmittel lösen das Aluminium aus Alufolien oder aus unbeschichtetem Alu-Geschirr, wie Camping-Geschirr heraus. Am besten bewahren Sie Lebensmittel, wie Obstkuchen, in verschließbaren Gefäßen aus Glas, Keramik, oder Kunststoffe wie Polypropylen (PP) oder Polyethylen (PE) auf.
- Aluminiumsalze in Antitranspirantien verengen die Schweißporen und verringern dadurch die Schweißbildung. In der Zutatenliste auf der Verpackung stehen Aluminiumsalze als Aluminiumchlorid, Aluminiumchlorohydrat oder verschiedenen Aluminium-Zirconium-Komplexen. Bevorzugen Sie ein Deodorant (Deo), denn hier werden keine schweißhemmende Inhaltsstoffe eingesetzt und auf Aluminium verzichtet.
- Im Idealfall entscheiden Sie sich für zertifizierte Natur- oder Biokosmetik, die zum Beispiel mit dem NATRUE-Label, dem BDIH Siegel oder dem Austria Bio Garantie Siegel ausgezeichnet sind. Sie enthalten keine Aluminiumsalze, sondern überdecken den Körpergeruch mit Duftstoffen.
Gesundheitliche Auswirkungen
Aluminium kann in den Körper aufgenommen werden. Da sich Aluminiumteilchen in den Nervenzellen einlagern, kann es zu Nervenstörungen kommen. Einer sehr hohen Belastung sind zum Beispiel Aluminium-Schweisser ausgesetzt, sie atmen den Aluminiumstaub ein. Aber auch bei Frauen mit Brustkrebs, wurden erhöhte Aluminiumwerte im Körper und zwar in der Nähe der Brust, Brustdrüsen und Achselhöhlen gefunden. Das Risiko der Aufnahme von Aluminiumsalzen über die Haut erhöht sich, wenn die Haut durch eine Rasur beschädigt wird. Zwar geben Institute, wie die Agentur für Ernährungssicherheit AGES, leichte Entwarnung. Trotzdem rät die AGES im Sinne des vorbeugenden Gesundheitsschutz von aluminiumhältigen Antitranspirantien ab.