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Tipps für Textilien in Tropennächten

Hohe Temperaturen rauben uns nachts den Schlaf, die richtige Wäsche kann Abkühlung verschaffen. Naturtextilien helfen, um trotz schwüler Tropennächte gut ausgeschlafen durch den Sommer zu kommen. 

Frau streckt sich im Bett

Die Zahl der Tropennächte, also mit Temperaturen von 20 Grad und mehr, nimmt zu. In der Wiener Innenstadt zum Beispiel wurden 53 Tropennächte im Sommer 2024 gemessen. Die tatsächliche Temperatur in der Wohnung lässt durch richtiges Lüften beeinflussen. Aber die gefühlte Temperatur wird durch Bettwäsche aus Naturmaterialien merklich angenehmer.

Textilien kommen im Schlaf direkt mit unserer Haut in Kontakt, synthetische Materialien wie Polyester oder Mischgewebe können Wärme und Feuchtigkeit kaum ableiten – es entsteht ein unangenehmer Hitzestau. Natürliche Fasern hingegen unterstützen die Temperaturregulierung des Körpers.

1. Kühlende Bettwäsche

Für die Bettwäsche sind Leinen, Baumwolle oder Lyocell gut geeignet. Der Vorteil der Naturfasern ist, dass Sie gut Feuchtigkeit aufnehmen können, ohne sich nass anzufühlen. Leinen ist für den Sommer besonders gut geeignet, denn es kann doppelt so viel Feuchtigkeit wie Baumwolle aufnehmen. Auch viskoseähnliche Stoffe können mit Naturfasern mithalten. Tencel™ Lyocell [ET1] zum Beispiel wird unter Einsatz von Chemikalien hergestellt, allerdings kommen weniger Chemikalien als bei Viskose oder Modal zum Einsatz. Die feinen, saugfähigen Faserstrukturen können Feuchtigkeit schnell aufnehmen und wieder abgeben.

2. Auch auf die Webart kommt es an

Nicht nur das Material selbst, sondern auch die Webart beeinflusst das Schlafklima. Locker gewebte Stoffe wie Perkal oder Renforcé lassen mehr Luft zirkulieren als dichte Satin-Qualitäten. Für Sommerdecken eignet sich eine leichte Füllung aus Seide oder Lyocell. Wer das wohlige Gefühl einer Decke nicht vermisst, kann sich einfach mit einem Baumwoll-Leintuch zudecken.

3. Plastikfreie Nachthemden und Pyjamas

Wäsche aus Polyester ist völlig ungeeignet für den Sommer, denn sie ist nicht atmungsaktiv. Polyester speichert Wärme und Feuchtigkeit, was das Schwitzen fördert und das Wohlgefühl mindert. Für die Nachtwäsche sind Naturfasern wie Leinen, Baumwolle und Seide am besten. Pyjamas und Nachthemden sollten luftig und locker geschnitten sein, Modelle aus Naturfasern unterstützen die Verdunstung von Schweiß und sorgen für ein trockeneres Hautgefühl.

Weitere Tipps für kühlere Nächte:

  • nur nachts und in den frühen Morgenstunden lüften
  • tagsüber verdunkeln, am besten mit außenliegendem Sonnenschutz
  • vor dem zu Bett gehen lauwarm duschen

Die Stadt Wien – Umweltschutz informiert auf ihrer Website zum nachhaltigen Einkauf von Textilien: www.wien.gv.at/umwelt/oekokauf-ergebnisse#textilien

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