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DIE UMWELTBERATUNG
Die Vogelbeere, auch Eberesche genannt, gehört zur Familie der Rosengewächse. Mit ihren auffälligen weißen Blüten im Frühjahr und den leuchtend orange-roten Fruchtständen im Spätsommer ist sie ein echter Blickfang.
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Die Vogelbeere zählt zu den ökologisch wertvollsten heimischen Gehölzen: Ihre Blüten bieten Nahrung für zahlreiche Insekten und ihre Früchte sind eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel und andere Wildtiere.
Die Früchte der Vogelbeere sind reich an wertvollen Inhaltsstoffen und können nach entsprechender Verarbeitung vielseitig verwendet werden. Roh schmecken sie meist bitter und säuerlich. Durch Erhitzen oder nach Frosteinwirkung werden sie milder und bekömmlicher. Vogelbeeren eignen sich besonders für Marmeladen, Gelees, Sirup, Chutneys, Säfte oder Liköre. Aufgrund ihres hohen Pektingehalts gelieren sie besonders gut und lassen sich hervorragend mit Äpfeln oder Birnen kombinieren.
Die Vogelbeere (Sorbus aucuparia) wächst je nach Standort als Großstrauch oder kleiner Baum und erreicht meist Höhen von 5 bis 15 Metern. Charakteristisch sind ihre gefiederten, aus zahlreichen Einzelblättchen zusammengesetzten Blätter. Im Mai und Juni erscheinen zahlreiche weiße Blüten in dichten Schirmrispen. Ab August bis Oktober entwickeln sich die leuchtend orange-roten Früchte, die oft bis weit in den Winter am Baum verbleiben.
Die Vogelbeere ist äußerst anpassungsfähig und besiedelt Waldränder, Lichtungen, Böschungen, Parkanlagen und naturnahe Gärten. Sie wächst auf frischen bis mäßig trockenen Böden in sonnigen bis halbschattigen Lagen. Ihre Blüten werden von zahlreichen Wildbienen, Schwebfliegen und Käfern besucht. Die Früchte dienen mehr als 60 Vogelarten als Nahrungsquelle, darunter Amseln, Drosseln und Seidenschwänze. Auch viele Schmetterlingsarten nutzen die Vogelbeere als Raupenfutterpflanze. Damit zählt sie zu den besonders wertvollen Gehölzen für die Förderung der Biodiversität.
In Wien und Umgebung ist die Vogelbeere sowohl in naturnahen Grünräumen als auch in Parks und größeren Gärten zu finden. Besonders häufig wächst sie an Waldrändern, auf Ruderalflächen und in extensiv gepflegten Grünanlagen. Aufgrund ihrer Robustheit wird sie auch gerne als klimaresistentes Stadtgehölz gepflanzt.
Die Früchte können von August bis November geerntet werden. Für die Verarbeitung empfiehlt sich das Pflücken nach den ersten kühlen Nächten oder nach einem leichten Frost. Dadurch werden die Früchte milder und entwickeln ein angenehmeres Aroma. Alternativ können frisch geerntete Vogelbeeren auch einige Tage eingefroren werden.
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