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Repair- und DIY-Workshops

Bei Repair- & Do-it-yourself-Workshops vermitteln Expert*innen nützliche Fertigkeiten fürs tägliche Leben und regen die Kreativität an. Wer solche Workshops organisieren möchte, bekommt hier praktische Tipps dazu. Viel Spaß beim Konzipieren und beim gemeinsamen Werkeln!

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Workshop

Repair- und DIY-Workshops bieten die Möglichkeit, kaputte Gegenstände (z.B. Elektrogeräte, Textilien, Möbelstücke) unter Anleitung von Expert*innen selbst zu reparieren oder durch Upcycling etwas Neues draus zu schaffen. In kleinen Gruppen legen die Teilnehmer*innen selbst Hand an und können sich von Fachleuten wertvolle Tipps geben lassen. Die Workshops dauern in der Regel einige Stunden bis hin zu mehreren Tagen und befassen sich meist intensiv mit einem Themengebiet. Es werden verschiedenste Arten von Workshops angeboten: von Elektroinstallation über Messerschleifen bis hin zu Upcyclingworkshops.  

Mitbringen, was kaputt ist

Bei Repair- Workshops geht es in der Regel nicht (nur) um theoretisches Wissen, sondern vielmehr um Kompetenzen für die praktische Anwendung. Dazu ist es in der Regel sinnvoll, dass die Teilnehmer*innen auch mindestens einen Gegenstand, der bearbeitet werden soll, selbst mitnehmen: zum Elektro-Workshop die Lampe die nicht mehr leuchtet, zum Polster-Workshop den neu zu überziehenden Sessel, oder zum Möbel-Workshop den wackeligen Tisch.

Durch das fachkundige Wissen der Workshop-Leiter*innen lernen die Teilnehmer*innen den richtigen Umgang mit Werkzeug und Materialien. Das benötigte Werkzeug stellen die Leiter*innen zur Verfügung.

Immer häufiger werden auch DIY– und Upcycling Workshops angeboten. Hier repariert man die alten Gegenstände nicht, sondern verwandelt sie durch kreatives Denken und Ausprobieren in einen neuen Gegenstand.

Planung und Durchführung

Zu Beginn jeder Workshop-Planung sind einige wichtige organisatorische Fragen zu klären - unter anderem, welcher Gegenstand repariert bzw. durch Upcycling geschaffen wird und welche Zielgruppe angesprochen werden soll.

Teilnehmer*innen

Der Workshop lebt von seinen Teilnehmer*innen und deren Beteiligung. Um eine produktive und positive Atmosphäre zu schaffen, sollte man sich im Vorhinein über die Teilnehmerzahl Gedanken machen. Legen Sie die maximale Zahl an Teilnehmer*innen so fest, dass eine gute Betreuung sichergestellt ist. Aus einer Kurzbeschreibung des Workshops und seiner Inhalte sollte hervorgehen, ob Vorkenntnisse oder besondere Anforderungen nötig sind, um den Workshop zu besuchen. Zudem sollte ein Kontakt ersichtlich sein, um Fragen im Vorfeld klären zu können.

Räumlichkeiten

Werkstätten und andere Räumlichkeiten müssen im Vorfeld organisiert bzw. angemietet und bezahlt werden. Die Anforderungen an die Räume variieren je nach Workshop. Es sollte jedoch immer für ausreichende Lichtverhältnisse und genügend Sitzmöglichkeiten sowie Zugang zu Toiletten gesorgt sein. Eine gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln, per Fahrrad oder zu Fuß ist wichtig, um viele Menschen anzusprechen. Zentral gelegene Räumlichkeiten in einer Umgebung mit vielen potenziellen Teilnehmer*innen sind sicher ein großer Vorteil. Auch auf barrierefreien Zugang sollte geachtet werden.

Rechtliche Fragen und Versicherung

Das Veranstalten eines Repair-&DIY-Workshops unterliegt nicht der Gewerbeordnung, d.h. es ist laut Informationen der Wirtschaftskammer dafür keine Gewerbeberechtigung notwendig: WKO. Um ehrenamtliche Repair-&DIY-Workshops veranstalten zu können, bedarf es neben der Haftpflichtversicherung in der Regel keiner zusätzlichen Versicherung. Dasselbe gilt auch für Betriebe. Für Workshops, bei denen die Reparatur von „teuren“ Gegenständen, wie z.B. Elektrogeräten vorgenommen wird, kann eine Gewährleistungsversicherung abgeschlossen werden. Die IG Kultur Wien führt in der Broschüre „Kultur veranstalten in Wien“ auf den Seiten 28/29 Versicherungsangebote für Veranstaltungen an.

