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Richtiger Umgang mit der Sonne

Der natürliche Schutz der Haut reicht bei intensiver Sonnenstrahlung nicht aus – zusätzlicher Schutz ist dringend notwendig. Viel wichtiger als das häufige Einschmieren und die richtige Menge von Sonnencremes ist aber ein „vernünftiger“ Umgang mit der Sonne im Alltag.

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Sonne und blauer Himmel

Der Schutz vor der ultravioletten Strahlung (UV-Strahlung) im Sonnenlicht beginnt nicht erst im Hochsommer. Schon in den Vormonaten Mai und Juni ist die UV-Belastung hoch. Die Haut ist nach den Wintermonaten besonders lichtempfindlich, da der natürliche Schutzmechanismus der Haut weniger stark arbeitet. Sich in der Sonne mit Maß und Ziel aufzuhalten ist wichtig für den menschlichen Organismus. Ab Frühling, wenn die Sonnenstunden mehr werden, braucht es einen vernünftigen Umgang mit der Sonne. In den Sommermonaten summiert sich die Zeit beim Warten an der Bushaltestelle, das Sitzen im Garten des Cafés oder am Spielplatz in der Sonne. So sammeln sich täglich viele Sonnenstunden im Alltag an – ohne sich mit Absicht zum „Bräunen“ in die pralle Sonne zu legen.

Tipps

  • Sonnenschutz ist mehr als Sonnecreme zu schmieren! Schatten, Bekleidung, Sonnenbrille und Hut zählen ebenfalls dazu. Eine Sonnencreme braucht es nur auf ungeschützte, freie Hautstellen.
  • Schon am Morgen das Wetter für den Tag abfragen und vorbereitet das Haus verlassen – Bekleidung anpassen und Brille, Hut und Creme in die Tasche oder Rucksack packen!
  • Achtung vor trügerischen Himmeln: selbst bei einem vollständig bedeckten Himmel kommt noch eine relativ große Menge an UV-Strahlung hindurch – der Sonnenschutz ist nicht zu vernachlässigen.

Sich im Schatten aufhalten

Gerade zwischen 11 und 15 Uhr, wenn die Sonne am höchsten steht, ist die UV-Belastung durch die Sonnenstrahlung am höchsten. In dieser Zeit gilt es unbedingt aus der Sonne zu gehen, also drinnen zu bleiben oder sich im Schatten aufzuhalten. Dennoch kommt draußen im Schatten immer noch eine hohe Menge an UV-Strahlung auf die Haut. Deswegen am besten eine Sonnenpause einlegen und sich ganz in ein Gebäude zurückziehen.

Tipps

  • Schatten immer bevorzugen.
  • Besonders zwischen 11:00 und 15 Uhr die Mittagssonne meiden und in den Schatten gehen.
  • Beim Gehen schattige Bereiche von beispielsweise Dachvorsprüngen, Bäume nutzen oder auf die andere Straßenseite wechseln.

Kleidung, Brille und Hut schützen

Noch viel besser als Sonnencreme schützen Kleidung, Sonnenbrille und Hüte die Haut. Kleidung sollte aus eng gewebten und weit geschnittenen Stoffen sein. Ideal sind lange Hosen, Shirts und Röcke, wie es etwa Menschen aus heißen Wüstengegenden schon lange machen. Ist die Hitze allerdings unerträglich, werden die nichtbekleideten und ungeschützten Körperstellen mit Sonnencreme eingeschmiert – ebenso unter leichter und dünn gewebter Kleidung.

Tipps

  • Dicht gewebte Kleidung, Hut und Sonnenbrille schützen vor zu viel Sonne. Gibt es dann noch freie Hautflächen, wird dort ein Sonnenschutzmittel aufgetragen.
  • Bei Kleidung auf Naturfasern wie Leinen, Baumwolle oder Hanf achten, weil man in ihnen weniger schwitzt.
  • Wenn Veranstaltungen im Freien stattfinden oder draußen kein Schatten weit und breit ist, hilft ein Schirm sich vor der UV-Strahlung zu schützen.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Sonnenbrände, vor allem im Kindes- und Jugendalter, werden nach wie vor unterschätzt. Das Risiko später an Hautkrebs zu erkranken wächst, je mehr Sonnenbrände man im Jugendalter hatte. Bei den ersten Anzeichen eines Sonnenbrandes hilft Sonnencreme nicht den Schaden wiedergutzumachen. Daher gar nicht erst soweit kommen lassen! Sonnenschutz ist wichtig für eine gesunde Haut bis ins hohe Alter.

Tipps

  • Das erste Anzeichen der Haut für zu viel Sonne ist ein trockenes und spannendes Gefühl der Haut. Hören Sie auf Ihren Körper und ziehen Sie sich aus dem Sonnenlicht zurück.
  • Bei den ersten Anzeichen eines Sonnenbrandes die nachfolgenden Tage die Sonne komplett meiden.
  • Ein Sonnenbrand ist eine heftige Entzündung der Haut. Schonen Sie sich, bis der Sonnenbrand abgeklungen ist! Viel Wasser trinken und Kühlung schafft unterstützt den Körper bei der Heilung.

Sonnenschutzmittel richtig verwenden

Auch wenn einige Sonnencremen mit „wasserfest“ beworben werden, so ist das regelmäßige Nachcremen notwendig. Beim Schwitzen, Duschen, Schwimmen oder durch das Abtrocken der Haut mit einem Handtuch, geht ein Teil der Schutzwirkung verloren. Nachcremen gilt allerdings nicht als Freibrief ununterbrochen in der Sonne zu bleiben – eine zeitliche Einschränkung des Aufenthalts in der Sonne sollte trotzdem eingehalten werden.

Der Mythos, dass braun gebrannte Haut vor der Sonne schützt, hält sich hartnäckig: bei braun gebrannter Haut ist der Lichtschutz nicht zu vernachlässigen. Gebräunte Haut entspricht einem Lichtschutzfaktor von allerhöchstens 2 – das bedeutet praktisch gar nichts!

Tipps

  • In etwa 3 gehäufte Esslöffel Sonnencreme braucht es für den gesamten Körper.
  • Besonders die „Sonnenterrassen“ Stirn, Ohren, Nase, Lippe, Kinn, Schulten, Fußrücken und Kopfhaut (z.B. Haut am Mittelscheitel, Glatze oder bei schütteren Haar und einen Hut tragen) ordentlich eincremen!
  • Gerade bei hellen Hauttypen einen hohen Lichtschutzfaktor bei Sonnenschutzmittel wählen. Je nach Hauttyp und dessen Eigenschutzzeit sollte der Lichtschutzfaktor angepasst sein.

Keine Angst vor Vitamin D-Mangel

Vitamin D regelt den Calcium- und Phosphatstoffwechsel und stärkt damit Muskeln und Immunsystem. Die Vitamin-D-Synthese wird allerdings nur gestartet, wenn die Haut der Sonne ungeschützt ausgesetzt ist. Dafür reichen aber schon 15 Minuten zwei- bis dreimal die Woche. Danach hört die Produktion ohnehin auf. Ein Spaziergang mit dem Hund oder eine kleine Runde an der frischen Luft reicht also aus, um einen Vitamin D-Mangel vorzubeugen.

  • Einen Vitamin D-Mangel wird bei einer Blutuntersuchung (z.B. jährliche Vorsorgeuntersuchung) durch eine Ärztin oder einem Arzt festgestellt.
  • Alternativ gibt es Vitamin-D Tabletten, die vor allem in den Wintermonaten mit kurzen Sonnenstunden, zur Gesundheitsvorsorge eingenommen werden können.

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