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Plastik-Ausweg: Monatshygiene

Ungefähr die Hälfte der Weltbevölkerung braucht sie mehrere Jahrzehnte lang: Hygieneartikel für die monatliche Periode. Herkömmliche Tampons und Binden werden nach einmaligem Gebrauch weggeworfen. Die meisten davon bestehen zu einem großen Teil aus nicht-abbaubaren Kunststoffen. Dabei gibt es gute, günstige Alternativen.

Mehrwegbinde und Menstruationstasse

Der Tipp auf einen Blick

  • Wiederverwendbare Alternativen für die Monatshygiene sind eine Möglichkeit um Abfall zu reduzieren
  • Binden und Tampons immer im Restmüll entsorgen, keinesfalls im WC runterspülen

Hygieneartikel wie z.B. Binden und Tampons gehören zu den häufig an Stränden und im Meer gefundenen Kunststoffabfällen. Die Produkte sind nicht abbaubar und können so wie andere achtlos weggeworfene Einwegplastik-Abfälle für lange Zeit Umweltschäden verursachen. Wiederverwendbare Produkte sparen viel Abfall,  Ressourcen und Geld.

Das Problem

Ab 2021 sind viele Produkte aus Einweg Plastik wie Strohhalme und Besteck verboten. Bei Binden und Tampons kommt kein Verbot, es wird lediglich Hinweise auf den Verpackungen zu negativen Auswirkungen auf die Umwelt geben. 45 Milliarden Produkte zur Monatshygiene werden laut www.erdbeerwoche.com weltweit jedes Jahr verbraucht. Die meisten Produkte bestehen hauptsächlich aus Kunststoffen und Superabsorbern und sind somit nicht biologisch abbaubar. Oft werden Binden und Tampons lediglich im WC entsorgt und verursachen Probleme bei Kläranlagen und Abwassersystemen. Da Tampons direkt und über einen längeren Zeitraum mit der Schleimhaut in Verbindung sind, sollten auch mögliche gesundheitliche Folgen nicht außer Acht gelassen werden.

Die Lösung – wiederverwendbare Alternativen

Auch wenn es so wirkt, als wären Tampons und Binden unersetzlich, haben sich in den letzten Jahren immer mehr Alternativen am Markt etabliert. Sie sind wie die herkömmlichen Produkte zu Beginn womöglich ungewohnt und brauchen eine Eingewöhnungsphase. Danach können sie jedoch oft mehrere Jahre verwendet werden und sind somit viel ressourcenschonender und auf Dauer billiger.

Tasse

Bei der Menstruationstasse handelt es sich um ein trichterförmiges Gefäß, das in der Scheide platziert wird. Anders als ein Tampon saugt sie das Blut nicht auf, sondern sammelt es nur. Die Tasse sollte alle 3-6 Stunden ausgeleert und spätestens nach Ende der Periode ausgekocht werden.

Schwämmchen

Ähnlich wie herkömmliche Tampons saugen Menstruationsschwämmchen das Blut direkt auf. Es gibt Modelle aus hautverträglichem Schaumstoff und „Levantiner Schwämmchen“, die zu 100% natürlich sind. Diese können bis zu 8 Stunden im Körper bleiben und müssen danach lediglich unter Wasser ausgewaschen werden. Anders als die Menstruationstasse dürfen sie nicht ausgekocht werden, können aber in einem Wäschebeutel in der Waschmaschine gereinigt werden.

Höschen

Menstruationshöschen können durch die Kombination verschiedener Stoffe so viel Blut aufnehmen wie zwei Tampons. Sie sind in verschiedenen Größen und Formen erhältlich und können einfach in der Waschmaschine gereinigt werden.

Selbst gemachte Binden

Eine DIY Alternative bieten selbstgemachte, waschbare und damit wiederverwendbare Binden. Diese werden einfach aus nicht benötigten Stoffresten gefertigt und können in Größe und Dicke an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden.

Einweg aus Bio-Baumwolle

Nicht so umweltfreundlich wie die wiederverwendbaren Produkte, aber ökologischer als herkömmliche Binden und Tampons sind solche aus 100% Bio-Baumwolle.

Fazit

Der Ressourcenverbrauch und das Abfallaufkommen durch Tampons und Binden lassen sich durch wiederverwendbare Alternativen wie Menstruationstassen, -schwämmchen und Periodenhöschen deutlich reduzieren. Eine nachhaltige Monatshygiene kann so auch zu einer Reduktion von Einweg-Plastik in der Umwelt beitragen. Wer auf Binden und Tampons nicht verzichten möchte, findet in Bio-Baumwollprodukten eine Alternative. In jedem Fall wichtig: die Produkte nicht im WC runterspülen, sondern im Restmüll entsorgen!

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