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Wie Essensreste das Klima belasten

Lebensmittelabfälle haben enorme Auswirkungen auf das Klima. Die Produktion, der Vertrieb, aber auch die Entsorgung von Lebensmitteln verursachen Treibhausgasse, die leicht vermieden werden könnten.

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Apfelbutzen

Essen im Müll? Das ist leider nach wie vor Alltag. In der EU fallen unvorstellbare 130 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle pro Jahr an! Das Erschreckende daran: ein großer Teil dieser Essensmengen wäre durch bessere Planung, richtige Lagerung und einem motivierten Willen vermeidbar.

Was bedeuten Lebensabfälle fürs Klima?

Jedes Lebensmittel das wir essen, hat eine Vorgeschichte: So musste zum Beispiel die Karotte ausgesaät, von Beikräutern befreit, mit Wasser gegossen, geerntet, gewaschen, zum Händler transportiert, verpackt, zum Geschäft und dann nachhause transportiert werden. All diese Schritte verursachen Treibhausgase, die das Klima belasten. Jedes Lebensmittel das im Müll landet, wurde unnötigerweise produziert und eine große Menge an Treibhausgase gelangt unnötig in die Luft.

Bei Karotten sind die Treibhausgasemissionen mit 0,066 g CO2 Äqu pro kg für konventionelle Karotten noch sehr gering. Viel dramatischer wirken sich tierische Lebensmittel auf die Klimabilanz aus, sie verursachen große Treibhausgasmengen (940 g CO2 Äqu pro kg Milch, 8.500 g CO2 Äqu pro kg Hartkäse,  3.200 g CO2 Äqu pro  kg Schweinefleisch und sogar 13.300 g CO2 Äqu pro kg Rindfleisch).

Obwohl der Anteil an Rindfleisch bei den Lebensmittelabfällen in der EU nur etwa 2 % beträgt, ist er etwa für 30 % der Treibhausgasemissionen der Lebensmittelabfälle verantwortlich! Auch Schweinefleisch, das zwar nur 6 % der Lebensmittelabfälle ausmacht, hat 19 % der Treibhausgasemissionen der Lebensmittelabfälle zu verantworten.

So schützen Sie das Klima

  1. Mehr Pflanzliches statt Tierisches essen! Das hilft dem Klima auf jeden Fall, Tipps dazu unter: www.umweltberatung.at/fleisch-ist-uns-nicht-wurscht
  2. Lebensmittelabfälle vermeiden! Hier gibt es noch viel zu verbessern. Zuhause zum Beispiel helfen die Erstellung eines Wochenspeiseplans, das Schreiben von Einkaufszetteln und die regelmäßige Restlküche.
  3. Verteilung der nicht gebrauchten Lebensmittel: Durch Foodsharing, To Good To Go App, Fairteiler Kühlschränke etc. können noch gute Lebensmittel an andere Menschen weitergebgeben werden.
  4. Kompostierung: Optimal für Gartenbesitzer*innen ist die Veredelung der biogenen Abfälle zu hochwertigem Kompost. Bei wenig Platz bietet sich die Wurmkiste sogar für Wohnungen an! In vielen Gemeinden kann man die biogenen Abfälle auch in der Biotonne entsorgen, wo sie später in großen Anlagen kompostiert werden.

Die europäischen Länder könnten pro Jahr 69 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente nur durch die Vermeidung der Lebensmittelverschwendung einsparen. Das ist in beinahe so viel, wie Österreich als gesamtes Land mit Industrie, Verkehr, Heizen, Essen & Co verursacht.

Also: Einkäufe gut planen und nichts wegwerfen!

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