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Beyond meat? Macht Fleischersatz Sinn?

Sojawürstel, Erbsenburger oder Pilzfleisch, das Angebot an Fleischimitaten boomt. In der Ökobilanz schneiden sie besser ab als Fleisch. Aber der hohe Verarbeitungsgrad und die lange Liste an Zusatzstoffen schmälern den Genuss.

Bohnenburger

Bei Fleischimitaten oder auch „Novel Protein Food“ handelt es sich um Produkte, die Fleisch und Fleischprodukten täuschend echt ähneln. Die Basis sind meistens Pflanzen- oder Pilzproteine. Die Krönung der pflanzlichen Burger ist derzeit beyond meat – ein Burger auf der Basis von Erbsenprotein, der mit Rote- Rüben-Saft blutigen Biss und das echte Gefühl von Fleischessen verspricht.

Warum ist Fleischimitat besser als Fleisch?

Sojafleisch wird industriell erzeugt: entfettetes Sojamehl wird bei hohen Temperaturen unter Druck durch einen Extruder gepresst. Durch Zugabe von Bindemittel, Wasser, Gewürzen und Aromen entstehen dann Soja-Burger, Soja-Faschiertes oder Soja-Geschnetzeltes. Trotz des höheren Verarbeitungsgrades schneiden diese Sojaprodukte ökologisch besser ab als Fleisch. Denn für die Produktion von Rindfleisch benötigt man 13 x mehr Fläche und 4 x mehr Wasser als für Bohnen und Erbsen. Fleischersatz ist in der Regel gentechnikfrei produziert, für Fleisch aus konventioneller Landwirtschaft werden hingegen genetisch veränderte, importieren Sojabohnen aus Südamerika an die Tiere verfüttert.

Von der Erbswurst zum Edelburger

Die Mutter aller Fertiggerichte, die Erbswurst wurde auf Erbsenbasis hergestellt. Verfeinert mit Aromen, Palmfett und Geschmacksverstärker traf sie dennoch nicht mehr den Geschmack der jungen Generation. Moderner Nachfolger beim Erbsenfleisch ist der beyond meat Burger, doch auch hier sind die Zutaten eher aus der Zusatzstoffkiste und weniger aus dem Küchenregal. Den blutigen Biss bekommt er zwar aus der Roten Rübe, der Geschmack wird aber künstlich verstärkt. Doch auch wenn man Zusatzstoffe kritisch sieht, in der Ökobilanz schneidet Erbsenfleisch weit besser als tierisches Fleisch ab.

Gesunde Alternative?

Fleisch von Bohnen, Pilzen & Co ist meist völlig frei von Cholesterin, reich an Ballaststoffen und ungesättigten Fettsäuren und hat somit positive Auswirkungen auf die Gesundheit.

Doch Convenience boomt im Veggie-Regal – viele Fertigprodukte sind stark verarbeitet und haben eine lange Liste an Zusatzstoffen. Die gesündeste Wahl ist auch hier das Selberkochen mit frischen Zutaten. Gebratene Pilze schmecken herrlich aromatisch und ein selbst gemachter Bohnenburger verbreitet Gaumenfreuden ganz ohne Zusatzstoffe.

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