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Seide – zarte Faser von Raupen gesponnen

Seide ist eine tierische Faser. Die Art der Produktion hat unterschiedlich starke Auswirkungen für Tier und Mensch. Bei der Herstellung ökologischer Seide werden Tierwohlstandards berücksichtigt und gefährliche Chemikalienrückstände vermieden.

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Seidenbluse

Seide wird aus den Kokons der Seidenraupe gewonnen. Diese Raupe ist eine Larve des Seidenspinners. In Österreich wurde Seide zu Zeiten Maria Theresias produziert. Viele Maulbeerbäume sind noch Zeugen dieser Ära. Mittlerweile hat Seide große Konkurrenz von billigen Kunstfasern bekommen. Der Großteil der Kunstfasern wird in China produziert.

Man unterscheidet verschiedene Qualitäten der Fasern – günstige Wildseide und die feine Zuchtseide

  • Tussahseide ist die Wildseide, die vom Eichenseidenspinner gesponnen wird, sie hat nur kurze, gelbliche braune Fasern, die Stoffe zeichnen sich durch typische Unregelmäßigkeiten aus.
  • Klassische Seide wird mit gezüchteten Maulbeerseidenspinnern produziert. Sie ist feiner, hat eine regelmäßig glatte Faser und lässt sich zu glänzenden Stoffen verarbeiten.

Feine Seide auf Kosten der Schmetterlinge

Bevor Raupen sich zu Schmetterlingen verwandeln, schälen sie sich vier Mal und weben nach etwa 35 Tagen einen Kokon. Beim Schlüpfen der Schmetterlinge wird der Kokon zerstört. Darum wird der Kokon bei der Produktion der Zuchtseide mit Heißluft oder Wasserdampf behandelt. Um nur wenige Gramm klassischer Seide zu produzieren müssen tausende verpuppte Schmetterlinge ihr Leben lassen. Konventionelle produzierte Seide wird mit Schwermetallsalzen oder Kunststoffen beschwert damit sie einen besseren Griff bekommt.

Alternativen für mehr Tierwohl

  • Wildseide wird erst gewonnen, nach dem die Raupen von selbst geschlüpft sind. Durch das Schlüpfen werden die Fasern beschädigt, und es kommt zu den typischen Unregelmäßigkeiten im Garn. Der Faden ist stärker und von der Gerbsäure des Eichenseidenspinners bräunlich gefärbt. Das Bleichen deswegen aufwändiger. 
  • Bei der sogenannte Peace Silk, welche auch gewaltfreie Seide oder Ahimsa Silk genannt wird, werden die Kokons ebenfalls erst nach dem Schlüpfen der Raupen weiterverarbeitet. Die Raupen werden durch Netze vor Fraßfeinden geschützt, nachdem sie die Kokons gewebt haben, kommen sie an einen sicheren Ort, bis sie sich zu einem Schmetterling verwandeln.
  • Peace silk gibt es auch nach dem Global Organic Textile Standard (GOTS) zertifiziert.
  • Auch Bioseide unterliegt strengen Bestimmungen, sie darf nur frei von chemisch synthetische Pestizide produziert werden. 

Bioseide und Peace Silk finden sie bei Naturtextilproduzent*innen.

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