Brokkoli, Radieschen & Co können als Microgreens selbst im Blumentopf gezogen werden. Die Pflanzen schlagen sogar Keimlinge und Sprossen im Vitamingehalt, da die Ernte später als bei Sprossen erfolgt, wenn die Pflanzen schon zwei bis vier Blätter haben.
Keimlinge sind das jüngste Stadium der Jungpflanze, sie werden schon nach ca. 3-5 Tagen geerntet. Nur die beiden Keimblätter sind entwickelt. Keimlinge werden meist in Sprossengläsern oder Keimgeräten oder Sprossengärten gezogen. Sprossen werden im Ganzen und mit der Wurzel verwendet.
Microgreens sind ein bisschen älter und größer, werden nach 8-20 Tagen geerntet, wachsen klassischerweise in Anzuchterde und haben zusätzlich zu den Keimblättern meist 2-3 Blätter zusätzlich. Sie werden ÜBER den Samen abgeschnitten, sie sind intensiv grün gefärbt, enthalten viel Chlorophyll und werden ohne Wurzeln gegessen.
Sowohl Mikrogreens als auch Keimlinge und Sprossen sind ein wertvolles Futter für unsere Darmflora, sie fördern ein gesundes Mikrobiom und dieses wirkt sich positiv auf unser Wohlbefinden und unsere Gehirnleistung aus.
Garteln in der Auflaufform
Der Aufwand ist gering – man braucht dazu ein Gefäß mit einer Mindesthöhe von 4 cm, wie z.B. eine Auflaufform, ungedüngte Gartenerde, eine helle und warme Fensterbank und schon kann das Garteln beginnen. Verteilen Sie die Samen gleichmäßig auf der Erde und drücken Sie sie fest. Das Gießen erfolgt mit der Sprühflasche - täglich zwei Mal werden die Pflanzen besprüht.
Microgreens und Sprossen können kein Gemüse ersetzen, da man sie nicht in großen Mengen isst. Aber gerade in der kalten Jahreszeit, wo das Gemüse oft weite Strecken bis nach Österreich zurücklegt, ist es eine preiswerte Methode, sich selbst frische Vitamine in der Küche zu ziehen.
Was wächst Indoor?
Als Faustregel können Sprossen und Keimlinge von allen nutzbaren Kräuter- und Gemüsepflanzen verzehrt werden, deren Blattgrün essbar ist.
Eine Mischung an verschiedenen Samen bringt eine bunte Vielfalt auf dem Teller. Brokkoli, Radieschen, Rukola, Erbse, Fenchel, Basilikum, Senf, Koriander, Rote Rübe und andere Rüben, Sonnenblume, Amaranth, Buchweizen und Mungobohne lassen sich einfach ziehen. Sie schmecken im Salat, Smoothie oder auf einem Butterbrot köstlich.
Man sollte bei der Anzucht auf eine gute Hygiene achten. Das beginnt schon bei der Auswahl des geeigneten Saatguts. Beim Anbau sollte auf Bio-Saatgut geachtet werden. Es ist ratsam, spezielle Samen zu verwenden, die für die Produktion im Minigarten auf der Fensterbank geeignet sind. Diese wurden so behandelt, dass sie keine Verunreinigungen wie etwa Bakterien enthalten. Die gekeimten Samen mögen einen warmen und hellen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung, um optimal keimen zu können.




