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Reparieren und Selbermachen: Good Practice in Berlin

In Berlin sind viele interessante Initiativen zum Reparieren und Selbermachen aktiv. Einige davon stellen wir Ihnen vor.

Plakat "Manifest der Selbstreparierer"

DIE UMWELTBERATUNG hat 2018 im Projekt "Repair&Do-it-yourself Urbanism" eine Reihe interessanter Initiativen in Berlin besucht. Hier eine kurze Auswahl, umfangreichere Informationen aus dem Forschungsbesuch finden Sie im Download Zwischenbericht Repair&DIY in London und Berlin.

Repair-Café Schöneberg

Das Repair Café Schöneberg ist ein Beispiel für eine Reparaturinitiative, die durch den BUND als Organisator des Cafés über eine sehr gute Ressourcenausstattung verfügt: gute Räumlichkeiten, hauptamtliche Koordination, wirkungsvolle Bewerbung. Das ermöglicht einen hohen Organisationsgrad (z.B. Online-Anmeldung), eine professionelle Abwicklung und gute Betreuung sowohl der KundInnen als auch der ehrenamtlichen ReparatuerInnen.

Materiallager Pankow

Im Materiallager vom Verein Kunst-Stoffe e.V. in Pankow erfolgen die Übernahme, Zwischenlagerung und der Verkauf von gebrauchten Materialien, z.B. Holz, Glas, Stoffe, Farben. Mit der Gründung im Jahr 2006 ist es die älteste Initiative dieser Art in Deutschland. Der Weitergabe von gebrauchten Materialen wird dabei im Sinne der Ressourcenschonung mit einem hohen Bildungsanspruch verbunden.

Kulturlabor Trial & Error

Ein zentrales Angebot des Kulturlabors Trial&Error ist der Tauschladen mit Nähcafé, diese Aktivitäten dienen der Ressourcenschonung durch  Wiederverwendung. Die Initiative kann aber darüber hinaus als Labor für alternative Formen des Umgangs miteinander und mit der Umwelt verstanden werden. Im Zentrum stehen dabei der zwischenmenschliche Austausch auf materieller und immaterieller Ebene und auch Prozesse der (Selbst-)Ermächtigung. Ökologische Nachhaltigkeit, die Wertschätzung von Materialien und die Verlängerung ihrer Nutzungsdauer sind integraler Bestandteil der Aktivitäten.

FabLab Berlin

Das FabLab Berlin bietet Entwicklungs- und Beratungsdienstleistungen zum Thema additive Fertigung mit 3D-Druckern, CNC-Fräsen und Laser-Cuttern an.  Das FabLab führt in diesem Feld auch Forschungsprojekte durch und stellt seine Maschinen-Infrastruktur für private KundInnen und Workshops zur Verfügung.

REMAP Berlin

Einen guten Überblick über Angebote zum Reparieren, Verleihen & Mieten, Tauschen & Teilen, Verkaufen, Spenden und Entsorgen von gebrauchten Gütern in Berlin gibt die REMAP Berlin. Dabei handelt es sich um eine Online-Datenbank mit Suchfunktionen, die vom BUND Berlin getragen wird. Die Datenbank beinhaltet zivilgesellschaftliche Initiativen wie Repair-Cafés, Tausch-Initiativen, BücherBox, caritative Einrichtungen und Recycling-Höfe. Über 200 Initiativen sind gelistet. Kommerzielle Anbieter wie Reparaturbetriebe oder Secondhandläden sind nicht enthalten.

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Umfangreichere Informationen zu Initiativen in Berlin finden Sie in diesem Download: Zwischenbericht Repair&DIY in London und Berlin

Logos von Stadt der Zukunft, BMVIT, FFG

Förderung des Projektes

Das Projekt „Repair und Do-it-yourself Urbanism“ wird im Rahmen von Stadt der Zukunft gefördert. Stadt der Zukunft ist ein Forschungs- und Technologieprogramm des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie. Es wird im Auftrag des BMVIT von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft gemeinsam mit der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH und der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik ÖGUT abgewickelt. Der Eigenmittelanteil von DIE UMWELTBERATUNG wird aus der Basisfinanzierung der Stadt Wien - Umweltschutz bereitgestellt.

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