Raus aus Öl und Gas, Sanierungsoffensiven
Seit einigen Jahren gibt es Offensiven, die Betrieben und Privatpersonen den Umstieg von fossil betriebener Raumheizung auf ein nachhaltiges Heizungssystem erleichtern. Die Förderungen haben sich im Lauf der Jahre verändert und werden in regelmäßigen Abständen angepasst.
Förderberatung rund Sanierung und Heizungstausch
Die Entscheidung für oder gegen ein Heizsystem ist abhängig von den Möglichkeien. Mieter*innen und Wohnungseigentümer*innen in einem Mehrfamilienhaus können über die Heizung nicht oder nicht allein entscheiden. Im Unterschied dazu dürfen Eigentümer*innen über ihr Heizsystem freier entscheiden. Besitzer*innen von Zinshäusern oder zum Beispiel Genossenschaften stellt sich die Lage ganz anders dar. Sie entscheiden über die Heizungen vieler Wohneinheiten.
Die Energieberater*innen berücksichtigen diese unterschiedlichen Ausgangssituationen und helfen auf dem Weg zur optimalen Heizung.
In ganz Österreich gibt es firmenunabhängige Energieberatungsstellen, die zu Sanierungen, Heizungstausch und aktuellen Förderungen beraten. Die Hotline von DIE UMWELTBERATUNG hilft, wenn Sie auf der Suche nach der richtigen Beratungs- und Förderungstelle sind: Sie erreichen uns unter +431 803 32 32 oder service@umweltberatung.at.
Altbauten: Sanieren, Tauschen, Umsteigen
Bei Altbauten ist es wichtig, VOR der Anschaffung einer neuen Heizung auch den Dämmstandard des Gebäudes zu verbessern. Ist die oberste Geschoßdecke gar nicht oder schlecht gedämmt, sollte sie vor Anschaffung eines neuen Heizsystems auf eine Gesamtdämmstärke von 30 cm gedämmt werden. Das spart im Schnitt etwa ein Viertel der Heizkosten und rechnet sich aufgrund der niedrigen Investitionskosten sehr rasch.
Ab einem gewissen Alter zahlt sich ein Heizkesseltausch aus. Alte Heizkessel sind oft Energiefresser, vor allem, wenn sie überdimensioniert sind, unabhängig vom tatsächlichen Bedarf laufen und wenn die Verteilleitungen in unbeheizten Räumen schlecht gedämmt sind.
Der Umstieg von einer Ölheizung auf eine ähnlich komfortable Pelletsheizung amortisiert sich bei derzeitigen Energiepreisen rasch. Aufgrund der hohen Energiedichte von Pellets ist meist kein zusätzlicher Lagerraum nötig.
Neubauten
Passivhäuser brauchen ein speziell kleines Heizsystem! Bewohner*nnen von Passivhäusern betreiben eine Wohnraumlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und eingebauter Wärmepumpe, die auch das Warmwasser erzeugt. Diese zentralen Kombigeräte können mittels einer Fußboden- oder Wandheizfläche den Wärmebedarf von Passivhäusern und sogar von hocheffizenten Niedrigstenergiehäusern abdecken.
Plusenergiehäuser liefern mehr Energie als sie verbrauchen. Achten Sie beim Neubau auf eine sehr gute thermische Qualität des Gebäudes! Das macht Sie krisensicher für die Zukunft und erhält langfristig den Gebäudewert. Mit einem Plusenergiehaus werden Sie zum Energieversorger, weil Sie mehr Energie ins Netz einspeisen als sie beziehen.




