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Polyester – billiges Plastik

Polyester ist preisgünstig und deshalb die am meisten verwendete Faser. Die Herstellung aus Erdöl oder Kohle ist allerdings energieaufwändig und extrem umweltschädlich. Außerdem landen die Fasern beim Waschen im Abwasser und letztendlich als Mikroplastik im Meer.

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Polyesterschal

Polyester ist ein Überbegriff für synthetische Kunststoffe, die in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt werden können. Die Basis für Polyester ist das thermoplastische Polyethylenterephthalat (PET), aus dem zum Beispiel auch Plastikflaschen bestehen. Aber auch bei Bekleidung und Einrichtungsgegenständen wird es eingesetzt.

Erdöl und Kohle im Kleiderschrank

Polyester besteht aus Kunststoff, der wiederum aus fossilen Energieträgern gewonnen wird. Bisher wurde hauptsächlich Erdöl verwendet. In China wird neuerdings aber auch die weitaus mehr luftverschmutzende Kohle eingesetzt. Die wasser- und energieintensive Herstellung von Polyester erfolgt aus Polyestergranulat, welches mit dem Schmelzspinnverfahren zu Fasern verarbeitet wird. Das Granulat wird bei 280 Grad geschmolzen und kommt danach in eine Spinndüse. Anschließend wird die gesponnene Faser abgekühlt und verfestigt sich somit. 

Ökologisch etwas besser schneidet Recyclingpolyester ab, es braucht rund die Hälfte weniger Energie in der Herstellung und kann sogar erneut recycelt werden. 

Eigenschaften des Multitalents

Polyester ist ein sehr wandlungsfähiges Material, welches vor allem mit seiner Reißfestigkeit und Formstabilität punktet. Durch die feinen Fasern und kleinen Poren ist es abweisend gegenüber Wasser sowie Schmutz und wird deshalb oft für Outdoor-Bekleidung verwendet. Da es außerdem Wärme einschließt, also isolierend wirkt, findet man es auch im Innenfutter von Winterbekleidung. Polyester kann auch mit Naturfasern wie zum Beispiel Baumwolle oder Wolle zu einem stabilen Gewebe verbunden werden. 

Plastik aus dem Kleiderschrank auf den Teller

Kunstfasern feuern die Mikroplastikproblematik an: Textilien sind für rund ein Drittel des Mikroplastiks im Meer verantwortlich, denn beim Waschen wird Mikroplastik freigesetzt. Dieses landet dann in Gewässern, in der Nahrung von Fischen und somit auch auf unseren Tellern. Kläranlagen können die kleinen Fasern nicht herausfiltern, weshalb es im Umlauf verbleibt und sogar schon in Leitungswasser und Meersalz nachgewiesen wurde.

Reizender Stoff

Allerdings hat Polyester auch einige Nachteile, es lädt sich elektrostatisch auf, kann die Haut reizen und ist bei Hitze unangenehm zu tragen. Wer ein gutes Gefühl auf der Haut schätzt, wird mit Kunstfasern wohl nicht glücklich werden, Menschen mit empfindlicher Haut sollten Polyester meiden. Polyester kann Flüssigkeit nicht aufsaugen, der Schweiß bleibt auf der Haut, es bildet sich unangenehmer Geruch. Auch die Poren können sich verstopfen und die Haut kann gereizt werden.

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