Kosten und Gebühren

Bevor der Repair-&DIY-Workshop stattfindet, muss geklärt werden, ob Teilnahmegebühren erhoben werden. Sollen nur Materialkosten und Raummieten gedeckt werden? Müssen Fachleute bezahlt werden? Sollen die Einnahmen die gesamten Kosten decken bzw. soll der Workshop sogar gewinnbringend sein? Bildungsinstitutionen und Betriebe heben meist Teilnahmegebühren ein, von ehrenamtlichen Veranstalter*innen werden oft keine oder nur geringe Beträge, manchmal auch nur freiwillige Spenden eingenommen. In der Ankündigung des Workshops muss die Teilnahmegebühr ausgeschrieben sein – inklusive Beschreibung, wann und wie die Bezahlung stattfinden soll.

Anmeldefristen

Für Workshops sollten Anmeldefristen vorgegeben werden, damit die Vorbereitungen auf die Anzahl der TeilnehmerInnen abgestimmt werden können.

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Material, Werkzeug und Utensilien

Die Organisator*innen tragen die Verantwortung dafür, dass alle erforderlichen Werkzeuge und Materialien zur Verfügung stehen.

Die ReferentInnen-Akademie bietet einen allgemeinen Leitfaden zur Planung und Durchführung von Seminaren und Workshops auf Ihrer Website an: Checkliste zur Seminarplanung in 6 Schritten

Auf der Website der Reparaturinitiativen finden Sie nützliche Tipps zur Planung und Durchführung von Repair-Veranstaltungen: Netzwerk Reparatur-Initiativen

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Bewerbung und Darstellung der Erfolge

Bewerbung

Die Bewerbung ist maßgeblich für das erfolgreiche Umsetzen eines Reparatur-Workshops. Es eigenen sich verschiedenste Kanäle wie regionale Zeitungen, Social Media, aber auch die persönliche Kommunikation durch Mundpropaganda. Einladungen im Newsletter oder Infomaterial bei Kooperationspartner*innen aufzulegen, kann Teilnehmer*innen anlocken. Bei E-Mail-Verteilern und Newsletter ist unbedingt auf Datenschutzrichtlinien zu achten. Die WKO gibt dazu Informationen: FAQs zum Newsletterversand

Um den Erfolg der Bewerbung zu ermitteln, können in Newsletter-Programmen und auf Social-Media-Kanälen, wie Facebook, Instagram und Google die Aktivitäten der Interessent*innen erfasst werden. Auf der Website der Reparatur-Initiativen finden Sie Tipps zur Bewerbung.

Evaluierung

Evaluierung macht Sinn. Denn nur, wenn man weiß, wie zufrieden sowohl Teilnehmer*innen als auch Mitarbeiter*innen waren, kann man sich bei zukünftigen Workshops verbessern und die Qualität steigern. Mögliche Methoden sind dabei:

  • Teilnehmer*innen bei einem Gespräch zu ihrer Zufriedenheit befragen
  • Evaluationsbogen, den die Teilnehmenden am Ende des Workshops ausfüllen
  • Fragebogen im Nachhinein per E-Mail an die Teilnehmer*innen senden.

Ein Fragebogen hat einen anonymeren Charakter als mündliches Feedback, weshalb die Kritik beim Fragebogen ehrlicher ausfallen könnte.

Neben allgemeinen Fragen zu Zufriedenheit, den verwendeten Medien oder zum Vortrag, können auch Fragen zu den Räumlichkeiten, Teilnehmer*innenzahl oder den zur Verfügung gestellten Werkzeugen und Hilfsmitteln gestellten werden. Die Frage, ob alle Erwartungen erfüllt worden sind, kann ebenso gestellt werden. Weitere Fragen kann man auf wb-web finden: Evaluierung.

Mittels Befragung lässt sich auch herausfinden, wie die Teilnehmer*innen vom Workshop erfahren haben. So können Rückschlüsse gezogen werden, auf welchem Weg der Workshop am besten beworben werden kann und welche Bewerbungsmethoden weniger erfolgreich sind.

Beispiele für Evaluationsbögen  für Workshops allgemein: Einfache Umfrage und Social Mobility

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Weitere Informationen

Links zu Vorlagen und Leitfäden

Vernetzung und bestehende Initiativen

  • Die VHS Wien bieten regelmäßig Workshops für Reparatur- und Do-it-yourself-Interessierte an. Die von den VHS angebotenen Reparaturkurse und - Workshops sind zum Großteil gebührenpflichtig
  • Der ehrenamtliche Verein Recycling-Kosmos in Wien Ottakring veranstaltet verschiedenste Reparatur-, DIY- und Upcyclingworkshops und bietet ein großes Angebot an Workshops für Kinder
  • Auf Reparaturnetzwerk.at gibt es einen guten Überblick über aktuelle Termine und Angebote verschiedenster Repair-&DIY-Workshops in Wien

Die Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Fehlt Ihnen ein wichtiger Link? Dann schreiben Sie uns bitte ein Mail an service@umweltberatung.at

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